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Wer kann mir sagen...
seit dem vorangegangenen sprung weiß ihr baby immer besser, was ein programm ist. ihr ess-, abspül-, ausgeh-, einkaufs- oder spielprogramm sind ihm mittlerweile vertraut. manchmal haben sie den eindruck, dass es sich relativ stark an ihren programmen orientiert, dann wieder widmet es sich voller hingabe einem eigenen programm zu. dabei geht es oft anders zu werke, als sie selbst es tun würden. zum "staubsaugen" nimmt es bspw. ein stück bindfaden, es "wischt" mit einer windel, an der es immer wieder leckt, den boden, und es "räumt auf", indem es die herumliegenden sachen wie ein zauberkünstler "verschwinden lässt": in der toilette, im abfalleimer oder - schwups - übers balkongeländer... hauptsache weg! den programmen ihres kleinen helfers haftet zunächst noch eine gewisse starrheit an; sie folgen einer bestimmten routine. kein wunder, das kind ist schließlich noch anfänger in der komplizierten welt der "programme" und daher noch nicht in der lage, das programm, das es gerade durchführt, an wechselnde gegebenheiten anzupassen. bis es darin ebenso geschickt ist wie wir erwachsenen, braucht es jahrelange erfahrung.
wir sind in der lage, uns immer neuen gegebenheiten anzupassen, indem wir zb die reihenfolge der einzelnen programmschritte variieren. wenn sie beim einkaufen im supermarkt sehen, dass an der bäckertheke großer andrang herrscht, an der fleischertheke aber niemand ansteht, dann können sie beschließen, erst fleisch zu kaufen. der grund für diese entscheidung mag darin liegen, dass sie die einkäufe möglichst rasch erledigen möchten, vllt wollen sie aber auch den fleischer in aller ruhe fragen, ob er einen tipp zum marinieren hat. oder sie haben andere gründe. wir passen unsere programme auch an die personen an, mit denen wir zu tun haben. wenn wir unsere meinung zu einer bestimmten sache sagen sollen, wählen wir die worte so, dass wir bspw. den status oder das alter des fragenden berücksichtigen.
außerdem hängen unsere programmabläufe von unserer eigenen stimmung ab oder auch von der stimmung, die wir gern erzeugen möchten. wenn sie gleich nach dem abendbrot zu einer versammlung müssen, kochen sie etwas anderes und decken auch den tisch anders, als wenn sie ein gemütliches essenim freundeskreis vorbereiten. sie gestalten ihre programme so, dass sie auf alles eingehen, was um sie herum oder mit ihnen geschieht. sie wissen, was sie wollen und wie es sich am besten umsetzen läßt, sprich: wie sie ihr ziel erreichen. die programme erwachsener wirken dadurch flexibel und natürlich.
sobald ihr baby den nächsten sprung macht, lernt es, geschickter auf die verschiedensten gegebenheiten einzugehen. dem kind eröffnet sich nun die welt der "prinzipien". wenn es etwa 64 wo. alt ist (fast 15 mon.), wird ihnen auffallen, daß ihr kleines dinge ausprobiert, die neu für es sind. das baby selbst hat schon früher gespürt, daß dieser sprung sich ankündigt.
mit etwa 61 (59 bis 63) wochen (oder 14 mon.) merkt ihr kind, daß seine welt sich verändert. ein wirrwarr an neuen eindrücken stellt seine vertraute erlebniswelt auf den kopf. allerdings kann es all das neue nicht sofort verarbeiten; erst einmal muß es ordnung ins chaos bringen. dadurch ist es verunsichert und greift auf das zurück, was ihm am vertrautesten ist: es wird "schwierig", weil es wieder mal eine portion "mama tanken" muß.
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