Verwechslungsgefahr

AnnaMiaMaxAdrian - komm her!

Eltern können aufatmen: Wer die Namen seiner Kinder vertauscht, leidet nicht unter Gedächtnisschwund. Vielmehr verrät die Sprachverwirrung etwas über unsere sozialen Beziehungen…

Vielleicht kennt es der ein oder andere noch von den eigenen Eltern, vielen ist es sicher schon selbst passiert: Man will ein Kind zum Abendessen rufen und wirbelt dabei alle Familiennamen wild durcheinander.

Endlich eine Erklärung für das Verwechslungs-Phänomen

In einer Studie der Duke University haben Samantha Deffler und ihr Forscherteam herausgefunden, was es mit der Verwirrung auf sich hat. Dafür befragten sie mehr als 1.700 Probanden. Das Ergebnis: Verwechselt werden Namen, die aus einer Beziehungskategorie stammen. Die Namen der Familienmitglieder werden also ebenso vertauscht wie die der Freunde, allerdings nennt man selten einen Freund beim Namen seiner Kinder. Wenn das doch mal passiert, ist es wahrscheinlich ein sehr guter Freund. Häufiger werden außerdem die Namen durcheinandergebracht, die sich ähnlich anhören. Mit dem Aussehen oder Geschlecht hat es dagegen nichts zu tun. Ob sich die Kinder ähnlich sehen oder nicht, ob Junge oder Mädchen - egal. Eltern passiert es trotzdem, weil sie alle gleich lieb haben.

Und was haben Hunde damit zu tun?

Tatsächlich scheint der Hund der beste Freund des Menschen zu sein. Denn die Studie hat ergeben, dass Familienmitglieder auch oft beim Namen des Hundes gerufen werden. Sind im Haushalt Katzen, passiert das allerdings nicht.

Also: Namen verwechseln ist halb so wild. Wenn es das nächste Mal passiert, einfach sagen: Da hört ihr, wie gern ich euch hab. Euch alle. Meine ganze Familie.

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