Ökotest

Getreidebrei im Test: Schimmelpilzgifte, Mineralöl und Arsen?

Getreidebrei gehört für viele Babys zum Beikoststart dazu. Dass er frei von Schadstoffen ist, versteht sich von selbst, oder? Einen Überblick über die aktuellen Ökotest-Ergebnisse findet ihr hier.

Mit dem Getreidebrei startet man wie auch mit den anderen Breiarten bei der Beikosteinführung am besten löffelweise. Eine Alternative nach der Muttermilch mit ungefähr sechs Monaten ist auch die Fingerfood-Variante, die Baby-led Weaning genannt wird. Doch darum soll es hier nicht gehen, sondern um die Getreidebreis, die Ökotest für seine aktuelle Ausgabe 8/2022 untersucht hat.

Empfehlenswert: Das trifft auf die meisten der getesteten Getreidebreie zu

Die gute Nachricht vorweg: Schwermetalle und umstrittene Zusatzstoffe fielen im Test nicht auf. Die meisten der getesteten Getreidebreie sind durchaus zu empfehlen. Genauer gesagt schnitten 15 von 21 getesteten Bio-Produkten mit "gut" oder "sehr gut" ab. Doch in einigen Produkten fanden die Tester Schimmelpilzgifte, Mineralölbestandteile oder krebserregendes Arsen. Die jedoch haben im Babybrei absolut nichts zu suchen.

Überblick über die Testsieger (Auswahl)

Die folgenden Getreidebreie wurden von den Testern als "sehr gut" eingestuft und enthielten weder Pesitizide oder Mineralölbestandteile, noch weitere bedenkliche Inhaltsstoffe und wiesen zudem noch nicht einmal Spuren von Schimmelpilzgiften auf:

Acht weitere Breie wurden ebenfalls mit "sehr gut" bewertet, obwohl sie Spuren von Schimmelpilzgiften und/oder in zwei Fällen Spuren von Mineralölbestandteilen erhalten. Darunter:

Die Verlierer unter den Getreidebreien

Aufgrund von leicht erhöhten Werten bei Mineralölbestandteilen und erhöhten Werten bei speziellen zellschädigenden und immunsystemschwächenden Schimmelpilzgiften schnitt dieser Brei nur mit "ausreichend" ab:

  • "Töpfer Bio Getreidebrei Hafervollkorn"

Mit "mangelhaft" bewerteter Verlierer aufgrund von stark erhöhten Werten beim krebserregenden Arsen ist dieser Brei:

  • "Holle Bio Vollkorngetreidebrei Reis"

Übrigens: Arsen kommt natürlicherweise im Boden vor, doch die Reispflanze nimmt es besonders stark auf und speichert es. Für Menschen gilt es als krebserregend. Es gibt einen gesetzlichen Grenzwert für Reis, aus dem Baby- und Kleinkindnahrung hergestellt wird. Das oben genannten Produkt von Holle überschreitet diesen Wert, allerdings gibt es für fertige Babybreis noch keinen offiziellen Arsen-Grenzwert. Den halten die Tester jedoch für längst überfällig. Sie zitieren auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das schon seit 2014 einen solchen Wert fordert. Doch auch bei Einhaltung des Grenzwertes können Babys und Kinder "hohen Belastungen mit dem krebserregenden Stoff ausgesetzt sein", warnen die BfR-Experten laut Ökotest.

Die Ökotest-Redaktion gibt noch einen weiteren Tipp: Als günstige Alternative zu den Getreidebreien könne man für das Baby auch einfach feine Bio-Haferflocken aufkochen (und vor dem Füttern natürlich abkühlen lassen).

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