Wie es beim Füttern besser klappt

Stress beim Essen

„Mag ich nicht, schmeckt mir nicht.“ „Ich bin schon satt.“ Was tun, wenn kleine Querköpfe den Aufstand am Mittagstisch proben? Antworten auf häufige Elternfragen.

Nach vier, fünf Löffeln Brei isst Julia (7 Monate) nur weiter, wenn mein Mann Faxen macht.

Alleine brauche ich fast eine Stunde, bis sie die halbe Portion schafft. Was können wir tun, damit unsere Tochter normal isst?
Dr. Margret Ziegler, Ärztliche Leiterin der Sprechstunde für Schreibabys am kbo-Kinderzentrum München, rät:
Julia braucht klare Signale: Beim Essen geht’s ums Essen und nicht um Unterhaltung. Mein Tipp: Nehmen Sie sich bei den Mahlzeiten zurück und lassen Sie Ihren Mann als Entertainer aus dem Spiel. Wenn Julia streikt, machen Sie eine kurze Pause. Lehnen Sie sich zurück und warten Sie ab, bis Julia von sich aus wieder Interesse am Essen zeigt. Spätestens nach 20 bis 30 Minuten beenden Sie die Mahlzeit – liebevoll, ohne zu schimpfen. Sie geben Julia damit die Chance, ihre Hunger- und Sättigungsgefühle besser zu spüren. Solange der Papa den Kasper macht, kommt Ihre Kleine nämlich gar nicht dazu. Vertrauen Sie darauf: Julia holt sich schon, was sie braucht. Wie viel das ist, unterscheidet sich von Kind zu Kind. Wenn Sie mögen, können Sie die nächste Mahlzeit ein bisschen vorziehen.

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