18. Januar 2019

Was Sie dagegen tun können

Immer Ärger mit der Schwiegermutter?

Was Sie dagegen tun können
© djma/Fotolia.com

Zwei Menschen lieben einen Mann: seine Frau und seine Mutter. Das führt leicht zu Rivalitäten. Ein Zehn-Punkte-Plan fürs Konflikt-Management.

„Lars hat angerufen, er kommt in zehn Minuten heim. Hast du schon gekocht? Er hat schließlich den ganzen Tag gearbeitet.“ Zähneknirschend verbeißt sich Sonja (27) eine Bemerkung gegenüber ihrer Schwiegermutter, die ihren eigenen Mann selbstverständlich jeden Abend mit einem warmen Essen verwöhnt hat.

Nicht nur Konflikte

Da schnappt sie zu, die Schwiegermutter-Schwiegertochter-Falle. Natürlich gibt es nicht nur „böse“ Schwiegermütter, sagt Doris Kellner, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin aus Augsburg. Oft verstehen sich junge Frauen besser mit der Schwiegermama als mit der eigenen Mutter. Doch es gibt Familien, in denen sich die Schwiegertochter ständig beobachtet, kritisiert, bevormundet fühlt. Sie hat das ungute Gefühl: Dieser Frau kann ich’s eigentlich nie recht machen. Denn schließlich lieben beide, Ehefrau wie Mutter, denselben Mann. Dadurch kann es zu Konkurrenzdenken kommen.

Die Lage entschärfen: der Zehn-Punkte-Plan

  1. Es ist besser, sich nicht auf ein Rivalinnenspiel einzulassen. Gönnen Sie Ihrer Schwiegermutter den Erfolg, diesen tollen Mann erzogen zu haben.
  2. Welche Erwartungen hat eigentlich Ihre Schwiegermutter? Fragen Sie sie, wie sie sich Ihr Miteinander vorstellt, wie oft sie ihre Enkel sehen möchte. Fühlt sie sich ernst genommen, läuft sicher manches einfacher.
  3. Parallel dazu sollten Sie sich mit dem Partner überlegen, wie Sie sich das Verhältnis zu den Großeltern vorstellen. Sind Sie sich darin einig, können Sie auch an einem Strang ziehen.
  4. Ihr Mann muss Position beziehen.
    Genau darin liegt nämlich häufig das Problem: Manche Männer machen gern nach allen Seiten hin gut Wetter, statt klar Position für ihre Frau zu beziehen. Bei Streit schieben sie der Partnerin den schwarzen Peter zu. Frei nach dem Motto: „Das ist dein Problem. Kläre es selbst mit Mama.“ Sagen Sie ihm, dass seine unklare Haltung Ursache der Probleme ist und dass er mit seiner Mutter sprechen soll.
  5. Ebenso wichtig ist es, möglichst bald zu sagen, was einem nicht gefällt. Klare Worte zu sprechen, kostet zwar Überwindung. Aber es beugt weiteren Einmischungsversuchen vor.
  6. Haben Sie schon mal versucht, neben all den kritischen auch positive Seiten an der Schwiegermutter zu sehen? Ein Mensch ist nie nur negativ. Erwähnen Sie ihre Vorzüge ruhig auch mal im Gespräch.
  7. Vielleicht können Sie auch mal den Rat Ihrer Schwiegermutter annehmen. Oder sie auch danach fragen. Über Bemerkungen wie „Dein Zwiebelkuchen war sehr lecker. Sag mir mal, wie du den machst!“ freut sich jeder.
  8. Anders sieht es natürlich aus, wenn die Ratschläge hauptsächlich verkappte Seitenhiebe sind. Wie Rat ankommt, hängt vom Ton und den Begleitumständen ab. Stimmen die nicht, sollten Sie das in Ruhe ansprechen.
  9. Auch Schwiegermutter war mal Schwiegertochter.
    Ein möglicher Weg ist auch, die Perspektive zu wechseln. Fragen Sie Ihre Schwiegermutter, wie sie die Zeit der jungen Ehe erlebte, wie sie mit ihren Schwiegereltern auskam und wie sie sich das Verhältnis eigentlich gewünscht hätte. Das bringt manches ins Rollen.
  10. Ansonsten gilt: auf Einmischungen möglichst gelassen reagieren. Nicht jeder kann das. Vor allem spontanen oder aufbrausenden Charakteren fällt es unter Umständen schwer. Aber Gelassenheit lässt sich ein bisschen trainieren. Das gilt auch für Ihr Selbstbewusstsein. Denn das brauchen Sie – gerade auch im Umgang mit Ihrer Schwiegermutter.

„Meine Schwiegermutter ist eifersüchtig auf mich!“

Böse Blicke, Sticheleien, fiese Kommentare – eine Gast-Bloggerin, die unerkannt bleiben möchte, schreibt über die Eifersucht ihrer Schwiegermutter. Hier geht’s zum Beitrag!

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