9. Mai 2018

Standesamt, Krankenkasse, Elterngeld-Stelle

Ämtertour nach der Geburt: das Baby anmelden

To do nach der Geburt
© motorradcbr/Fotolia.com

Hurra, das Kleine ist auf der Welt! Doch dürfen Eltern neben der Freude ein paar wichtige Dinge nicht vergessen, denn nach der Geburt stehen einige Behördengänge an. Wo Sie Ihr Baby anmelden müssen:

Das ist jetzt zu erledigen

  • In der Klinik eine Geburtsbescheinigung besorgen.
  • Mit der Geburtsbescheinigung melden Sie Ihr Kind beim Standesamt an. Dort wird die Geburtsurkunde ausgestellt (manche Kliniken bieten an, das zu erledigen, fragen Sie nach). Für die Anmeldung beim Standesamt benötigen Eltern ihre eigenen Geburtsurkunden sowie die Heiratsurkunde oder die Anerkennung der Vaterschaft (bei unverheirateten Paaren).
  • Lassen Sie im Einwohnermeldeamt Ihre Lohnsteuerkarte(n) ändern und beantragen Sie einen Kinderausweis.
  • Das Baby muss auch bei der Krankenkasse angemeldet werden. Dort legen Sie außerdem eine Geburtsurkunde für das Mutterschaftsgeld vor.
    Mutterschaftsgeld steht berufstätigen Frauen, die gesetzlich versichert sind, für sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt zu; bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist um vier Wochen. Die Krankenkasse zahlt 13 Euro pro Tag, die Differenz zum früheren Nettogehalt legt der Arbeitgeber als Zuschuss drauf. Arbeitnehmerinnen, die nicht selbst gesetzlich krankenversichert sind, erhalten statt 13 Euro pro Tag von der Krankenkasse einmalig bis zu 210 Euro Mutterschaftsgeld, und zwar vom Bundesversicherungsamt. Der Arbeitgeberzuschuss bleibt gleich.

So kommen Sie ans Elterngeld

Den Antrag fürs Elterngeld sollten Sie möglichst bald nach der Geburt stellen. Elterngeld wird rückwirkend nämlich höchstens für drei Monate ausbezahlt. Am besten machen Sie sich frühzeitig Gedanken darüber, wie lange Mama und Papa das Baby betreuen. Denn im Antrag müssen Sie sich festlegen, wer für welchen Zeitraum Elterngeld bekommt. Nachträgliche Änderungen sind nur in Ausnahmefällen möglich!

Die Bundesländer sind zuständig

Die Antrags-Vordrucke gibt es oft schon auf der Entbindungsstation, aber sie liegen auch bei Gemeindeverwaltungen oder Krankenkassen aus. In manchen Bundesländern können Sie den Antrag als Online-Formular ausfüllen. Den für Sie zuständigen Ansprechpartner finden Sie in dieser Liste.

An die Krankenversicherung denken

Bei welcher Krankenkasse das Neugeborene versichert wird hängt davon ab, wie hoch das Einkommen der Eltern ist und welcher Kasse oder Versicherung Mutter und Vater angehören. HIER klicken für alle Infos!

Hier gibt es Kindergeld

Sie können den Antrag online bei der Bundesagentur für Arbeit stellen. Dort finden Sie auch weitere Tipps und die Kontaktdaten Ihrer zuständigen Familienkasse. Kindergeld wird rückwirkend nur für sechs Monate gezahlt, es lohnt sich also, das Schreiben rechtzeitig abzugeben. Um Kindergeld zu beantragen, müssen Sie Ihre steuerliche Identifikationsnummer und die des Kindes einreichen.

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