9. Januar 2018

Ganz nah bei Mama

Pucken – Wickeln wie zu Omas Zeiten

Ganz nah bei Mama
© pegbes/Fotolia.com

Vor allem Eltern von Schrei-Babys schwören darauf – pucken. Das heißt, das Baby samt Armen eng in ein Woll- oder Moltontuch zu wickeln. So fühlen sich die Kleinen wie in Mamas Bauch.

Pucken? Viele junge Eltern haben davon noch nie gehört. Andere schwören darauf – vor allem Mütter und Väter, die vorher lange vergeblich nach einem Weg suchten, ihr Baby zu beruhigen. Gepuckt sollen Babys sich fühlen wie im Bauch der Mutter: mit Raum zum Strampeln, aber doch in spürbaren Grenzen, die ihnen Sicherheit vermitteln.

So kann das Pucken gelingen

  • mit einem Molton- oder Wolltuch. Darin wird das Baby zum Schlafen einschließlich der
    Arme (!) am Körper fest und an den Beinen luftig gewickelt; die Technik lassen Eltern sich
    am besten von einer Hebamme oder einer Kinderkrankenschwester zeigen.
  • Mit einem Pucksack (im Baby-Fachhandel). Darin fühlen sich auch wache Winzlinge wohl. Er nimmt Babys Beine und Unterkörper auf und schließt mit einem Bündchen unter den Achseln. Praktisch: Einige Modelle lassen sich zum Wickeln seitlich öffnen.

Wegen der wohligen Wärme bekommen gepuckte Kinder weniger Blähungen und schlafen besser, sagt die Kinderkrankenschwester und Heilpraktikerin Angelika Szymczak. Außerdem spüren sie darin, anders als etwa in einem Strampler, ihre eigenen Beine. Bis auf die Windel bleiben Babys im Pucksack nämlich nackt; nur am Oberkörper brauchen sie noch ein Hemd und je nach Jahreszeit einen Pulli.

Zu warm soll den Kleinen vor allem im Sommer nämlich nicht werden. Das kann zu einer Überhitzung führen und würde im Schlaf das Risiko für den Plötzlichen Kindstod steigern. Säcke und Tücher aus 100 Prozent atmendem Naturmaterial verdienen deshalb unbedingt den Vorzug. Und auch wichtig: Das Kind darf nicht so eng gewickelt werden, dass es Probleme mit der Atmung bekommt!

Wie lange pucken?

Experten wie Babycoach Dr. Daniela Dotzauer empfehlen, Babys lediglich in den ersten Tagen und Lebenswochen zu pucken. Und nur stundenweise, wenn das Baby sehr unruhig ist, aber nicht rund um die Uhr.

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