Die ersten Schritte

Barfuß: das Beste fürs Baby

Der Babyfuß samt seiner Muskulatur, Bändern und Gelenke entwickelt sich erst im Laufe der Kindheit. Lernt ein Baby barfuß laufen, hilft das der Entwicklung der kleinen Füße.

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb das Baby barfuß laufen sollte: Es stärkt die Muskulatur, sorgt für eine gute Körperhaltung, beugt Fehlstellungen vor, ist eine Massage für Körper und Geist und sorgt für ein wirklich gefühltes Erlebnis.

Baby barfuß lassen: Training für die (Fuß-)Muskulatur

Der menschliche Fuß besteht aus 28 Knochen, 107 Bändern, 19 Muskeln sowie zahlreichen Gelenken und Sehnen. Zusammen sorgen sie für die reibungslose Bewegung des Fußes. Ein Kinderfuß muss das Zusammenspiel zwischen den ganzen Knochen, Bändern, Muskeln und Gelenken erst lernen. Dafür eignet sich nichts besser als barfuß zu gehen.

Denn: Füße müssen sich beim Barfußlaufen ständig an die Gegebenheiten des Bodens anpassen. In diesem Fall gibt es keine Schuhe, die als Puffer fungieren und etwaige Unebenheiten ausgleichen würden. Beim Laufen lernen ohne Schuhe sind die Muskeln auf sich allein gestellt, ohne Entlastung durch die dämpfende Funktion der Schuhe. So trainiert das Baby automatisch die Fußmuskulatur, Bänder und Gelenke. Im Gegensatz zum Gehen mit Schuhen, belastet man beim Barfußgehen nämlich den gesamten Fuß und beansprucht alle Muskeln gleichmäßig.

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Laufen lernen ohne Schuhe für eine gute Haltung

Da man beim Barfußgehen nicht nur die Fußmuskeln trainiert, sondern den gesamten Bewegungsapparat, fördert das Laufen lernen ohne Schuhe die Entwicklung des Kinderfußes UND insgesamt eine gesunde Körperhaltung. Denn auch Muskeln, Bänder und Sehnen im Oberkörper sind dabei im Einsatz und stärken die Wirbelsäule.

Babyfüße sind natürlicherweise am Anfang noch ganz platt und haben keine Fußwölbung. Diese muss sich erst im Laufe der Kindheit richtig ausbilden und braucht gute Fußmuskulatur zur Stärkung. Ohne diese gute Fußmuskulatur kann es zu Fehlstellungen wie Spreizfuß, Senkfuß oder Plattfuß kommen. Vermehrtes Barfußgehen kann sogar bereits bestehende Haltungsschäden oder Fehlstellungen im Kindesalter minimieren und ausbessern.

Barfuß laufen lernen. Denn: Schuhe engen ein

Die kleinen Babyfüßchen sind noch nicht fertig ausgebildet und stark formbar. Schuhe oder sogar Strampler und Söckchen engen die Füße oft so stark ein, dass sie sich verformen. Auch aus diesem Grund sollte das Baby möglichst oft barfuß krabbeln und laufen.

Natürlich gibt es Situationen, in denen ein passender Babyschuh notwendig ist. Haltet ihr euch beispielsweise viel draußen auf und bewegt sich euer Baby dort auf gefährlichen oder unbekannten Oberflächen, ist es ratsam, Schuhe anzuziehen. Natürlich spielt auch die Jahreszeit eine Rolle. Im Winter ist es zu kalt, im Sommer ist aufgrund der starken Hitze Vorsicht geboten: Aufgeheizter Asphalt, Terrassenplatten oder Sand sind für die empfindlichen Füße sehr schmerzhaft!

Wenn ihr Schuhe kauft, achtet unbedingt auf die richtige Größe. Messt dafür immer beide Füße eures Babys ab – oft entwickeln sie sich nicht ganz gleichmäßig – und fertigt am besten eine Schablone an, die ihr dann mit in den Schuhladen nehmt. Barfußschuhe, die dem richtigen Barfußlaufen am ähnlichsten sind, gibt es auch schon für Babys (Anbieter siehe unten im Kasten).

Barfuß schon beim Baby die Fußreflexzonen stimulieren

Bei Fußreflexzonen handelt es sich um genau definierte Punkte an der Unterseite des Fußes, die laut traditioneller chinesischer Medizin Verbindungen zu diversen Organen und Bereichen unseres Körpers aufweisen. Eine gezielte Massage dieser Druckpunkte wirkt entspannend und schmerzlindernd.
Barfußgehen ist wie eine Massage der Fußreflexzonen. Es sorgt für ein gesteigertes Wohlbefinden und fördert die Durchblutung. Geht euer Baby viel barfuß, bekommt es ganz automatisch eine wohltuende Massage, die Körper und Geist anregt.

Barfußlaufen als Erlebnis

Nicht zuletzt ist Barfußlaufen auch ein echtes Erlebnis! Seid ihr schon einmal barfuß durch eine Wiese gelaufen und habt die Grashalme zwischen euren Zehen gespürt? Die warmen Sonnenstrahlen auf eurem Fußrücken und die kalte Erde auf der Fußunterseite? Dann wisst ihr genau, wie schön sich barfuß laufen anfühlt und, dass es keinen Grund gibt, eurem kleinen Schatz diese Erfahrung zu verwehren.

Auf speziell ausgewiesenen Barfuß-Pfaden oder Kneippanlagen erkunden Groß und Klein diverse Untergründe mit ihren nackten Füßen und tun dabei der Gesundheit etwas Gutes. Solche Barfuß-Pfade kann man sogar ganz einfach daheim nachmachen. Dafür legt man ein paar verschiedene Stationen mit unterschiedlichen Materialien in einem etwas längeren Weg an. Als Materialien eignen sich beispielsweise Moos, Sand, Holz, Steine oder Rindenmulch. Ein Gefäß mit Wasser sollte am Ende des Pfades nicht fehlen. Damit werden die Füße wieder sauber und zudem macht es Spaß, etwas zu planschen.

Ganz generell hilft mal also der Entwicklung der Füße und der allgemeinen Körperhaltung, wenn man das Baby so oft wie möglich beim Krabbeln und Laufen barfuß – und auch ohne Socken – lässt.

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