Neues erlernen

Wachstumsschub beim Baby: Alle 8 Entwicklungsschritte auf einen Blick

Es ist und bleibt ein Wunder, wie schnell Babys wachsen. Von einer Woche zur nächsten kann sich ihr Verhalten komplett ändern. Doch ein Wachstumsschub bedeutet nicht nur für euer Baby eine große Herausforderung – auch wir Eltern haben damit zu kämpfen. Schlafprobleme oder Stillmarathon? Keine Seltenheit.

Gestern hat sich euer Baby noch komplett anders verhalten und heute ist alles anders? Keine Sorge: Wahrscheinlich steckt ein Wachstumsschub dahinter. Auch wenn sich der Schlafrhythmus plötzlich ändert, euer Kind ständig und aus dem Nichts heraus schreit, ja, dann könnte sich ein neuer Entwicklungsschritt ankündigen. Ein Wachstumsschub bei eurem Baby bedeutet nicht nur bloßes Durchhalten, sondern auch großes Staunen. Und zwar über die vielen neuen Fähigkeiten.

Was genau ist ein Wachstumsschub beim Baby?

Tatsächlich ist der Begriff Wachstumsschub etwas missverständlich. Denn gemeint ist damit nicht, dass das Baby auf einmal viel schneller wächst. Nein, gemeint sind damit vielmehr gewisse Entwicklungsschübe. Die Kleinen sind in diesen sehr speziellen Phasen mit einer sprunghaften motorischen und kognitiven Entwicklung beschäftigt. Und das äußert sich in den meisten Fällen durch ein schlagartig verändertes Verhalten: Bei den einen mehr, bei den anderen weniger.

Welche Symptome und mögliche Anzeichen gibt es?

Doch woran könnt ihr genau erkennen, dass es sich um einen Wachstumsschub handelt und nicht etwa um einen Infekt? Wachstumsschübe kündigen sich in der Regel dadurch an, dass euer Säugling plötzlich extrem weinerlich oder besonders anhänglich ist. Viele Babys wollen den ganzen Tag nur herumgetragen werden. Wer Neues lernen will, der verlässt schon einmal die gewohnten Pfade und begibt sich auf neues Terrain. Das ist auch bei den ganz Kleinen so. Umso verständlicher, dass sich das Baby bei Mama verkriecht und bei ihr Schutz sucht. Unbekanntes macht schnell ängstlich und unsicher.

Das Erlernen neuer Fä­hig­kei­ten be­ein­flus­st das komplette Ver­hal­ten eures Kindes. Und das kann leider auch mal zur Belastung für den zarten Körper werden.

Hier sind Symptome und Anzeichen im Überblick, die daraufhin deuten können, dass euer Baby gerade einen Wachstumsschub durchmacht: 

  • Heftige Stimmungsschwankungen machen sich bemerkbar. Gerade war das Baby noch fröhlich, jetzt beschwert es sich nur noch.
  • Das Baby ist allgemein wei­ner­li­cher als sonst. 
  • Das Baby schläft we­ni­ger oder viel mehr. Auch Schlafprobleme oder -störungen sind keine Seltenheit. 
  • Das Baby wird während des Schubes zum Klammeräffchen und ist anhänglicher als gewohnt. Es möchte den gan­zen Tag nur ge­tra­gen wer­den. Ablegen? Gar nicht so einfach. 
  • Windelwechseln wird zum Staatsakt: Das Stillhalten und Ruhigbleiben ist fast unmöglich. 
  • Das Baby hat mehr Appetit als sonst – oder aber auch gar keinen Hunger.
  • Der Schnuller oder der Daumen wird häufiger zum Nuckeln genommen. 
  • Viele Babys fangen an zu fremdeln oder sind schreckhafter als zuvor. 

All diese Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben. Oder es steckt mal wieder ein neuer Zahn dahinter. Wenn ihr euch unsicher seid oder die Symptome länger anhalten, solltet ihr zur Sicherheit einen Kinderarzt aufsuchen. 

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Wann treten die Entwicklungsschübe auf?

Nun stellt sich natürlich die große Frage nach dem Wann. Gut zu wissen ist dabei, dass es in den ersten 14 Monaten insgesamt acht Wachstumsschübe gibt. Diese dauern meistens jeweils sieben Tage lang an – manchmal jedoch auch länger. Die gute Nachricht? Dazwischen könnt ihr euch über entspannte Phasen freuen. Und auch darüber, das Neugelernte eures Babys zu feiern und zu beobachten. Hilfreich können in dieser "Ich zeige-Mama-und-Papa-was-ich-neu-kann-Phase" passende Spielzeuge oder ganz simple Alltagsgegenstände sein, welche die neuen Fähigkeiten fördern.

Es stellt sich recht schnell heraus, dass die zeitliche Abfolge – zumindest bei termingerecht geborenen Babys – ziemlich einheitlich ist. Warum? Das Nervenwachstum im Gehirn ist maßgeblich dafür verantwortlich. Wenn das Kind früher zur Welt gekommen ist oder die Mutter übertragen hat, können sich die Zeitpunkte der einzelnen Schübe auch verschieben – nach vorne oder nach hinten.

Unser Tipp: Es gibt spezielle Apps, die genau voraussagen, wann ein neuer Entwicklungsschub naht und wann Eltern mit einer entspannten Phase des Babys rechnen können. Dazu gibt es viele Informationen über neue Fähigkeiten (z.B. Oje, ich wachse).

10 - 14. Lebenstag – so früh im ersten Schub?

Seit zwei Wochen ist euer Baby nun erst auf der Welt. Aber ist es nicht noch viel zu früh für einen Wachstumsschub? Tatsächlich handelt es sich in den ersten beiden Wochen um keinen echten Schub, dennoch passiert schon einiges im Körper der Kleinen und es zeigen sich einige Veränderungen. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass das Baby von Bauchweh geplagt wird. Häufige Anzeichen dafür? Das Anziehen der Beine an den Körper, auffällige Verdauungsgeräusche oder andauerndes Schreien. Einige Säuglinge kämpfen in den ersten drei bis vier Monaten mit Blähungen, auch bekannt als Dreimonatskoliken. Deren genaue Ursache ist noch unklar, doch höchstwahrscheinlich gibt es einen Zusammenhang mit dem noch unausgereiften Verdauungssystem des Babys. Auch kann etwa beim Trinken zu viel Luft in den Bauch gelangen. Der Fliegergriff, sanftes Radfahren, Bauchmassagen oder Kümmelzäpfchen können Linderung schenken.

1. Wachstumsschub: ab der 5. Woche

Wenn das Baby knapp fünf Wochen jung ist, kann es sein, dass Eltern erste Veränderungen an ihrem Kind wahrnehmen. Sind Säuglinge knapp einen Monat auf der Welt, haben sie beispielsweise häufig einen unstillbaren Hunger, hängen nur noch an Mamas Brust oder fordern ein Fläschchen nach dem anderen. Alles andere wird nicht akzeptiert. Die Schwierigkeit für die jungen Eltern: Die bisher von Erfolg gekrönten Beruhigungsrituale wirken nicht mehr. Dann heißt es: Kreativ werden, ausprobieren und neue Strategien finden.

Diese Fähigkeiten werden beim ersten Wachstumsschub erlernt

Von richtigen Fähigkeiten kann man in diesem jungen Alter noch nicht sprechen. Dennoch passiert eine Menge im Körper des Babys. Insbesondere die inneren Organe entwickeln sich weiter. 

  • Das Baby wird viel aufmerksamer und nimmt die Umwelt viel bewusster wahr. 
  • Überraschung: Ein erstes Lächeln und Glucksen sind nun möglich.
  • Es kann nun Verdauungsschwierigkeiten besser regulieren.
  • Scharfes Sehen über weitere Distanz wird leichter. 
  • Echte Tränen weinen: Die Tränendrüsen bilden sich final aus.

2. Wachstumsschub: ab der 8. Woche

Euer sonst so fröhliches Baby überrascht plötzlich mit ständigem Weinen und Nörgeln? Diese Anzeichen sind typisch für einen Schub. Der zweite Entwicklungssprung beginnt mit rund zwei Monaten. Bei einigen ist es (leider) auch so, dass der erste nahtlos in den zweiten Wachstumsschub übergeht – ohne Verschnaufpause. Jetzt geht es um die Sinneswahrnehmungen eures Kindes, etwa Ohren, Nase, Augen und Hände (Tastsinn) werden erforscht. Es schaut uns gerne beim Essen zu, ist fasziniert von Lichtquellen und von allem, was glitzert und sich bewegt. Gleichzeitig können ihm all diese neuen Reize aber auch Angst machen und das Kleine überfordern. Die Lösung? Viel Nähe und noch mehr Kuscheleinheiten. 

Neu erlernte Fähigkeiten nach diesem Schub

  • Das Baby kann mit der Faust gegen Objekte schlagen.
  • Das Erkennen von einzelnen Gegenständen und Formen fällt leichter. Tipp: Ein Mobile bereitet eurem Kind nun eine große Freude. Genauso wie leuchtende und glitzernde Gegenstände oder Rasseln. 
  • Es gibt verschiedene Laute von sich.
  • Mittlerweile kann euer Sprössling seinen Kopf selbst hochhalten und ihn in die Richtung eines Geräusches oder eines Gegenstandes drehen. 
  • Das Baby schneidet Grimassen und beginnt, mit seinem Gesicht zu spielen.

3. Wachstumsschub: ab der 12. Woche

Der dritte Wachstumsschub steht an. Bald ist das Kleine dazu in der Lage, auf eure Stimmungen zu reagieren. Im Klartext heißt das: Das Sozialverhalten entwickelt sich rasch weiter. Ein Beispiel: Ihr lächelt es an, es kann zurücklächeln. Außerdem kommt es vor, dass sich euer Nachwuchs inzwischen häufiger auf den Bauch dreht und dabei seinen Kopf nach oben reckt. Die Neugier auf die Welt wird zudem immer größer. Außerdem entdecken eure Kleinen mit zwölf Wochen ihre eigene Stimme. Sie erzählen den ganzen Tag und probieren leise und laute Töne aus. Wichtig: Bitte nicht unterbinden, auch nicht das laute Kreischen. Es handelt sich dabei um einen Teil der kognitiven Entwicklung – und um ein Trainingsmodell für die Stimm­bän­der sowie die Lip­pen- und Zun­gen­mus­ku­la­tur. Kommuniziert viel: Lacht zurück, wenn euer Baby euch anlacht und sprecht viel mit ihm.

Was lernt das Baby in diesem Entwicklungsschub?

  • Erste Kommunikation: Die Stimme wird entdeckt und ausprobiert. 
  • Das Sozialverhalten entwickelt sich und das Baby kann jetzt zurücklächeln. 
  • Die Bewegungen werden immer sicherer und zielgerichteter.

4. Wachstumsschub: ab der 18. Woche

Die­ser Schub dau­ert bei vie­len Ba­bys etwas länger an – vier bis sechs Wo­chen sind keine Seltenheit. Bei dem vierten Wachstumsschub handelt es sich so­mit um den allgemein längs­ten Ent­wick­lungs­sprung. In dieser Phase wächst euer Baby besonders viel – eventuell passen einige Kleidungsstücke nach Ende des Schubes nicht mehr. Es versucht nun, nach Dingen zu greifen oder sie sich in den Mund zu stecken. Ein Indiz dafür, dass auch die sogenannte orale Phase beginnt. 

Das Baby wird in seinen Bewegungen immer sicherer und greift nur noch selten daneben, wenn es etwas anfassen möchte. Es kann inzwischen auch einhändig greifen und einen Gegenstand von der einen zur anderen Hand führen. Besonders niedlich ist außerdem, dass euer Kind nun auf sein eigenes Spiegelbild reagiert. Es lacht sich schlapp über das, was es im Spiegel sieht. Allerdings kann es auch sein, dass es seinem Spiegelbild eher ängstlich begegnet. 

Ein weiterer wichtiger Meilenstein: Euer Kleines lernt, dass fließende Übergänge mehrere Handlungen beinhalten können und somit zu einem Ereignis verschmelzen. Ein Flummi rollt also nicht nur von einem Punkt zum anderen, nein, er kann außerdem noch springen. Euer Baby ruft nun eigene Ereignisse hervor, indem es zum Beispiel eine Rassel nicht bloß greift, sondern sie auch schüttelt, um Geräusche zu erzeugen. Mit den neu erlernten Ereignissen macht auch die Sprach­ent­wick­lung ei­nen großen Sprung. Die pro­du­zie­ren Lau­te klingen in ihrer Abfolge schon fast wie ganze Sät­ze. 

Es ist dem Baby nach diesem wichtigen Wachstumsschub auch möglich, zu begreifen, dass Gegenstände, die hinter dem Rücken versteckt werden, nicht weg sind. Sie schauen ihm nach und warten auf sein erneutes Erscheinen. Die meisten Babys erfreuen sich jetzt besonders am Kuckuck-Spiel. 

Einige Kinder, die motorisch schon etwas weiter sind, können sich inzwischen vielleicht schon eigenständig vom Rücken auf die Seite drehen – oder gar schon auf den Bauch. Euer Schatz liegt auf dem Rücken, strampelt stark, streckt sich durch, will sich eventuell auch abstützen. Doch das gelingt noch nicht so wie eigentlich gewollt. Auch das Schieben nach vorne und hinten zeigt, dass das Kind bald mit dem Krabbeln anfangen möchte. Liegt es auf dem Bauch, so kann es jetzt die Arme dabei ausstrecken. 

Da der Wachstumsschub ab der 19. Woche länger dauern kann, solltet ihr euch als Eltern in Geduld üben und euer Baby in Sicherheit wiegen. Feste Routinen und Rituale können dabei helfen, den Tag besser zu strukturieren.

Das sind die wichtigsten neuen Fähigkeiten im Überblick:

  • Das Baby wächst schneller und nimmt an Muskelmasse zu.
  • Beginn der oralen Phase: Erstes Zahnen möglich – alles wandert in den Mund. 
  • Das Kind versteht, dass fließende Übergänge mehrere Handlungen beinhalten können und somit zu einem Ereignis werden.

5. Wachstumsschub: ab der 26. Woche

Diese Phase dauert meistens nicht allzu lange an, dennoch handelt es sich um einen wichtigen und spannenden Paragrafen im noch so kurzen Leben eures Kindes. Schon bald sind große Fortschritte beim Baby erkennbar. Denn jetzt wird es emotional – im wahrsten Sinne des Wortes. Euer Kind schreit womöglich mehr, hat häufiger schlechte Laune und wird auch mal richtig grantig. Es lernt jetzt nicht nur, verschiedene Gefühle zu differenzieren, es kann diese auch deutlich zeigen. Eine wei­te­re neue Fähigkeit: Die Er­kennt­nis, dass eine Hand­lung meistens eine andere ver­ur­sa­cht. 

Außerdem kann das Baby bald auch Zusammenhänge herstellen und verstehen, dass Dinge im räumlichen Abstand zueinander stehen. Wird der Abstand zu groß – verlässt Mama zum Beispiel den Raum – weint das Kind und fühlt sich hilflos und allein. Es lernt aber auch, dass die Mutter durch das Weinen zurückkommen kann. Erstes Fremdeln ist möglich, auch gegenüber sonst vertrauten Personen wie Oma und Opa.

Welche neuen Fähigkeiten werden erlernt?

  • Entdeckung und Zurschaustellung von Emotionen und Gefühlen. 
  • Das Kind übt gezieltes Handeln nach dem Ursache-Wirkungs-Prinzip.
  • Das Wahrnehmen und Einschätzen von Entfernungen zwischen zwei Gegenständen oder Personen wird möglich. 
  • Es erkennt Zusammenhänge zwischen Gegenständen und Personen.
  • Einige Babys können frei sitzen oder sich hochziehen. 
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6. Wachstumsschub: ab der 37. Woche

Auf einmal wird alles, ja, wirklich alles auf den Boden geworfen, ganz besonders am Essenstisch. Nichts scheint mehr sicher zu sein. Doch bleibt gelassen und ruhig. Bei jedem Wurf lernt euer Baby etwas dazu. Es testet die Eigenschaften jedes Gegenstandes. Ist er weich oder hart? Laut oder leise? Das Baby stellt Zusammenhänge her und ordnet Dinge und Personen gewissen Kategorien zu. 

Diese neuen Fähigkeiten werden erlernt:

  • Euer Baby wird mobiler und beginnt jetzt vielleicht mit dem Robben oder Krabbeln. 
  • Das mag ich, das mag ich nicht: Das Baby zeigt deutlich Vorlieben und Abneigungen (z.B. beim Essen).
  • Es kann sich besser erinnern. Ablenkungsmanöver werden schwieriger.
  • Das Kind kann jetzt Kategorien bilden – und ihnen gewisse Dinge zuordnen. Ein Beispiel: Es versteht, dass der Ball im Garten anders aussieht als der Ball im Buch. Und vor allem, dass beide dennoch zur Kategorie “Bälle” gehören.
  • Das Baby zeigt auf Dinge und will wissen, wie wir diese benennen.

7. Wachstumsschub: ab der 47. Woche

In diesem Wachstumsschub werden die Kleinen tatsächlich babyhafter. Das heißt: launischer, weinerlicher und deutlich unzufriedener. Auch leichte bis mittelschwere Wutanfälle sind keine Seltenheit. Jetzt entdeckt euer Baby die Welt der Reihenfolgen und wird bald verstehen, dass gewisse Handlungen nacheinander ausgeführt werden müssen, um sie erfolgreich abzuschließen.

Welche neuen Fähigkeiten werden erlernt?

  • Das Kin­d lernt, dass es eine be­stimm­te Rei­hen­fol­ge einhalten muss, um ein Ziel zu erreichen: Zum selbstständigen Essen muss es den Löf­fel in den Brei tauchen, da­nach zum Mund führen und hineinstecken. 
  • Es ahmt Gebärden nach und wiederholt die Handlungen der Eltern.
  • Euer Kind kann eventuell schon selbstständig vom Sofa oder dem Bett herunterklettern.
  • Oft sagen Babys jetzt auch ihr ers­tes Wort.
  • Krabbeln und allein sitzen? Beides ist nun schon möglich. Das Baby kann jetzt seine Umgebung fleißig erkunden.

8. Wachstumsschub: ab der 55. Woche

Jetzt ist es soweit, ihr habt offiziell ein Kleinkind – und kein Baby mehr. Erste Trotzphasen und Wutausbrüche stellen Eltern nun vor eine Geduldsprobe. Sie sind aber ganz normal. Einjährige Kleinkinder wissen eben ganz genau, was sie möchten und diesen eigenen Willen wollen sie mit aller Kraft durchsetzen. Häufig fangen sie auch erneut an, zu fremdeln. Schlafen? Völlig unnötig, wenn es nach eurem Schatz geht. Das Zubettgehen wird womöglich zum Machtkampf. Und wenn es einmal eingeschlafen ist, kann es nach kurzer Zeit wieder aufwachen. Aber auch das geht wieder vorbei. Wie jede Phase.

Diese Fähigkeiten wird euer Kleinkind bald erlernen:

  • Einjährige Entdecker wagen erste Laufversuche.
  • Euer Baby spielt Alltagssituationen nach, zum Beispiel das tägliche Haarkämmen, Telefonieren oder Autofahren. 
  • Es kann schon nahezu allein essen und lehnt jeden Hilfsversuch ab.
  • Die Trotzphase macht ihrem Namen alle Ehre. Nein-Sagen wird zum Hobby!

Phänomen Wachstumsschub: Euer Baby schläft viel mehr als sonst

Während eines Wachstumsschubs kann es vorkommen, dass euer Baby gar nicht schlafen mag oder aber besonders viel Schlaf benötigt – und seine Ruhephasen gehörig ausdehnt. Kein Wunder, schließlich ist das Wachsen anstrengend für den kleinen Körper. Wachstumsschub Baby: Es handelt sich um einen Ausnahmezustand und es ist völlig normal, wenn euer Kind jetzt mehr schläft als sonst.

Schmerzen: Tun dem Baby Wachstumsschübe weh?

Die Annahme, dass unsere Babys durch den puren Schub Schmerzen erleiden müssen, liegt nahe. Doch Wachstumsschübe an sich verursachen keine Schmerzen. Ja, auch wenn Quengeln und Schreien zeitweise zur Tagesordnung gehören. Ihre Körper sind dafür konzipiert, im ersten Jahr so stark zu wachsen. So rasant wird das Wachstum niemals wieder passieren. Es ist schon ein großes Wunder!

Also, macht euch keine Sorgen, wenn sich das Verhalten eures Sprösslings plötzlich ändert. Das ist im Schub ganz normal und hat in der Regel nichts mit Schmerzen zu tun, die durch den Schub allein ausgelöst werden. Aber: Wer sich unwohl fühlt und dennoch glaubt, dass Schmerzen der Grund für diese Verhaltensänderung sind, sollte auf sein Bauchgefühl hören. Sprecht im Zweifel einmal mehr als zu wenig mit eurem Kinderarzt.

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