28. Januar 2019

Die Signale deuten

Was dahinter steckt, wenn das Baby weint

Von A bis Z
Valeriy Velikov/Shutterstock.com

Wenn ein Neugeborenes weint, kann das viele Gründe haben. Am Anfang fällt es besonders schwer, das Weinen zu deuten. Wir verraten, auf welche Signale Eltern achten können.

Hunger, Durst oder Schmerzen?

  • Wenn ihr Baby auĂźergewöhnlich viel schreit, können auch organische GrĂĽnde die Ursache sein: Fieber, Schmerzen, Impfungen, Allergien und Ausschlag, Windelekzeme, Hunger oder Durst.
  • Das Hungergeschrei lässt sich leicht erkennen: Das Baby dreht den Kopf suchend hin und her und saugt an allem. Zuerst wimmert es leise, dann weint es immer lauter. Wenn Ihr Baby schreit, atmet es nicht gleichmäßig. Tragen Sie es eine Zeit lang, bis es sich beruhigt hat, und fĂĽttern Sie es dann. Einem weinenden Kind darf man nicht die Brustwarze oder den Flaschensauger in den Mund geben. Es könnte sich verschlucken.
  • Viele Neugeborene schreien, sobald sie ausgezogen werden. Sie vermissen den Kontakt vom Stoff zur Haut. Trick: Es hilft, dem Baby ein weiches Tuch auf den Bauch zu legen, während Sie es ausziehen.

Hier finden Eltern Hilfe

Wenn das Baby stundenlang schreit oder nachts keine Ruhe findet, kommen Eltern irgendwann an ihre Grenzen und brauchen professionelle Hilfe. Hier finden Sie Adressen von Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Auch Babys brauchen eine Pause

  • Schon die Allerkleinsten suchen instinktiv das Gesicht der Mutter. Ein Baby zeigt damit: Ich möchte, dass du dich um mich kĂĽmmerst und mit mir sprichst. Neugeborene lieben den vertrauten Tonfall von Mamas Stimme. Allerdings: Manchmal wĂĽnschen sich Babys eine Pause. Dann haben sie von Mamas Zärtlichkeit genug. Wenn Ihr Kind das Köpfchen zur Seite dreht und den Blick von Ihnen abwendet, braucht es seine Ruhe. Werden Babys pausenlos getragen, geschaukelt und gestillt, sind sie irgendwann ĂĽberreizt und schreien sich in Rage.
  • Babys mögen es, wenn Eltern fĂĽr sie singen. Wiegenlieder beruhigen, weil ihr Rhythmus so gleichmäßig ist – hier finden Sie die Texte von sieben bekannten Schlafliedern. Wiegen Sie Ihr Baby beim Singen sanft hin und her. Es kommt nicht darauf an, was Sie singen. Wichtig ist nur, dass Ihre Stimme leise und etwas monoton klingt.
  • Wenn Ihr Baby abends im Bettchen weint, dann plötzlich aufhört und sofort wieder losbrĂĽllt, ist es ĂĽbermĂĽdet und ĂĽberreizt. Der kurze Rhythmus zwischen laut und leise beim Schreien ist ein typisches Zeichen dafĂĽr. Legen Sie Ihr Baby am besten hin und warten Sie ab. Eltern wirken beruhigend, wenn sie bei ihrem Kleinen sitzen und es streicheln.
  • Ein Kind soll nicht unnötig lange schreien. Denn es findet aus eigener Kraft nicht mehr aus seinem Kummer heraus. Babys, die erst nach langem Weinen getröstet werden, gewöhnen sich das Schreien regelrecht an.
  • Babys lieben Wiederholungen. Deshalb sind Rituale wichtig – auch beim Trösten. Wenn Sie Ihr Baby immer in der gleichen Weise auf dem Arm halten, lernt es schneller, sich zu beruhigen.
  • Wenn Sie wissen, wann Ihr Baby besonders viel schreit, können Sie diese Zeiten am Tag oder Abend durch Spazierengehen mit Ihrem Kind ĂĽberbrĂĽcken.

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