Erste Hilfe

Die Herzdruckmassage

Bei einer Herzdruckmassage ersetzt du gewissermaßen von außen die Pumpleistung des Herzens und versorgst so die lebenswichtigen Organe, vor allem das Gehirn, mit Sauerstoff.

Das Kind muss dabei mit nackter Brust flach auf einer harten Unterlage liegen. Den richtigen Druckpunkt für die Massage findest du bei einem Baby auf dem Brustbein, einen Finger breit unterhalb einer gedachten Verbindungslinie zwischen den Brustwarzen.

Stelle Zeige- und Mittelfinger einer Hand senkrecht auf diesen Punkt; mit der anderen hälst du den Kopf in der richtigen leicht überstreckten Position. Drücke die beiden Finger dann 15-mal zwei Zentimeter tief – pro Sekunde etwa zweimal. Dann beatmest du das Kleine dreimal, drückst wieder 15-mal. In diesem Rhythmus machst du weiter mit Beatmung und Massage, bis das Kind wieder zu atmen beginnt oder du einen Puls tasten kannst.

Wenn das Kleine älter als ein Jahr ist, musst du einen anderen Druckpunkt wählen. Du findest ihn, wenn du seinen unteren Rippenbogen und daran entlang bis zum unteren Ende des Brustbeins tastest. Zwei Finger breit darüber legst du einen Handballen auf und drückst drei bis vier Zentimeter tief; achte dabei darauf, dass deine Schultern senkrecht über dem Druckpunkt sind. Der Rhythmus von Massage und Atemspende ist der gleiche wie bei einem Baby.

Wichtig: Drücke nicht ruckartig, sondern gleichmäßig. Und achte darauf, dass der Brustkorb des Kleinen sich nach jedem Druck wieder auf seine normale Größe ausdehnen kann.

Glücklicherweise sind solche Wiederbelebungs-Maßnahmen bei den meisten Unfällen nicht nötig. Wenn im Ernstfall kein ausgebildeter Helfer eingreifen kann, solltest du es aber unbedingt versuchen. Auch wenn du dich dabei unsicher fühlst: Vielleicht ist es lebensnotwendig für das Kind.

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