3. Februar 2018

Säfte, Tabletten, Tropfen & Zäpfchen

Medikamente richtig geben

Säfte, Tabletten, Tropfen & Zäpfchen
© detailblick/Fotolia.com

Wenn Ihr Kleines krank ist, wollen Sie ihm so gut wie möglich helfen. Das geht oft nicht ohne Arznei. Aber viele Babys weigern sich, Saft oder Tropfen zu schlucken. Wie Sie welche Medikamente am besten geben.

Viele Eltern trauen sich nicht zuzugeben, dass sie es nicht geschafft haben, ihrem Kind ein Medikament zu geben, weiß Kinderarzt Dr. Bernd Simon aus München. Und sie probieren zu Hause die abenteuerlichsten Dinge aus, damit es doch klappt. Weigert sich Ihr Kleines partout, den Saft oder eine aufgelöste Tablette zu schlucken, sprechen Sie am besten mit Ihrem Kinderarzt. Zusammen können Sie überlegen, was zu tun ist, vielleicht kann der Arzt ein anderes Medikament verschreiben. Dr. Bernd Simon gibt geplagten Eltern schon mal eine Pipette oder Aufzieh-Spritze ohne Nadel mit (auch in Apotheken erhältlich). Eltern können die Arznei damit ganz hinten auf die Zunge ihres Babys träufeln, dort gibt es kaum Geschmacksnerven.

Säfte, Zäpfchen & Tropfen

Eltern sollten sich nicht scheuen, eine zweite Person um Hilfe zu bitten, die das Kind hält, während die Mutter oder der Vater ihm die Arznei gibt. Strampelnde Babys kann man fest in eine Decke einwickeln, um sie ein wenig zur beruhigen. Arznei-Säfte deponieren Sie am besten im Kühlschrank, denn gut gekühlt schmecken die Säfte nicht ganz so stark. Die Kälte betäubt kurzzeitig die Geschmacksnerven auf der Zunge. Und sollte der Saft immer noch bitter schmecken, dann geben Sie Ihrem kleinen Patienten ein wenig von seinem Lieblingsgetränk zum Nachspülen – und als Belohnung.
Eine altbewährte Methode, einem größeren Kind die Einnahme von Saft oder Tropfen zu versüßen: Träufeln Sie die Arznei auf ein halbes Stück Würfelzucker.

Zäpfchen geben Sie ihrem Kind am besten, wenn es mit angewinkelten Beinen auf der Seite liegt. Sie können das Zäpfchen ein wenig mit Wasser oder Spucke anfeuchten. Damit es nach dem Einführen nicht gleich wieder hinausrutscht, drücken Sie die Pobacken Ihres Kindes kurz leicht zusammen.

Hat Ihr Kleines Ohrenschmerzen oder eine Mittelohrentzündung, sind Tropfen am besten geeignet, um die Beschwerden zu lindern. Wenn Sie den Kopf Ihres Kindes seitlich auf Ihren Schoß legen, können die Tropfen gut und sicher in das Ohr hineinlaufen. Für Ihr Kind ist es angenehmer, wenn Sie das Fläschchen mit der Flüssigkeit vorher in der Hand auf Körpertemperatur erwärmt haben. Wichtig bei allen Tropfen: Berühren Sie mit der Pipette nicht das kranke Ohr oder Auge, sonst können Bakterien in die Arznei gelangen.

Kommentar schreiben

Mit Absenden deines Kommentars erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner hier angegebenen Daten einverstanden (Datenschutzerklärung). Diese werden nur zur Verwaltung der Kommentare verwendet und keinem anderen Zweck zugefügt. Du kannst jederzeit per E-Mail an datenschutz@bayard-media.de der Speicherung deiner Daten widersprechen.

* Notwendige Angaben

Menü
nach oben
X
Cover
Leben & erziehen – das Elternmagazin. ❯ Jetzt reinblättern