Impfungen

Blutvergiftung durch Meningokokken vermeiden

Die kleine Isabella* musste es erleben: Sie hat eine Meningokokken-Infektion durchgemacht und eine Blutvergiftung mit Folgeschäden davongetragen. Mit Impfungen kann man die Kinder schützen.

Laut Robert-Koch-Institut gab es 2018 in Deutschland 295 Meningokokken-Fälle. Keine besonders hohe Zahl. Doch leider kann eine solche Infektion innerhalb von Stunden tödlich verlaufen. Denn es kommt möglicherweise zu einer Gehirnhautentzündung oder einer Blutvergiftung (Sepsis). Daher ist es wichtig, die Symptome frühestmöglich zu erkennen und schnellstmöglich zum Arzt zu gehen.

Isabellas Mutter Julia* hat das zum Glück getan: Mit sieben Monaten hatte Isabella Fieber, das nicht herunterging, und leichten Durchfall. Im Krankenhaus wurde sie jedoch nicht aufgenommen, da die Symptome auf einen grippalen Infekt hindeuteten. Eine Dreiviertelstunde später lief Isabella blau an, war schlaff und krampfte. Also fuhr ihre Mutter sie erneut ins Krankenhaus – diesmal ein anderes. Vermutung: eine Sepsis (Blutvergiftung) nach einem Harnwegsinfekt. Später kam es zu Hauteinblutungen am ganzen Körper. Erst jetzt wurde eine Blutvergiftung durch Meningokokken bestätigt.

Zum Glück überlebte die heute zweijährige Isabella. Doch mehrere Monate in Kliniken und diverse weitere Erkrankungen waren und sind noch immer eine große Belastung für die ganze Familie. Die Blutvergiftung zerstörte das Gewebe an Isabellas Beinen, es waren rund 50 Operationen nötig, um Haut an den Beinen zu transplantieren. Noch immer weint Isabella nachts vor Schmerzen, und sie ist weiterhin in Behandlung. Aufgrund ihres geschwächten Immunsystems kann sie keine Kita besuchen. Und auch Probleme beim Knochenwachstum werden sie weiterhin begleiten.

Dies sind nur einige der durch eine Meningokokken-Infektion möglichen Folgen.

Schutz durch Impfungen

Viele Eltern wissen nicht, dass es verschiedene Meningokokken-Gruppen gibt und standardmäßig nur gegen eine von ihnen geimpft wird. Daher sollte man sich unbedingt informieren (beispielsweise unter meningitis-bewegt.de) und mit dem Kinder- und Jugendarzt sprechen.

* Namen wurden geändert.

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