Keine Chance für Karies

Muttermilch schützt vor Karies

Zucker ist schlecht für die Zähne, das ist allgemein bekannt. Aber was ist mit Milchzucker? Können Kinder schon von Muttermilch Karies bekommen?

Muttermilch enthält Zucker, das stimmt. Aber ist dieser auch schädlich für die Zähne? Nein, denn es handelt sich dabei um Laktose, also um Milchzucker. Im Vergleich zu Industriezucker senkt er den pH-Wert im Mund kaum. Damit aber Karies entsteht, braucht es erstens jemanden, der die Infektionserkrankung Karies überträgt, und zweitens Säuren, die den Zahnschmelz aufweichen.

Wundermittel Muttermilch

Gelangen Karieserreger in den Mund - zum Beispiel dadurch, dass die Eltern den Löffel oder Schnuller abschlecken - hilft die Muttermilch sogar. Sie enthält nämlich Immuglobuline, also Abwehrstoffe, die gegen Kariesbakterien ankämpfen. Auch die Mineralien der Muttermilch schützen angegriffene Zähne. Noch dazu steckt ein eisenbildendes Enzym in ihr. Weil die Erreger aber Eisen brauchen, können sie sich mithilfe der Muttermilch nur schwer vermehren.

Ausnahme Dauernuckeln

Nuckelt ein Baby sehr lange an der Brust und schluckt die Milch nicht hinunter, schadet das dem pH-Wert im Mundraum. Denn er braucht Spucke, um neutral zu bleiben.

Zähneputzen trotzdem nicht vergessen

Je früher mit dem Zähneputzen begonnen wird, desto schneller gewöhnt sich das Baby daran. Noch bevor die Zähne da sind, kann das Zahnfleisch mit einem speziellen, weichen Silikon-Fingerling sanft massiert werden. Das lindert auch den Druckschmerz vor dem Durchbruch des Zähnchens. Spätestens wenn der erste Zahn da ist, heißt es aber: Zähne putzen.

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