Forschung

Plötzlicher Kindstod: Ursachen nun geklärt?

Eine australische Forscherin konnte jetzt mit ihrem Team einen scheinbar angeborenen Enzymmangel als Ursache für den plötzlichen Kindstod feststellen. Für sie eine Herzenssache.

Mai 2022: Es ist eine Tragödie, nein, ein Albtraum, wenn ein Kind stirbt. Beim plötzlichen Kindstod passiert dies ganz plötzlich – und meistens im Schlaf. Doch warum müssen vorher völlig gesund erscheinende Säuglinge plötzlich sterben? Nun, das blieb bislang ein großes Rätsel. Mysterium plötzlicher Kindstod: Ursachen waren bisher unklar. Und dabei kommen jährlich über hundert Babys am Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) zu Tode. Nun hat eine australische Wissenschaftlerin, die selbst ihr Kind am plötzlichen Kindstod verlor, eine Auffälligkeit in den Blutproben verstorbener Babys identifiziert. Ihre Entdeckung könnte dabei helfen, ein erhöhtes Risiko frühzeitig zu erkennen. Wird dieses Horror-Szenario für Eltern jetzt ein Ende finden?

Das Team von Forscherinnen um die Biochemikerin Carmel Therese Harrington hat jetzt möglicherweise einen Biomarker entdeckt, der schlafende Babys anfälliger für das tödliche Sudden Infant Death Syndrome macht. Offenbar steht ein angeborener Enzymmangel als Ursache mit dem plötzlichen Kindstod in Zusammenhang. Ein Meilenstein, der womöglich viele Leben retten kann. Der Forscherin Harrington war es eine persönliche Herzensangelegenheit, auf diesem Gebiet weiterzuforschen und nicht aufzugeben: Ihr eigener Sohn verstarb vor 29 Jahren am SIDS. Deshalb ließ sie nicht locker und entschloss sich dazu, die Ursache vom plötzlichen Kindstod zu ergründen. 

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