Häufiges Hautmal

Storchenbiss beim Baby: Wenn der Storch fest zupackt

Einen Storchenbiss hat jedes zweite Kind. Wir erklären, woran man die gutartige Hautverfärbung erkennt und wie man ihn vom nicht immer harmlosen Feuermal unterscheiden kann.

Woher stammt der Storchenbiss beim Baby?

Der Legende nach entstehen die roten Flecken auf Babys Haut, weil der Storch beim Transport etwas unsanft zugepackt hat: Ein so genannter Storchenbiss ist eine unregelmäßige Rötung der Haut, die häufig an Neugeborenen zu sehen ist. Sie findet sich meistens am Kopf und fast immer am Hinterkopf im Nacken, aber auch am Auge bzw. den Augenlidern, der Nase bzw. der Nasenwurzel, auf der Stirn oder unter dem Kinn. Der Storchenbiss kann aber auch am Rücken oder dem Bauch auftreten. 

Ursache und Merkmale

Storchenbisse entstehen durch eine Erweiterung von kapillaren Hautgefäßen. Die gutartige Rötung ist bereits bei der Geburt ausgebildet.

Typisch:

  • Die gerötete Haut, die eine Größe von etwa fünf Millimetern bis zehn Zentimeter erreicht, ist nicht geschwollen, sondern ganz glatt und eben.
  • Der Storchenbiss wird heller, wenn man leicht mit dem Finger darauf drückt.
  • Der Fleck wird nicht größer.
  • Die Verfärbung setzt sich deutlich von der umliegenden Haut ab.

"Geht das weg?" – fragen sich viele Eltern ...

Zum Glück ist ein Storchenbiss völlig harmlos. Er macht keinerlei Beschwerden, auch eine Behandlung beim Arzt ist nicht notwendig. Bei den meisten Kindern nimmt die Gefäßerweiterung innerhalb der ersten Lebensjahre nach und nach ab und der Fleck verblasst von ganz alleine. Die gutartige Hautveränderung verschwindet meist innerhalb der ersten drei Lebensjahre. Selten bleibt das Mal allerdings auch ein Leben lang sichtbar. Bei Erwachsenen sieht man den Storchenbiss fast nie, weil Haare die Rötung im Nacken verdecken.

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Kosmetisches Problem

Bleibt der Storchenbiss, ist sehr groß und wird als Makel empfunden, kann der Hautarzt das erweiterte Blutgefäß mit Elektronadeln oder Laser veröden. Allerdings führt die Behandlung bei großen Malen nicht immer zum gewünschten Erfolg. Alternativ lassen sich kosmetisch störende Feuermale bei Heranwachsenden oder Erwachsenen mit medizinischer Schminke abdecken.

Storchenbiss oder Feuermal?

Im Vergleich zum Storchenbiss tritt echtes Feuermal viel seltener auf: Nur eines von 200 Kindern hat ein Feuermal.

Typisch für ein Feuermal:

  • Ein Feuermal kann überall am Körper auftreten und sich auch erst nach der Geburt entwickeln.
  • Der Fleck kann sich ausdehnen.
  • Das Feuermal ist häufig deutlich dunkler als ein Storchenbiss.

Auch ein Feuermal ist meist ganz harmlos. Ein Gang zum Kinderarzt empfiehlt sich dennoch. Der Fleck kann als Symptom von Krankheitsbildern auftreten.

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