Was darf in die Tasse?

Tee für Babys: Welche Sorten sind geeignet?

Tee ist gesund und kann leichte Beschwerden wie Bauchweh, Fieber oder Husten lindern. Worauf es bei den einzelnen Sorten ankommt und worauf Eltern achten sollten.

Solange Babys voll gestillt werden oder Fläschchenmilch kriegen, brauchen sie keinen Tee. "Es sei denn, sie haben Bauchweh – dann kann man ihnen ein paar Löffel Fencheltee geben", sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Annett Hilbig. Mit der Einführung des dritten Breis können Kinder ungesüßten Kräuter- und Früchtetee aus Teebeuteln oder losen Mischungen trinken. Dafür bieten Hersteller spezielle Babytees an, die etwas strenger auf Schadstoffe geprüft werden. Wann ein Kind welchen Tee trinken kann, verrät der Altershinweis auf dem Etikett.

Manche Heilkräutertees wie Fenchel oder Kamille enthalten ätherische Öle, die Babys nur ab und zu bekommen sollten. Pfefferminztee ist tabu: "Das Kraut enthält zum Teil hohe Mengen an Menthol, das Atemprobleme verursachen kann", erklärt Annett Hilbig. Auch Schwarztee, Grüntee und Weißen Tee vertragen die Kleinen nicht.

Wichtig: Tee für Babys am besten auf Körpertemperatur kühlen, damit sich das Kleine beim Trinken nicht verbrüht. Und Tee bitte möglichst nicht im Fläschchen, sondern im Becher geben. Dauernuckeln kann Karies verursachen!

Tee für Kinder

Kinder dürfen alle Früchte- und Kräuterteesorten trinken – nur nicht Pfefferminze. Und erst im Schulalter ist eine kleine Tasse Schwarz- oder Grüntee okay. Aber vielen Kindern schmeckt der Tee gar nicht, weil er für sie zu bitter ist. Bei den Teesorten für die Kleinen kann man gerne durchwechseln. Wenn Mama oder Papa dem Getränk einen fantasievollen Namen gibt, wie zum Beispiel Feen- oder Monstertrunk, schmeckt es gleich noch besser.

Wichtig ist, dass der Tee Körpertemperatur hat und ungesüßt ist. Gekaufter Eistee zählt übrigens als Süßigkeit, wenn er Zucker enthält. Kinder wollen oft das trinken, was Mama und Papa trinken – bei Tee ist das nicht anders. Wenn Eltern eine Kanne ungesüßten Früchte- oder Kräutertee kochen und auf den Tisch stellen, können sich davon alle bedienen. 

Die richtige Zubereitung

„Das ist einfach“, weiß Ernäh- rungsexpertin Annett Hilbig. „Zuerst frisches Wasser kochen, bis es sprudelt, dann einen Tee in einer Tasse oder in einer Kanne damit aufgießen und mindestens fünf Minuten ziehen lassen.“ Bei manchen Sorten, wie zum Bei- spiel Grüntee, ist es wichtig, das gekochte Wasser vor dem Auf- guss auf eine bestimmte Tempe- ratur abkühlen zu lassen. Die ideale Aufguss-Temperatur und Ziehzeit ist von Tee zu Tee unter- schiedlich, eine Empfehlung steht auf der Verpackung. „Wie lange ein Tee ziehen sollte, hängt vom persönlichen Geschmack ab: Wer es intensiver mag, lässt den Beutel einfach ein paar Minuten länger drin“, rät Cordelia Kraft. Gerade bei Schwarztee heißt es: Je länger er zieht, desto kräftiger

schmeckt er.
Ein Erfrischungsgetränk für die Familie, das Eltern auch prima daheim machen können, ist Eis- tee. „Einfach eine größere Menge Kräuter- oder Früchtetee mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen und abkühlen lassen. Mit Eiswürfeln und Früchten servieren – fertig“, empfiehlt Cordelia Kraft. „Ungesüßt ist das eine tolle und gesunde Alter- native zum gekauften Eistee.“

Welcher Tee für Babys? Ein Überblick:

Diese Teesorten helfen bei ...

  • Appetitlosigkeit: Kümmel
  • Bauchweh: Kamille
  • Blasenproblemen: Brennnessel, Bärentrauben- oder Birkenblätter
  • Fieber: Lindenblüten, Holunder
  • Halsschmerzen: Salbei, Spitzwegerich
  • Husten: Thymian, Spitzwegerich, Lindenblüten
  • Magen- und Darmbeschwerden: Schwarztee (nur Erwachsene), Fenchel, Melisse, Anis

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