Alle U-Untersuchungen auf einen Blick

Die Gesundheit und die Entwicklung deines Kindes werden bei den sogenannten U-Untersuchungen in regelmäßigen Abständen vom Kinderarzt kontrolliert. Hier bekommst du alle Infos von der U1 bis zur U11.

Die U-Untersuchungen

Was macht der Kinderarzt bei der U1?

Du hast es geschafft und dein Baby gut auf die Welt gebracht – herzlichen Glückwunsch! Und damit sicher ist, dass es dem Neugeborenen gut geht, wird direkt nach der Geburt die erste Untersuchung vorgenommen, die U1.

Die Eltern bekommen nach der anstrengenden Geburt meist nicht viel von der kurzen Untersuchung mit. Durchgeführt wird die U1 von einem Geburtshelfer. Das kann ein Arzt sein, der bei der Entbindung dabei war, oder eine Hebamme.

Ist das Baby gut ins Leben gestartet?

Unmittelbar nach der Geburt heißt es erstmal: das Baby versorgen. Sofort wird es in vorgewärmte Tücher gehüllt und abgetrocknet. Dann untersucht der Arzt, wie vital und lebensfähig das Kleine ist. Dabei schaut er sich auch die Atemwege und die Speiseröhre genau an. Wenn Sekret da ist, saugt der Arzt es mit einem Schlauch ab.

Aufschluss darüber, wie fit das Baby ist, gibt der so genannte APGAR-Wert. Die APGAR-Zahl setzt sich aus der Bewertung von fünf Kriterien zusammen:

  1. Atmung
  2. Herzschlag
  3. Hautdurchblutung
  4. Reflexe
  5. Muskeltonus

Jedes dieser Kriterien wird mit einer Punktzahl von 0 bis 2 beurteilt. Maximal gibt es 10 Punkte. Der APGAR-Wert wird dreimal gemessen – eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt.

Wie lange dauert die U1?

Für Eltern und Baby läuft diese Untersuchung - die komplett etwa zehn Minuten dauert - fast nebenbei ab. Denn den wichtigen APGAR-Wert kann die Hebamme oder der Arzt auch feststellen, während das Kleine sich noch auf dem Bauch der Mutter erholt. Gesunde Kinder erreichen spätestens zehn Minuten nach der Geburt 8 bis 10 Punkte. Alle Ergebnisse der U1 werden ins gelbe Untersuchungs-Heft eingetragen.

Nach der ersten Versorgung steht eine genauere Untersuchung an: Der Arzt kontrolliert Finger und Zehen, schaut sich die Nabelschnur an, blickt in den Mund, um eine Spalte ausschließen zu können, hört das kleine Herz ab. Außerdem legt er das Baby auf den Bauch, betrachtet den Po und tastet die Wirbelsäule ab. So kann er mögliche größere Lücken oder einen offenen Rücken erkennen.

Wie groß bist du, Baby?

Natürlich darf auch das Geburtsgewicht nicht fehlen. Der neue Erdenbürger wird gewogen, der Kopfumfang und die Länge des Säuglings aufgeschrieben. Auch diese Daten werden dann in das gelbe Untersuchungs-Heft übertragen.
Ist die U1 abgeschlossen, kann der frischgebackene Papa vielleicht schon helfen, das Baby zu waschen und anzuziehen!

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