Alle U-Untersuchungen auf einen Blick

Die Gesundheit und die Entwicklung deines Kindes werden bei den sogenannten U-Untersuchungen in regelmäßigen Abständen vom Kinderarzt kontrolliert. Hier bekommst du alle Infos von der U1 bis zur U11.

Die U-Untersuchungen

Was macht der Kinderarzt bei der U5?

Sechs bis sieben Monate nach der Geburt beginnt das Baby munter zu brabbeln. Es kann sich vom Rücken auf den Bauch drehen, Personen und Gegenstände fixieren und Geräuschen folgen. Zeit für die U5.

Das Kleine muss jetzt zum fünften Mal zur Vorsorgeuntersuchung, zur U5. Und wie bei jeder Vorsorgeuntersuchung beginnt auch die U5 mit den Routine-Messungen:
Wie groß ist das Baby, wie viel wiegt es und welchen Umfang hat das Köpfchen? Dann werden Herz und Lunge abgehört und die Organe kontrolliert. Per Ultraschall werden Blase und Nieren untersucht. Dadurch kann der Arzt sehen, ob es zu einem Urin-Rückstau kommt, spätere Harnwegsentzündungen lassen sich so vermeiden. Diese Ultraschall-Untersuchung ist aber keine Pflicht, die meisten Kinderarzt-Praxen bieten sie dennoch an.

Der Kinderarzt testet die Reflexe

Bei der U5 werden verschiedene Reflexe und Bewegungsabläufe getestet, auch die sogenannte Mund-Hand-Koordination überprüft der Arzt: Dabei bietet er dem Baby ein Spielzeug an. Wenn es das Kleine gezielt greift und genauso zielstrebig in seinen Mund steckt, ist alles in Ordnung. Der Entwicklung des Babys entspricht auch, wenn es in Bauchlage das Köpfchen hochhält und sich auf beiden Ärmchen abstützt. Auf der Test-Liste des Doktors steht außerdem der Aufstütz-Reflex: Der Arzt zieht das Kleine an beiden Armen nach oben und schaut, ob es dabei sein Köpfchen mitnimmt. Wenn das Baby jetzt kurz losgelassen wird, sollte es versuchen, sich mit den Armen seitlich abzustützen und so ein Umfallen verhindern. Alleine sitzen können die sechs bis sieben Monate alten Kinder aber noch nicht. Zuletzt kontrolliert der Arzt noch den Fußgreif-Reflex: Wenn er auf den Fußballen des Babys drückt, krümmt es die kleinen Zehen. Alles o.k.!

Startklar zum Fliegen

Bei der fünften Vorsorgeuntersuchung darf das Kleine wieder in der Luft schweben. Der Arzt nimmt es hoch und lässt es über seinen Kopf fliegen. Danach kippt er das Baby leicht nach rechts und nach links, der Arzt testet die Lagereaktionen: Liegt das Baby schräg, bringt es das Köpfchen wieder in die Senkrechte, über Kopf versucht es, nach vorne zu blicken. Nach einer sanften Landung auf der Untersuchungsliege wird es auf die Beinchen gestellt – das Kleine soll sich dagegenstemmen.

Sehen und Hören

Der Kinderarzt nimmt eine kleine Lampe zur Hand und schaltet sie ein. Er kontrolliert, ob das Baby den Lichtpunkt fixieren und ihm folgen kann, wenn sich der Punkt bewegt. Wichtig ist, dass sich die Kinderaugen parallel bewegen. Auch der Blick ins Ohr gehört zu jeder Vorsorgeuntersuchung, so können Entzündungen rasch erkannt werden. Mit einer Hochton-Rassel wird dann das Hörvermögen getestet: Das Kleine soll dabei die Rassel nicht sehen, sondern die hohen Töne nur hören und den Kopf der Geräuschquelle zuwenden. Falls bislang noch kein Hörtest gemacht wurde, sollte das spätestens bei der U5 erfolgen!

Die richtigen Impfungen

Wer sich für eine 5- oder 6-fach-Impfung entschieden hat, der kommt auch bei der U5 nicht an der Nadel vorbei. Doch mit Mamas Nähe erträgt das Kleine den Piks sicher ganz tapfer! Welche Impfungen für Babys und kleine Kinder wann nötig sind, kannst du dem aktuellen Impfkalender entnehmen!
Der Arzt klärt Mama und Papa außerdem über die richtige Ernährung ihres Babys auf, über die Zahnpflege und zeigt ihnen Wege, wie sich kleine Missgeschicke im Alltag vermeiden lassen.

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