
Die Abkürzung “RSV” steht für Respiratorisches Synzytial-Virus, das sich über Tröpfchen verbreitet – in Deutschland vor allem von Oktober bis März. Eine RSV-Infektion beginnt häufig mit erkältungsähnlichen Symptomen, kann bei Neugeborenen und Säuglingen jedoch schnell die unteren Atemwege betreffen. Sie kann zum Beispiel zu einer Lungenentzündung führen, unabhängig von möglichen Risikofaktoren.
Die gute Nachricht ist…
... es gibt Maßnahmen zur RSV-Prophylaxe. RSV gilt als Hauptursache für Krankenhauseinweisungen von Säuglingen in Deutschland. Das macht den Schutz der Kleinsten vor einer Infektion umso wichtiger. Seit 2024 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für alle Neugeborenen und Säuglinge eine RSV-Prophylaxe vor beziehungsweise während ihrer ersten RSV-Saison. Säuglinge, die von April bis September geboren wurden, erhalten die Prophylaxe idealerweise vor ihrer ersten RSV-Saison zwischen September und November. Babys, die während der RSV-Saison zur Welt kommen, sollten die Prophylaxe möglichst rasch nach der Geburt erhalten.
Auch Maßnahmen wie Händewaschen, Oberflächen und Spielzeug reinigen oder Abstandhalten zu Personen mit Erkältungssymptomen können vor einer Ansteckung mit RSV schützen.
Was Eltern jetzt tun können
Schwangere im dritten Trimenon können sich in ihrer gynäkologischen Praxis oder Geburtsklinik zu RSV informieren, damit die RSV-Prophylaxe nach der Geburt mitgedacht werden kann.
Für Eltern von Babys, die im Frühjahr oder Sommer geboren wurden, ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um in der Kinderarztpraxis nach der RSV-Prophylaxe zu fragen.
So sind Eltern gut informiert, um ihr Kind bestmöglich vor schweren RSV-Infektionen schützen zu können.
MAT-DE-2602956-v1.0-08/2026