21. Februar 2019

Erkrankung der Atemwege bei Babys und Kleinkindern

Wie verläuft eine RSV-Infektion?

Therapie mit Inhaliergeräten
© elikatseva/iStockphoto.com

Das RS-Virus (Respiratorisches Syncytial-Virus) ist eines der häufigsten Auslöser für Atemwegsinfektionen bei Säuglingen, insbesondere Frühgeborenen, und Kleinkindern. Wie sich die Erkrankung äußert und wann Kinder zum Arzt müssen.

Die Symptome gleichen oft einer schweren Erkältung oder einer Influenza, das RS-Virus hat auch zur gleichen Zeit Saison. Die meisten Ansteckungen erfolgen laut Robert-Koch-Institut im Januar und Februar (hier ausführliche Infos zur Erkrankung).

Bei älteren Säuglingen und Kleinkindern ist eine RSV-Infektion die häufigste Ursache von Erkrankungen der unteren Atemwege und von damit verbundenen Klinikaufenthalten. In den ersten drei Lebensmonaten kann die Krankheit besonders schwer verlaufen. Innerhalb des ersten Lebensjahres haben bis zu 70 % und bis zum Ende des zweiten Lebensjahres nahezu alle Kinder mindestens eine Infektion mit RSV durchgemacht. Allerdings kann man sich immer wieder mit dem Virus anstecken, immun macht eine Erkrankung nicht.

Übetragung und Dauer

Die Übertragung erfolgt, wie bei Husten oder Schnupfen auch, in erster Linie durch eine Tröpfcheninfektion. Die Viren werden dabei über die Bindehaut und die Nasenschleimhäute aufgenommen. Eine Ansteckung ist vermutlich auch über Hände, Gegenstände und Oberflächen möglich. Das RSV kann zum Beispiel 20 Minuten auf Händen „überleben“, 45 Minuten auf Papierhandtüchern.
Nach einer Ansteckung beträgt die Inkubationszeit durchschnittlich fünf Tage. Infizierte Personen können bereits einen Tag später ansteckend sein, also schon bevor die ersten Symptome auftreten. Ansteckend sind die Patienten in der Regel drei bis acht Tage lang. Die Erkrankung dauert etwa drei bis 12 Tage, wobei vor allem der Husten über mehr als 4 Wochen anhalten kann.

Die Symptome

Häufig geht eine RSV-Infektion mit Fieber einher, Höhe und Dauer sagen dabei aber nichts über die Schwere der Erkrankung aus. Im Krankheitsverlauf treten meist zuerst Schnupfen, trockener Husten oder Halzschmerzen auf. Innerhalb von ein bis drei Tagen sind dann auch die unteren Atemwege betroffen. Der Husten wird dadurch meist deutlicher und produktiver.

Was kann ich tun?

Das RS-Virus selbst lässt sich nicht durch Medikamente behandeln. Damit sich der Husten lockert, sollten kleine Patienten viel trinken, Stillende ihr Baby öfter anlegen, auch schleimlösender Hustensaft wirkt unterstützend – hier finden Sie das Rezept für einen Rettich-Honig-Saft und weitere Hausmittel gegen Husten. Wie kleine Kinder trotz Schnupfen gut schlafen, lesen Sie hier!

Wann zum Arzt?

Je jünger die Kinder sind, umso schwerer kann eine RSV-Infektion verlaufen und zu einer schweren Bronchitis oder Lungenentzündung führen. Deshalb sollten Eltern ihren kleinen Patienten im akuten Stadium regelmäßig vom Kinderarzt untersuchen lassen und bei Atembeschwerden nicht zögern, einen Krankenwagen zu rufen.

Wie kann ich vorbeugen?

Eine Impfung gegen das RS-Virus gibt es bisher nicht. Frühgeborene, Babys mit angeborenem Herzfehler oder schwachem Immunystem können aber in den ersten Lebenswochen durch eine Prophylaxe geschützt werden.
Ärtze empfehlen, wie auch zur Vorbeugung gegen andere Erkältungskrankheiten, häufiges Händewaschen, Bewegung an der frischen Luft, ein gutes Raumklima durch regelmäßiges Lüften.

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