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Was ziehe ich meinem Baby in der Trage an?

In einer Trage oder einem Tragetuch haben es Babys schön gemütlich. Aber welche Kleidung ist die richtige, damit das Kleine weder schwitzt noch friert – und auch keinen Sonnenbrand bekommt? Eine Expertin weiß Rat.

Im Sommer: Was kann mein Baby in der Trage anziehen?

Zuallererst sollte man im Sommer eher auf luftige Tragehilfen setzen oder auf einlagig gebundene Tragetücher. Diese Kleidungsstücke sind für euer Sommerbaby in der Trage empfehlenswert:

  • Sonnenhut bzw. Mützchen mit UV-Schutz
  • lange, bequeme Hose oder Leggings aus Baumwolle oder Wolle/Seide
  • Langarmhemd oder Langarmbody aus Baumwolle oder Wolle/Seide
  • leichte Söckchen für Hände und Füße (oder mineralische Sonnencreme*)

Die Trageberaterin Anke Mootz aus Kaltenkirchen (www.tragetante.de) hat noch weitere Tipps für tragende Mamis und Papis im Sommer: "Ein Tragecover oder eine UV-Decke* kann über dem Tragehilfsmittel befestigt werden, um vor UV-Strahlen zu schützen. Da es an den Kontaktzonen von Eltern zu Kind zu vermehrter Schweißbildung kommen kann, rate ich dazu, ein Ersatzoberteil für euch beide dabei zu haben. Da der direkte Haut-an-Haut-Kontakt außerdem zu Irritationen führen kann, legt am besten ein Spucktuch zwischen euch, das den Schweiß aufsaugt. Es lässt sich leicht austauschen."

Und wie kann ich checken, ob meinem Kleinen zu heiß ist? "Bei Säuglingen, die den Kopf noch nicht allein halten können, solltet ihr fühlen, ob der Nacken feucht ist. Bei größeren Babys etwas weiter unten, an den Schulterblättern", rät die Trageexpertin. "Denn wenn der Nacken bei etwas größeren Babys schon frei liegt, weil sie ihren Kopf halten können, verdunstet die Feuchtigkeit an der Luft, so dass der Schweiß dort nicht mehr fühlbar ist."

Im Winter: Was kann mein Baby in der Trage anziehen?

"Ich trage mein Baby viel in der Trage, bin mir aber unsicher, wie dick ich es im Winter dafür anziehen soll. Was muss ich beachten?" Das fragen sich viele Eltern. 

Die Trageberaterin Anke Mootz kennt die Antwort: "Ganz wichtig ist es, dass der Kopf des Kindes immer zu sehen ist. Das Baby muss frei atmen können, darf also nicht mit der Nase unter deiner Jacke verschwinden. Die Tragehilfe ist wie eine zusätzliche Kleidungsschicht, das Baby braucht deshalb keinen wattierten Overall, in dem es ohnehin nicht die gesunde Hockhaltung einnehmen könnte. Gut sind Anzüge aus Wollwalk oder Fleece; diese Materialien wirken temperaturausgleichend, sind aber nicht zu dick. Kopf, Arme und Beine werden ganz warm eingepackt, also mit Mütze, Handschuhen, warmen Socken oder Fellstiefeln, die auch die Unterschenkel wärmen. Vielleicht investierst du in ein Tragecover oder in eine Tragejacke, damit kann man das Baby auch in der Babyschale zudecken. Am Nacken des Kindes und an seinen Fingern und Beinen spürst du, ob es dem Baby zu warm oder kalt ist. Bist du dir unsicher, frage ruhig bei der Hebamme oder einer Trageberaterin nach."

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