6. November 2018

Das richtige Bett, die richtige Lage

So schläft das Baby sicher

Das richtige Bett, die richtige Lage
© Pressmaster/Shutterstock.com

Die Kleinsten verbringen viel Zeit schlafend. Worauf Eltern bei der Wahl des Bettchens achten sollten und wie Babys und kleine Kinder sicher schlafen.

Gibt es etwas Anrührenderes als ein Neugeborenes, das im Stubenwagen oder in einer Wiege schläft? Die Kleinen lassen sich von der sanften Schaukelei gern beruhigen. Allerdings sollten Eltern ihr Baby im kleinen Stubenwagen oder in der Wiege nicht zu warm einpacken. Sonst droht eine Überwärmung – ein Haupt-Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod. Ob dem Kleinen warm genug ist, verrät Ihnen die Nackenprobe: Die Haut dort sollte warm, aber nicht feucht sein.

Bitte auf den Rücken

Die Empfehlungen der Fachleute sind eindeutig: Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen bitte nicht auf den Bauch. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Risiko des Plötzlichen Kindstods in der Bauchlage viel höher ist. Auch die Seitenlage, die einige Zeit lang empfohlen wurde, gilt nicht als sicher genug. Am besten schläft Ihr Kind so lange auf dem Rücken bis es sich von selbst auf den Bauch drehen kann. Ist es wach, darf es natürlich wieder auf den Bauch gelegt werden.

Das Gitterbettchen

Aus einer Wiege, einem Stubenwagen oder dem Beistellbettchen wachsen Babys meist nach wenigen Monaten raus. Manche Eltern leihen sie deshalb von Freunden oder mieten sie bei einem Baby-Ausstatter. Auch wenn das Kleine eine ganze Zeit bei den Eltern schläft, bietet sich recht schnell die Anschaffung eines richtigen, 70 mal 140 Zentimeter großes Gitterbettes an, das Sie später zum Juniorbett umbauen können. Darin kann Ihr Kind bis ins Kindergarten-Alter hinein schlafen.

Wissenswertes zur Babyausstattung

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Darauf sollten Sie beim Kauf achten

  • Die Gitterstäbe müssen senkrecht und eng stehen, so dass Ihr Baby nicht den Kopf dazwischen durchstecken und später nicht daran hochklettern kann. Maximaler Abstand: 7,5 Zentimeter.
  • Als Unterlage für die Matratze eignet sich am besten ein Lattenrost (weil die Matratze dann von unten durchlüftet wird). Wenn Sie den Lattenrost in verschiedenen Höhen anbringen können, fällt Ihnen das Aufnehmen und Hinlegen Ihres Babys in den ersten Monaten leichter. Mindestabstand zwischen dem Lattenrost (in der obersten Stellung) und der Oberkante des Gitters: 60 Zentimeter.
  • In einem fahrbaren Bett können Sie Ihr Kind mühelos von einem Zimmer in ein anderes umquartieren. Allerdings müssen mindestens zwei Rollen arretierbar sein.
  • Achten Sie auf eine saubere Verarbeitung. Das Bett darf keine vorstehenden Schrauben, scharfen Kanten und Ecken aufweisen, an denen sich Ihr Kind wehtun könnte. Bei vielen Betten können Sie in der Mitte zwei oder drei Gitterstäbe herausnehmen und so einen Durchschlupf schaffen, wenn Ihr Kind mobil wird. Dann gerät es nicht in Versuchung, über das Gitter zu klettern.
  • Größere Kinder nutzen ihr Bett immer wieder gern mal als Trampolin. Die Verbindungen zwischen den Kopf- und Seitenteilen sowie dem Lattenrost müssen solchen Härtetests standhalten.

Das Etagenbett: Nicht zu früh nach oben

Besonders in sehr kleinen Kinderzimmern erscheinen den Eltern Hoch- und Etagenbetten oft als Ei des Kolumbus. Sie haben ja auch einen unbestreitbaren Vorzug: Sie lassen mehr (Spiel-)Platz auf dem Fußboden und laden außerdem zu Höhlen- und Tobespielen ein. Aus diesem Grund müssen Hoch- und Etagenbetten für Kinder auch besonders gesichert sein. Die Absturzsicherung am oberen Bett muss nach der DIN-Norm die Matratze um 16 Zentimeter überragen. Damit ist auf jeden Fall gewährleistet, dass Kinder beim Schlafen nicht aus dem Bett rollen. Wichtig ist auch eine solide Verankerung in der Wand, damit das Bett beim Toben nicht umkippen kann. Sicherheitshalber, so lautet der Rat von Experten, sollten Eltern ihre Kinder erst im späten Kindergartenalter oben schlafen lassen. Denn für die Jüngeren könnte der Abstieg vom Hochbett im Dunkeln zu heikel werden, wenn sie in der Nacht mal zur Toilette raus müssen.

Gute Luft im Dunkeln

Ob Sie Ihr Baby in den ersten Monaten bei sich im Schlafzimmer oder lieber im Kinderzimmer unterbringen: Auf jeden Fall müssen Sie für gute Luft sorgen, also das Schlafzimmer tagsüber gründlich lüften. Dazu reißen Sie die Fenster besser ein paar Mal für kurze Zeit weit auf statt sie ständig gekippt zu lassen; nicht zu stark heizen. Die ideale Raumtemperatur zum Schlafen liegt bei 16 bis 18 Grad.
Beim Möbelkauf und beim Renovieren auf Öko-Qualität achten. Sonst atmet Ihr Kind womöglich jahrelang ausgedünstete Schadstoffe ein. Woran Sie gute Babymöbel erkennen: hier eine Übersicht über wichtige Normen und Prüfsiegel.
Und selbstverständlich verzichten Eltern am besten aufs Rauchen in der ganzen Wohnung.

Sorgen Sie außerdem dafür, dass es im Schlafzimmer wirklich dunkel ist. Untersuchungen haben gezeigt: Junge Leute, die als Kleinkinder in beleuchteten Räumen schliefen, leiden häufiger unter Kurzsichtigkeit; selbst ein Nachtlicht lässt das Risiko schon aufs Dreifache steigen. Kann Ihr Kind im Dunkeln nicht einschlafen, lassen Sie einfach die Tür zum Kinderzimmer einen Spalt breit offen. Leise Geräusche aus den anderen Räumen wirken zusätzlich beruhigend.

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Ein Kommentar

  1. Osmana sagt:

    Wir haben seit kurzem die Babymatratze Emma Kids. Die ist für Kinder bis zu 4 Jahren geeignet aber vor allem ist sie Antimon frei!!!

    Wenn man sich informiert hat, dann weißt man bestimmt, dass Antimon im Verdacht steht krebserregend zu sein. Daher war es für uns gerade bei unserer Babymatratze wichtig, dass das nicht verwendet wird.

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