9. April 2018

Wach- und Ruhephasen

So viel Schlaf braucht Ihr Kind

Wach- und Ruhephasen
© Александр Васильев/iStockphoto.com

Schlaf ist keine feste Größe. Gerade in den ersten Monaten und Jahren verändert sich das Schlafbedürfnis Ihres Kindes. Wie viel Schlaf Kinder brauchen.

Ganz typisch für die ersten 18 Lebensmonate: Der Nachtschlaf wird immer länger, gleichzeitig nimmt die Zahl der Nickerchen am Tag ab. Die folgenden Angaben für die einzelnen Altersgruppen sind Durchschnittswerte, Abweichungen von ein bis zwei Stunden plus oder minus bewegen sich im natürlichen Rahmen. Wie viel Schlaf Kinder brauchen:

Säuglinge schlafen fast immer

Die ganz Kleinen scheinen fast den ganzen Tag zu schlummern – zumindest in den ersten Lebenswochen. Tatsache ist, dass sie zirka 16 Stunden schlafen. In den ersten Lebenswochen haben die kleinen Menschen noch einen Vier-Stunden-Rhythmus: Sie schlafen etwa drei bis vier Stunden, dann sind sie hungrig, trinken – und schlafen wieder ein. Erst nach und nach passen sie sich dem Rhythmus der Eltern an.

Bitte ein Nickerchen!

Mit sechs bis zwölf Monaten schlafen fast alle Kinder nachts etwa elf Stunden. Tagsüber sind zwei Nickerchen sinnvoll. Die Tagschläfchen sollten nicht mehr als eine oder eineinhalb Stunden dauern, weil das Kleine sonst mit dem Nachtschlaf Probleme bekommt. Viele Eltern scheuen sich, ihr Baby zu wecken, weil sie meinen, sein Körper brauche den Schlaf. Dabei ist es besser, Kinder, die tagsüber ausgesprochen lange schlummern, sanft zu wecken, um den eingespielten Rhythmus nicht zu gefährden. Lieber ist ein Kind tagsüber ein wenig quengelig, weil es aufgeweckt wurde, als nachts, weil es ausgeschlafen ist und nicht mehr in seinem Bett bleiben will. Vor jedem Schläfchen sollte das Kleine drei Stunden lang wach gewesen sein. Die längste Wach- und Aktivphase mit vier bis fünf Stunden sollte vor dem Zu-Bett-Gehen am Abend liegen. Ein zu spätes Nickerchen kann zu Problemen beim Ein- und Durchschlafen führen.

Jetzt kommt der Mittagsschlaf

Im zweiten Lebensjahr brauchen Kinder nur noch durchschnittlich 13 bis 13,5 Stunden täglich. Entfallen davon elf Stunden auf die Nacht, bleibt gerade noch ein Schläfchen für den Mittag übrig. Manche beginnen mit zehn Monaten, sich auf einen Mittagsschlaf umzupolen, andere lassen sich damit Zeit, bis sie eineinviertel oder eineinhalb Jahre alt sind. Das Kind ist dann zur üblichen Bettzeit nicht mehr müde. Statt zu schlafen, setzt es sich im Bett auf, es spielt und spricht mit sich selbst.

Im dritten Lebensjahr

Je älter die Kinder, mit umso weniger Schlaf kommen sie aus. Im dritten Lebensjahr schlafen Kinder nur noch etwa zwölf Stunden. Viele gewöhnen sich den Mittagsschlaf ganz ab, manche behalten ihn bis zum Kindergarten bei.

Das Baby früher hinlegen?
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