9. März 2018

Neue Studie der Stiftung Lesen

Schon dem Baby vorlesen?

Eine neue Studie der Stiftung Lesen
© Stiftung Lesen

Gemeinsam Bücher anschauen und Geschichten lesen: Das gefällt Eltern und Kindern. Aber wann kann man damit anfangen? Sind Babys noch zu klein zum Vorlesen? Neue Empfehlungen der Stiftung Lesen.

55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor, in 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vorlesestudie 2017, die erstmals repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben hat.

Ab welchem Alter ist Vorlesen sinnvoll?

Rund ein Drittel der Eltern weiß nicht genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Dabei sollten das Vorlesen und die Beschäftigung mit Büchern schon im ersten Lebensjahr des Kindes zu einem festen Bestandteil des Tagesablaufs werden.

4 Vorlese-Tipps

  • So früh wie möglich anfangen: „Viele Eltern knüpfen das Vorlesen an bestimmte Fähigkeiten der Kinder – dabei stärkt das Vorlesen genau diese Fähigkeiten“, so Studienleiterin Dr. Simone Ehmig von der Stiftung Lesen. „Weder muss sich ein Kind bereits länger konzentrieren noch gar sprechen können, damit es vom Vorlesen profitiert.“
  • Lesen muss Spaß machen: „Mit dem Vorlesen können Eltern nicht früh genug anfangen“, betont auch Antje Neubauer, die das Fachkuratorium Bildung der Deutsche Bahn Stiftung leitet. „Ohne Lesekompetenz kein Erfolg in der Schule und im Job. Besonders junge Familien sollten daran Spaß haben und die Lesefreude früh an ihre Kinder weitergeben.“
  • Kindern von 0 bis 8 Jahren vorlesen: „Viele Eltern warten länger als nötig mit dem Vorlesen – und hören auch zu früh wieder damit auf. Gerade in den ersten beiden Schuljahren brauchen Kinder die Unterstützung ihrer Eltern, um Freude am Selberlesen zu entwickeln“, ergänzte Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer ZEIT Verlagsgruppe. „Beim Vorlesen senden Eltern das Signal: Lesen ist Teil unseres Lebens.“
  • Buchgeschenke zeigen Wirkung: „Gerade Eltern von kleinen Kindern wissen zum Teil nicht, was sie vorlesen sollen. Unsere aktuelle Studie zeigt: Buchgeschenke wirken, besonders in Familien mit niedriger formaler Bildung. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir noch mehr Familien von Anfang erreichen. Auch dafür werben wir am Bundesweiten Vorlesetag und freuen uns über viele Unterstützer“, sagte Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

Die Vorlesestudie, die im Oktober 2017 präsentiert wurde, ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH. Die Studien-Ergebnisse sowie Vorlese-Empfehlungen für Familien finden Sie hier.

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