Bye bye Nuckelflasche

Fläschchen abgewöhnen: 10 Tipps für den Abschied

Es tröstet, beruhigt und hilft beim Einschlafen – Kinder lieben ihr Fläschchen. Trotzdem ist irgendwann Zeit für den Abschied.

Das Fläschchen muss weg, spätestens im Kleinkindalter. Sagt der Kinderarzt und sagt der Kinderzahnarzt. Weil Karies und schiefe Zähen drohen, wenn das Kind ständig am Sauger nuckelt. Doch es gibt sture Zwerge, die ihr Wasser oder den Tee partout nur aus dem Fläschchen trinken wollen und Becher oder Glas verweigern. Wie sollen Eltern darauf reagieren? 

Gelassen, meint Monika Ziebart, Ökotrophologin und Fachberaterin für Säuglings- und Kinderernährung (UGB) aus München. ganz entscheidend ist, wie oft das Kleine aus der Flasche trinkt. "Nuckelt ein Kind ständig an der Flasche, eventuell auch nachts, ist ds tatsächlich problematisch." Selbst wenn nur Wasser enthalten ist, erhöht sich dann das Karies-Risiko, zudem drohen Zahnfehlstellungen. "Nimmt das Kind dagegen immer mal wieder einen Schluck aus der Flasche, ist das zwar nicht wirklich ideal, aber auch nicht gefährlich." Spätestens im Kindergarten, so Ziebart, sei diese Phase meist ohnehin zu Ende. Wollen Eltern den Umstieg beschleunigen, können sie diese Tipps ausprobieren. 

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Fläschchen abgewöhnen: 10 Tipps für die Trennung

  1. Lieber Glas statt Plastik: Glasflaschen sind so schwer, dass dein Baby sie kaum über längere Zeit allein halten kann. Und weil Eltern dabei immer gut aufpassen müssen, kommen sie gar nicht erst in Versuchung, ihr Kleines mit dem Fläschchen allein zu lassen.
  2. Möglichst lange stillen: Wenn du dein Baby ausreichend lange gestillt hast, kannst du danach gleich mit Beikost anfangen.
  3. Das ist mein Becher: Mit spätestens zwölf Monaten kann dein Kind einen Becher sicher halten. Dann heißt es: Fläschchen weg!
  4. Ein Schmusetier als Ersatz: Babys haben ein natürliches Saugbedürfnis. Das lässt mit Ende des ersten Lebensjahres nach. Als Ersatz für die Nuckelflasche können das Lieblingsstofftier, ein Schmusetuch oder der Schnuller dienen.
  5. Frust vorbeugen: In welchen Situationen (außer natürlich Durst) verlangt dein Baby die Flasche? Wenn du Angst- und Frust-Situationen erkannt hast, kannst du besser vorbeugen. So muss das Fläschchen nicht mehr ständig als Tröster herhalten.
  6. Kein Fläschchen ins Bett: Im Alter von ein bis zwei Jahren brauchen Kinder etwa 600 ml am Tag, Dreijährige sollten circa 800 ml pro Tag trinken. Nachts benötigen die Kleinen aber keine zusätzlichen Getränke mehr, wenn sie nicht ausdrücklich Durst haben.
  7. Mit gutem Beispiel vorangehen: Zum Essen trinkt jeder aus dem Glas, alle prosten sich zu – so wird ein Spiel daraus. 
  8. Saugbedürfnis besfriedigen: Manche Kinder akzeptieren eher einen Strohhalm, weil man daran auch saugt. 
  9. Konsequent sein: Auch wenn das Fläschchen verlockend ist: du tust deinem Kind damit auf Dauer nichts Gutes. Versuche  lieber herauszufinden, was deinem Baby wirklich fehlt. So zeigst du ihm, dass du ihm hilfst und dass sich Probleme anders lösen lassen.
  10. Nur keinen Stress: Bloß keinen Machtkampf aus dem Umstieg entstehen lassen, das ist es nicht wert. Irgendwann trinkt jedes Kind aus dem Glas und verabschiedet sich vom Fläschchen. 

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