Erstmals nachgewiesen

Babys infiziert: Coronavirus in Muttermilch!

Ein deutsches Forscher-Team aus Ulm stellte nun erstmals RNA des Coronavirus in der Muttermilch einer stillenden Frau fest. Auch ihr Baby ist infiziert. Doch besteht wirklich ein direkter Zusammenhang?

Babys durch Muttermilch mit Covid-19 infiziert?

In der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Virologen der Universität Ulm kürzlich neue Ergebnisse rund um die Forschung am neuartigen Coronavirus. Darin heißt es: "Unsere Studie zeigt, dass Sars-CoV-2 bei stillenden Frauen mit akuter Infektion in der Muttermilch nachweisbar sein kann. Aber wir wissen noch nicht, wie oft dies der Fall ist, ob die Viren in der Milch auch infektiös sind und durch das Stillen auf den Säugling übertragen werden können."

Inhalt der Forschungen

Untersucht wurde die Muttermilch zweier stillender Mütter kurz nach der Entbindung, die nachweislich mit dem Virus infiziert waren. Auch ihre Neugeborenen wiesen jeweils Infektionen auf. Bei einer der Frauen wurde Ergbut des Coronavirus in der Muttermilch gefunden, während dies bei der anderen nicht der Fall war. Mamas und Babys sind auf dem Weg der Besserung und kurieren sich derzeit noch im Krankenhaus aus. Eine der wichtigsten Fragen, die sich aus diesen Ergebnissen heraus ergibt, bleibt jedoch: Besteht eine direkte Verbindung und somit eine Infektionsgefahr für Säuglinge durch Muttermilch?

WHO gibt zunächst Entwarnung

Trotz der neuen Erkenntnisse konnten die Forscher, wie sie selbst sagen, keine Infektion eines Säuglings durch die Muttermilch nachweisen. Ob eine solche Verbinsung besteht, müssten weitere Studien zeigen. Die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) äußerte sich zu diesem Thema auf ihrer Website und stellte klar: "Es gibt keinen Grund, das Stillen zu vermeiden oder zu beenden". 

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