Gefährdung fürs Kind

Alkoholfreies Bier beim Stillen?

Nach neun Monaten Verzicht haben viele Mamas Lust auf ein Bier. Ist alkoholfreies Bier in der Stillzeit erlaubt? Und kann Malz- oder Weizenbier wirklich die Milchproduktion ankurbeln? Wir haben bei einem Experten nachgefragt.

Zugegeben: Es ist ein seltsames Bild, wenn eine Mama mit Baby ein Bier in der Hand hat. Schließlich geht der Alkohol über die Muttermilch in das Kind über. Und das will wohl keine Mama ihrem Baby zumuten.

Nur alkoholfreies Bier in der Stillzeit

Ganz auf Bier müssen Mamas in der Stillzeit aber nicht verzichten. Vorausgesetzt es enthält keinen Alkohol. Denn alkoholfreies Bier ist beim Stillen erlaubt, so Professor Dr. Berthold Koletzko vom Haunerschen Kinderspital der Münchener Universität. Gut zu wissen: Am besten greifen Mütter zu Sorten mit der Aufschrift "ohne Alkohol" – diese Biere haben tatsächlich einen gesetzlich festgesetzten Grenzwert von 0,0 Prozent Alkohol. Alkoholfreies Bier hingegen darf bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten, in Frankreich und Italien sogar bis zu bis zu 1,2 Prozent. Wenn Mamas nur ab und an mal ein Bier trinken, ist dieser Wert laut Professor Dr. Koletzko zu vernachlässigen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift aber lieber zu Bier "ohne Alkohol". 

junge familie im Abo

junge familie berät, gibt Tipps und liefert spannende Beiträge zu allem, was werdende und frischgebackene Eltern interessiert.

Alkoholfreies Bier zur Steigerung der Milchproduktion?

Schwangere haben neun Monate auf viele Lebens- und Genussmittel verzichtet. Viele freuen sich daher in der Stillzeit über ein alkohlfreies Bier. Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum Mütter in der Stillzeit alkoholfreies Bier trinken. Malzbier und alkoholfreiem Weizen wird nachgesagt, dass es die Milchbildung positiv beeinflussen kann. Wissenschaftliche Belege gibt es hierzu nicht, Experten warnen sogar, dass beide Biersorten viele Kalorien enthalten. In Maßen spricht aber sicherlich nichts dagegen, mal ein Malz- oder Weizenbier zum Wohlbefinden zu trinken. Na dann: Prost! 

Teile diesen Artikel: