7 Tipps für einen entspannten Start

So klappt das Stillen von Anfang an

Stillen ist eine der natürlichsten Sachen der Welt. Und will trotzdem gelernt sein. Was du tun kannst, damit die Muttermilch gut fließt.

Wenn das Baby leise an der Brust schmatzt, sich wohlig an Mama kuschelt, sind das unvergleichliche Momente. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen: An meiner Brust wird das Baby satt.

7 Tipps für einen guten Still-Start

  1. Stress, Ärger oder zu viel Besuch können den Milchspendereflex aus dem Takt bringen. Sorge dafür, dass du und dein Kind genug Ruhe haben. Hebammen raten jungen Müttern, das Wochenbett wörtlich zu nehmen und sich mit dem Baby ins Schlafzimmer zurückzuziehen. Stillen ist jetzt die wichtigste Aufgabe. Lege dein Baby nach Bedarf an. Das kann anfangs alle zwei Stunden sein, manchmal schläft es vielleicht auch schon fünf Stunden durch.
  2. Trinkt das Baby richtig an der Brust? Damit es gut saugen kann, muss es die gesamte Brustwarze im Mund haben. Die Lippen sind dabei nach außen gestülpt, die Zunge liegt auf der unteren Kieferleiste.
  3. Trinke mit! Um genug Muttermilch zu bilden, braucht der Körper viel Flüssigkeit (mindestens zwei bis drei Liter täglich). Am besten stellst du dir zu jeder Stillmahlzeit ein Getränk bereit. Ideal sind Stilltees, Wasser oder säurearme Saft-Schorlen. Frauen, die stillen, verbrauchen täglich zusätzlich 500 Kalorien. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, Vollwertkost und Milchprodukten sorgt dafür, dass du selbst bei Kräften bleibst.
  4. Mal im Sitzen, mal im Liegen: Es ist wichtig, die Stillposition zu wechseln. So beansprucht Babys Mund die Brustwarze nicht immer an derselben Stelle. Außerdem wird die Brust besser geleert.
  5. Damit es satt wird, muss das Baby mindestens zehn Minuten an der Brust saugen. Denn es dauert etwas, bis der Milchspendereflex ausgelöst wird. Zuerst kommt die wässrige, fettarme Vordermilch, die den Durst löscht. Dann folgt die sättigende Hintermilch.
  6. Ist eine Brust völlig entleert, darf das Kind an der anderen trinken, bis es satt ist. Bei der nächsten Mahlzeit beginnst du mit dieser Seite. Ein Bändchen am BH oder eine Stilleinlage mit Merkhilfe erinnert daran.
  7. Wenn das Baby satt ist, nimmt die Mutter es behutsam von der Brust. Dazu steckt sie ihren kleinen Finger in den Mundwinkel des Kindes und löst so das Vakuum.

Gut zu wissen

Wie lange eine Frau ihr Baby stillt, hängt auch von der Einstellung ihres Partners ab. Schildere ihm doch einmal die vielen Vorzüge der Muttermilch. Dann ist er bestimmt bereit, dich zu unterstützen, und hilft dir auch durch eine Still-Krise.

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