Echte Eltern erzählen über ihre Corona-Zeit

"Durch Corona haben unsere Töchter endlich zueinander gefunden"

Wir wollten wissen, wie Mütter und Väter den Stayhome-Alltag stemmen. Und haben nachgefragt. In unserer neuen Serie "Echte Eltern erzählen" packt jeden Tag ein Elternteil aus, erzählt von gebrochenen Regeln, Chaos, Sorgen, aber auch Freuden in dieser außergewöhnlichen Zeit. 12 Fragen, 12 superehrliche Antworten – heute von Katrin aus Hannover.

Name: Katrin G. (41), verheiratet mit Patrick (44)
Kinder: zwei Töchter (6) und (14)
Beruf: Bürokauffrau
Wohnort: Hannover

Katrin (41) lebt mit ihrem Mann und den gemeinsamen Töchtern in der Nähe von Hannover in einer Doppelhaushälfte. Das Paar ist seit 13 Jahren verheiratet, die ganze Familie macht gern Sport. Normalerweise haben die Töchter durch den großen Altersabstand nicht viele Berührungspunkte – jetzt aber sind sie aufeinander angewiesen. Und das hat positive Auswirkungen...

 

1. Hand aufs Herz: Wie lange lieft ihr heute im Schlafanzug durch die Bude? 

Bis 11 Uhr, und das ganz ohne schlechtes Gewissen.

2. Chips zum Frühstück, iPad zum Nachtisch: Welche Regel, die du sonst ernst nimmst, hast du heute ohne schlechtes Gewissen gebrochen? 

Schokolade vor dem Mittagessen – und ab 15 Uhr Netflix-Marathon.

3. Was war der größte Fauxpas, das tiefste Tief seit Beginn der #Stayhome-Phase?

Das tiefste Tief hatte ich Anfang dieser Woche, am 85. Geburtstag meines Opas. Da wir hier in Niedersachsen keine Ausgangssperre sondern "nur" Kontaktsperre haben, haben wir uns entschlossen, meinem Opa persönlich ein Überraschungsständchen zu singen. Wir wollten ihn vom Parkplatz aus anrufen und ihn auf den Balkon bitten, um singen zu können. Als wir vorfuhren, saß er einsam in der Sonne vor seiner Garage und hat auf Besuch zu seinem Geburtstag gewartet. Das tat uns unendlich leid, ihn nicht umarmen zu können und mit ihm zu feiern. Wir haben auf Abstand für ihn gesungen, ein Geschenk vor die Füße gestellt und sind wieder heim gefahren. Alle hatten Tränen in den Augen.

4. …und der schönste, innigste, emotionalste Moment? 

Dass unsere beiden Kinder – 7,5 Jahre Altersunterschied und mit vielen Differenzen – angefangen haben, sich anzunähern und Schlafparties zu feiern. 

5. Dein ultimativer Tipp für alle Eltern, die zwischen Homeoffice und Homeschooling mal 30 Minuten Ruhe wollen?

Den ultimativen Tipp könnte ich sicher teuer verkaufen, wenn ich ihn hätte...

6. Was treibt dich gerade so richtig in den Wahnsinn? 


Dass ich nicht zehn ungestörte Minuten für mich habe, es ist einfach IMMER jemand um mich herum.

7. Die größten Sorgen mache ich mir um…

Das Ende der #stayhomephase. Wir vier haben arg entschleunigt und es wird uns sicher schwer fallen, zurück in den vollgepackten, durchgetakteten Alltag zu finden.

Leben & erziehen Abo + Geschenk

Dein Begleiter von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zum Alltag mit Kindern. Jetzt mit 25% Rabatt testen!

8. Wäre ich Politiker, würde ich jetzt… 

Die Mehrwertsteuer auf Spielzeug senken oder gar streichen.


9.  Was macht dir, euch, den Kindern – trotz Corona – gerade gute Laune?

Wir verbringen viel Zeit zusammen im Garten und "erfinden" neue Spiele, die uns oft zusammen lachen lassen. Wir toben uns gemeinsam in der Küche aus, denn das Tageshighlight ist zurzeit das Mittagessen.

10. Auf einer Skala: Wenn 1 total gelassen ist und 10 ultrapanisch – wo stehst du dann gefühlstechnisch, wenn du aktuell Nachrichten siehst? 

Ehrlich gesagt bei 2-3.

11. Wenn das alles vorbei ist, dann werden wir als erstes…

Eine Grillparty mit der Familie und Freunden machen. Die vermissen wir sehr.

12. Zeitreise in den April 2021. Was glaubst du, wie unser Leben in genau einem Jahr aussieht?


Ich befürchte, wir befinden uns dann wieder in dem gleichen Hamsterrad wie im April 2019...

Wenn Ihr mehr über Kathrin erfahren wollt, findet Ihr sie bei Instagram unter midas_mami

Teile diesen Artikel: