Wer kennt's noch?

Diese Dinge haben wir nur beim 1. Kind gemacht – oder?

Viele Eltern kennen das "Problem": Während wir beim ersten Kind noch (über)engagiert waren, läuft das zweite irgendwie so mit ... schlechtes Gewissen vorprogrammiert – oder eben nicht!?

Mamas mit mehr als einem Kind werden diese Herausforderungen des Alltags kennen.
© Foto: iStock/Amax Photo
Mamas mit mehr als einem Kind werden diese Herausforderungen des Alltags kennen.

Bei einigen Dingen waren wir beim ersten Kind noch akribisch hinterher. Und beim zweiten Kind? Da sind sie uns vielleicht nicht auf einmal egal, aber bestimmt sind wir ein Stück weit gelassener geworden – oder auch pragmatischer. Denn: Für manche Sorgen fehlt schlichtweg das bisschen Extra-Zeit. Und dann gibt es noch die Dinge, für die wir gern ein paar Extra-Minuten am Tag geschenkt bekämen, als Eltern von zwei Kindern ... 

1. Hygieneregeln überbewerten

"Neeeeeein, der Schnuller ist runtergefallen!!! Den müssen wir jetzt auf jeden Fall auskochen. Den können wir ihm auf GAR KEINEN FALL wieder in den Mund stecken!!! Nur unter kaltem Leitungswasser abspülen? Bist du wahnsinnig!???" So in etwa der Wortlaut bei Baby 1 ... während Baby 2 die Kuchenkrümel unterm Restauranttisch verputzt. Upsi, da wird auch schnell mal aus der 3-Sekunden-Regel eine 10-Sekunden-Regel, wenn das wütende Kleinkind den heruntergefallenen Keks uuuunbedingt noch essen will, während das Baby uns aus der Trage an der übervollen Drogeriekasse anbrüllt. Ahhh, erwischt!

2. In die Kursfalle tappen

Erst Babyschwimmen, dann zur Babymassage, Pekip, Delfi, Babyzeichensprache, Stillgruppe, Babyturnen ... waaaaah, stopp! Beim ersten Kind haben wir das vielleicht noch alles geschafft und auch gewollt. Schließlich ist man auch dankbar für andere Mami-Kontakte in der Elternzeit. Aber spätestens beim zweiten Kind merkt man schnell, dass das so gar nicht mehr machbar ist. Und eigentlich ist man dann nur noch froh über jede Minute Exklusivzeit mit Baby, die nichts mit Spül- oder Waschmaschine zu tun hat.

3. Dauerpatient beim Kinderarzt

Total normal: Wer zum ersten Mal Eltern wird, macht sich Sorgen – in der Regel schnell und viele. Da ist ein Pünktchen, da ein halber Grad mehr auf dem Fieberthermometer ... ab zum Kinderarzt! Um das zweite Kind sorgt man sich sicherlich immer noch ganz genauso, aber kann logischerweise auf mehr Erfahrungswerte zurückgreifen, die einem den ein oder anderen Weg ins Wartezimmer ersparen können. 

4. Regelmäßig ins (Baby-)Tagebuch schreiben

Ein Punkt, bei dem besonders häufig die Mamis ein schlechtes Gewissen bekommen. (Jap, die Autorin fühlt sich auch erwischt!) Wird im allerersten Lebensjahr von Mini 1 noch das Babytagebuch regelmäßigst (!) mit Infos gefüttert inklusive ausgedrucktem Fotomaterial, dem ersten abgeschnittenen Löckchen und genauesten Tabellen zu Wickel-, Still- und Beikostzeiten, sind wir bei Mini 2 schon mal froh, wenn wir es überhaupt geschafft haben, ein solches Album zu kaufen und die Geburtsdetails auf der ersten Seite auszufüllen. 

5. Meilensteinkarten

Ähnlich geht es Eltern häufig mit regelmäßigen Foto-Updates. Meilensteinkarten sind ziemlich süß – ja, manche finden sie auch kitschig und übertrieben. Aber für alle, die es beim ersten Mal zelebriert haben, die monatlichen Geburtstage, den ersten Milchzahn oder das erste selbständige Sitzen mit einer Karte zu fotografieren, werden wissen: Beim zweiten Kind wird es wohl leider weniger benutzte Meilensteinkarten geben ... 

6. Dieser ständige Baby-Vergleich

Es nervt ja auch beim ersten Kind schon: "Dein Kleiner kann noch nicht sitzen?" "Er darf schon Kuhmilch haben?" "Schläft er mittags schon in seinem Bettchen?" ... Vor allem in diesen wunderbaren Babykursen (s. Punkt 2), die Fluch und Segen zugleich sind, geht es unter Mamas oft heiß her. Na, welches Baby bekommt den 1. Preis!? Beim zweiten Kind wird man zum Glück viiiel entspannter, und muss auch nicht mehr so viele "Ab-wann-kann..."-Gespräche führen. 

7. Alles neu kaufen ...

Beim ersten Kinderwagen denkt man vielleicht noch, der muss einfach neu sein. Und in die ersten Bodys soll noch kein anderer Säugling reingepupst haben. Aber spätestens beim zweiten Kind kommt man nicht mehr drumherum, auch mal gebraucht zu shoppen. Denn: Kinder gehen echt ins Geld! Und das zweite Kind trägt ja sowieso schon gebraucht – vom großen Geschwisterchen. 

8. Aufeinander abgestimmte Babyoutfits

Klar, kein Baby muss durchgestylt sein. Aber ein süßes Outfit für Babyboy oder Babygirl herauszusuchen, das macht den meisten Erstlingsmamas auch einfach viel Spaß. Beim zweiten oder gar dritten Kind fehlt nicht selten die Zeit, um noch die zusammenpassende Farbkombi aus der Schublade herauszufummeln. Plus: Die ungewaschene Wäsche stapelt sich mal wieder. Da muss eben angezogen werden, was noch frisch im Schrank hängt. That's life!

9. Jeden Pups ergoogeln

Es wäre jetzt scheinheilig zu sagen, dass wir kein Interesse daran haben, dass Eltern sich ihr Wissen ein Stück weit auch ergooglen. Aber aus ganz eigener Mami-Erfahrung wissen wir natürlich: Beim ersten Kind suchen wir noch viel eher mal nach Infos zu Blähungen, Babyschlaf und erstem Brei im Netz. Beim zweiten Kind wissen wir es entweder schon oder haben leider gerade keine Hand frei, um ins Smartphone zu tippen. 

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