Corona-Lockerungen in der Hauptstadt

Berlin öffnet Spielplätze: Wer zieht nach?

Viele Eltern in der Bundeshauptstadt atmen erleichtert auf: Berlin öffnet seine Spielplätze wieder. Unter Auflagen kann dort wieder getobt werden. Weitere Lockerungen sind geplant. Doch wann ziehen die anderen Bundesländer nach?

Auch Kitas sollen früher öffnen

Der 30. April 2020 dürfte für viele Eltern in Berlin ein wichtiges Datum werden. So haben alle Bürgermeister der insgesamt zwölf Stadtbezirke zugestimmt, unter Auflagen die Spielplätze wieder nutzbar zu machen. Eine schrittweise Öffnung mit vorheriger Kontrolle und Säuberung ist angedacht. Waren Familien aufgrund der Coronakrise wochenlang in ihrer Aktivität auf gelegentliche Spaziergänge und die eigenen vier Wände beschränkt, so besteht nun die Hoffnung auf eine langsame Rückkehr zu einem normalen öffentlichen Leben. Dennoch müsse man besonnen vorgehen, so Cerstin Richter-Kotowski, Bürgermeisterin von Berlin-Steglitz-Zehlendorf, gegenüber dem Tagesspiegel. "Wir appellieren an die Verantwortung der Berlinerinnen und Berliner sich selbst und anderen gegenüber". So sollen Abstands- und Hygieneregeln unter allen Umständen eingehalten werden.

Weiter ist es in Berlin ab dem 27. April gestattet, wieder mehrere Kinder zeitgleich in Betreuung zu nehmen. So darf ein Erwachsener die Aufsicht für eine Kleingruppe von drei Kindern führen. Das geltende Kontaktverbot wird in solchen Fällen entsprechend gelockert. Somit können sich Eltern besser organisieren, was den Alltag wieder deutlich entspannen könnte.

Vor diesem Hintergrund werden Stimmen laut, dass auch die erst für August angedachten Kita-Öffnungen nun doch deutlich nach vorne verlegt werden könnten. Ob dies aber tatsächlich so umsetzbar ist, muss sich mit Blick auf die weitere Entwicklung der Pandemie erst noch zeigen.

Wann ziehen die anderen Bundesländer nach?

Was bei Berliner Familien für reichlich Entlastung sorgen könnte, ist in anderen Bundesländern noch komplett realitätsfern. Natürlich fordern nun Eltern deutschlandweit Lockerungen mit Blick auf die Coronamaßnahmen, fühlen sich ungerecht behandelt. So schreibt eine betroffene Facebook-Userin: "Dann hoffen wir mal, dass der Spuk bald ein Ende hat und die restlichen Bundesländer auch wieder langsam aber sicher zur Normalität übergehen können... #hoffnungschöpfen." Eine andere fordert direkter: "Dann auch bitte überall!"

Doch auch die Sorge vor einem Rückschlag aufgrund zu früher Lockerungen geht um. Eine Userin schreibt: "Es dauert nicht lange, dann werden sie wieder geschlossen, weil wir wieder einen riesen Sprung zurück machen. Also, ohne Worte."

Ob die Entscheidung, die Coronamaßnahmen für Kinder und deren Betreuung zu lockern, richtig war, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Fakt ist: Die Coronakrise fordert Familien tagtäglich eine Menge ab. Ein wenig Hoffnung auf Besserung, sollte sie auch noch so klein sein, tut vielen Eltern in diesen Zeiten sicher gut.

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