Aus Krisen wachsen

Dank Corona: 19 Dinge, die jetzt besser sind

Entspannte Kinder, entzerrter Terminkalender, mehr Familienzeit: Die Coronakrise hat auch Vorteile gegenüber dem normalen Alltag. Wir haben uns in der Redaktion umgehört. Eine Sammlung.

1. Kein morgendlicher Stress

Da viele im Homeoffice arbeiten und keiner morgens um eine bestimmte Uhrzeit irgendwo sein muss, entzerrt sich der morgendliche Stress. Stattdessen: eine Runde kuscheln im Elternbett und dann gemütlich frühstücken.

2. Ausgeglichene Kinder

Endlich dürfen Kita-Kinder mal so lange schlafen, wie sie wollen. Außerdem: Die Kinder sind viel entspannter, als wenn sie nachmittags nach einem langen Kita- oder Schultag nach Hause kommen. Sie haben viel mehr Zeit, das zu tun, was sie möchten. Und: Konkurrenzdruck, Streitereien mit anderen Kindern sowie einige negative Einflüsse fallen weg. Traumhaft, dass der Nachwuchs nicht mehr jeden Tag mit einem neuen Schimpfwort und die Ecke kommt!

3. Mehr gemeinsame Mahlzeiten

Auch wenn das nicht für alle Familien ein Vorteil ist, dass sie sich nun selbst um die warme Mahlzeit für ihr Kind kümmern müssen – viele genießen jetzt die gemeinsamen Mahlzeiten, die man sonst im Alltag nicht hat, da die Kinder dann in der Kita oder Schule essen. 

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4. Bindung stärken

Wer sonst ein Mama-Kind ist (einfach, weil sie mehr zu Hause ist), hat jetzt viel mehr Zeit mit Papa. Das schweißt ordentlich zusammen.

5. Intensive Familienzeit

Viele Familien verbringen jetzt bewusst viel mehr "Quality Time" miteinander. Weil alle zu Hause sind und weil Verabredungen tabu sind. Da lässt man sich schon mal zwischendurch etwas Besonderes einfallen, um sich die Zeit zu versüßen: Karaoke spielen, gemeinsam basteln, backen und kochen oder auch mal ein Eis essen und eine Fernsehsendung gemeinsam anschauen.

6. Gelassener und entspannter werden

Regeln, die sonst gelten, muss man in diesen Zeiten nicht ganz so strikt einhalten. Ein bisschen mehr Achtsamkeit und Entspanntheit tun der ganzen Familie gut.

7. Anpacken

Da der Urlaub ausfällt, macht man jetzt Dinge, zu denen man sonst nicht kommt. Zum Beispiel endlich den Keller aufräumen. Oder die Wohnung renovieren. Oder im Garten arbeiten ...

8. Extraportion Kuscheln

Kleine Kuscheleinheiten sind jetzt zu jeder Tages- (und Nacht)zeit möglich. Das tut gut. Einfach mal schnell auf Mamas oder Papas Schoß krabbeln und auftanken.

9. Keine Kita-Keime

Noch nie waren wir so lange ohne Rotznase! Und Läuse sind jetzt auch kein Thema.

10. Schneller trocken werden

Zu Hause kann man das Kind viel leichter einfach mal öfter ohne Windel laufen lassen. Das will man den Kita-Erziehern nicht zumuten. Da staunt man jetzt, was die Kleinen (vielleicht wider Erwarten) schon können.

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11. Geschwisterliebe

Der große Bruder bringt der kleinen Schwester bei, ihren Namen zu schreiben. Die Geschwister denken sich Rollenspiele aus, spielen zusammen "Tic-Tac-Toe".

12. Sich alleine beschäftigen

Plötzlich entdeckt auch das Kind, das immer Unterhaltung will, seine eigene Kreativität. Es baut stundenlang mit Lego, schreibt der Oma eine Karte oder malt ein Bild von seiner Familie.

13. Alternative Geburtstage

Statt Geschenken aus dem Spielzeugladen gibt es jetzt selbst gemalte Bilder oder einen Familienausflug in die Natur (wo das noch erlaubt ist). Und die Eltern müssen keinen stressigen Kindergeburtstag ausrichten.

14. Klare Luft

Nicht zuletzt profitiert momentan unsere Umwelt – und bekommt endlich die Chance, sich wenigstens ein Stück weit zu regenerieren: Kaum noch Lärm und Luftverschmutzung durch Flugzeuge, weniger Verkehr auf den Straßen.

15. Die Natur neu entdecken

Es braucht nicht immer das neueste Spielzeug. Auch Stöcke und Steine können wunderbar einen Nachmittag füllen. Wer das Glück hat, in der Nähe eines Baches zu leben, kann Staudämme bauen oder einfach Steine ins Wasser werfen. Endlich hat man Zeit, eine Höhle im Wald zu bauen und ausgiebig Vögel und Eichhörnchen zu beobachten.

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16. Spielen ohne Luxus

Warum nicht einfach mal wieder die Straßenmalkreide rauskramen? Kita-Kinder malen bunte Bilder, Schulkinder schreiben mutmachende Sprüche auf die Straße (den Fußweg). Überall hängen Regenbogen in den Fenstern. Auch Seifenblasen sind wieder hoch im Kurs. Tolle Experimente kann man einfach mit Filtertüten und Wassermalfarben machen.

17. Mitgefühl und Nächstenliebe

Für die alten Nachbarn einkaufen, Oma und Opa das selbst gekochte Essen vor die Tür stellen: Ehrenamt kann richtig Spaß machen. Und: tut nicht nur den Beteiligten, sondern auch der Gesellschaft gut.

18. Die Großeltern leben hoch!

Wenn wir sie auch leider gerade nicht live sehen dürfen, ist es erstaunlich und bewundernswert, wie schnell sich die ältere Generation an "neue" Technik wie Video-Telefonie per "Facetime", "WhatsApp"-Call oder das gute alte Skype gewöhnt. Und auch "alte" Medien sind wieder voll im Trend: Jede Woche eine Postkarte von der Oma, dann eine zurück vom Enkel – frei nach dem Motto: Wir sind uns trotzdem nah, jetzt erst recht!

19. Zwangs-Entschleunigung

Unser Fazit? Wir brauchen nicht immer Kurse (weder für uns noch die Kinder), Bespaßung von außen, 1000 Termine, Mitgebseltütchen etc. Besinnen wir uns doch einfach mal auf das Wesentliche und das, was wirklich zählt: unsere Familie. Dabei hilft uns Corona.

Anmerkung: Dieser Beitrag soll die Coronakrise keineswegs beschönigen. Aber gerade in schwierigen Zeiten ist es für die eigene Seele und für die der Kinder wichtig, sich das Positive vor Augen zu führen. Und zu sehen, dass man aus Krisen auch gestärkt hervorgehen kann: als Einzelner, als Familie und womöglich sogar als Gesellschaft.

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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