Maßnahmenpaket vom Staat

Coronavirus: Finanzielle Entschädigungen für Eltern

In Zeiten des Coronavirus und den damit verbundenen Kita- und Schulausfällen sind Eltern mehr denn je zu Hause gefordert. Bei vielen kommen nun Sorgen und Ängste rund um die finanzielle Weiterversorgung auf.

Gute Nachrichten für Eltern: Der Staat hat ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, mit dem Eltern von Kita- und Schulkindern in dieser schwierigen Situation entlastet werden sollen. 

Dauer und Höhe der Entschädigung

Am vergangenen Montag (23. März 2020) hat das Bundeskabinett als Ergänzung des geltenden Infektionsschutzgesetzes die Aufnahme eines Finanzpaketes für Eltern von Kita- und Schulkindern bis 12 Jahre beschlossen. Besteht keine Homeoffice-Option und somit keine Gewährleistung einer normalen Weiterführung der Arbeit von zu Hause aus, waren Eltern bislang auf Urlaubstage angewiesen. Diese Situation soll sich durch die neuen Maßnahmen ändern.

Die Inanspruchnahme der staatlichen Entschädigung, welche über den Arbeitgeber als Fortzahlung geleistet wird, umfasst eine Summe in Höhe von 67 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens des jeweiligen Elternteils. Diese wird höchstens über einen Zeitraum von sechs Wochen ausgezahlt und darf eine Höhe von 2016 Euro pro Monat nicht überschreiten. Diese Regelung ist bis Ende dieses Jahres in Kraft.

Wer hat keinen Anspruch?

Von einer Inanspruchnahme dieser Entschädigung ausgenommen sind Elternteile, die für die Betreuung ihres Nachwuchses auf eine andere Weise Sorge tragen können. Beispielsweise durch das jeweils andere Elternteil oder angebotene Maßnahmen in entsprechenden Einrichtungen oder Ähnlichem. Die Betreuung durch Großeltern entfällt in diesem Zusammenhang. Ebenfalls nicht miteinbezogen werden Eltern in Kurzarbeit oder mit Zugriff auf andere finanzielle Weiterversorgung durch den Arbeitgeber.

Zusatzzahlungen für Geringverdiener

Eine weitere Maßnahme, die gerade Geringverdiener in dieser schweren Zeit untersützen und somit vor einem möglichen Abrutschen in Hartz-IV bewahren soll, steht ebenfalls bereits. Bis zu 185 Euro pro Monat können zusätzlich zum Kindergeld beantragt werden. Dafür reicht der Einkommensnachweis des zurückliegenden Monats aus. Anhand dessen wird die Höhe der Zahlung berechnet.

Werden Kita-Gebühren erstattet?

Aufgrund der flächendeckenden und anhaltenden Schließungen hoffen viele Eltern auf eine Rückerstattung der gezahlten Gebühren. Und diese Hoffnung ist durchaus berechtigt, da rechtlich gesehen keine erbrachte Leistung als Gegenwert für eine geleistete Zahlung besteht. Jedoch müssen Beschlüsse darüber individuell von den Ländern festgelegt werden. Thüringen und Hamburg machen es bereits vor und zahlen Eltern die Kita-Gebühren zurück. Eine bundesweite Regelung steht allerdings noch aus.

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Unser Autor

Martin Piecha

Content Manager bei Junior Medien

Martin stammt als studierter Sportjournalist und -manager sowie ehemaliger Redakteur für Fitness- und Gesundheitsthemen aus einem eher anderen Fachbereich. Er liebt jedoch die redaktionelle Herausforderung und stellt sich voller Freude und Enthusiasmus dem weiten Feld rund um das Elternwerden und Elternsein.

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