Schutz der älteren Generation

Coronavirus: Tipps für den sicheren Kontakt zu Oma und Opa

Die Empfehlungen sind eindeutig: Großeltern sollten aufgrund der Ansteckungsgefahr vorerst keinen direkten Kontakt zu ihren Enkeln haben. Sich an diese Empfehlung zu halten ist schwer – für alle drei Generationen. Mit diesen Ideen wird es leichter.

Kitas und Schulen haben geschlossen, Betreuungshilfe durch die Großeltern wäre derzeit gefragter denn je. Doch Prof. Dr. Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, warnt davor, die Kinder zu den Großeltern zu geben: Da gerade die ältere Generation zu den Risikogruppen gehört, sollte man sie keiner zusätzlichen Ansteckungsgefahr aussetzen.

Kontakt halten – auf allen möglichen Kanälen

Nicht nur für die Kinder, auch für Oma und Opa kann dieses Kontaktverbot zu großer Unsicherheit führen: Sie bieten ihre Hilfe an – und gerade jetzt, da die Unterstützung so besonders wichtig wäre, stoßen sie auf Widerstand. Das kann selbst gestandene Großeltern aus der Bahn werfen und im schlimmsten Fall als Ablehnung und Ausgrenzung missverstanden werden.

Umso wichtiger ist es, auf den verschiedenen Kommunikationskanälen den Kontakt zu Oma und Opa aufrecht zu erhalten. Zum Beispiel so:

1. Telefonieren als feste Routine

Schlafanzug anziehen, Zähneputzen, eine Gute-Nacht-Geschichte lesen und dann: ein Anruf bei Oma und Opa! Kurz erzählen, wie der eigene Tag war und nachfragen, wie es den beiden geht, bevor man sich eine gute Nacht wünscht. Durch das tägliche Ritual verlieren Oma und Opa nicht den Anschluss an den Alltag der Kinder.

2. Skypen oder Videochatten

Noch schöner als nur die Stimme zu hören ist es natürlich, sich auch sehen zu können. Mit Skype, Facetime oder anderen Videoanruf-Programmen können Oma und Opa je nach Alter der Kinder live Bilderbücher vorlesen, Puppentheater veranstalten oder Schiffe versenken spielen. Mit ein bisschen Übung kann so ein "digitaler Betreuungs-Zeitraum" auch in den Home-Office-Alltag der Eltern integriert werden.

3. Briefe schreiben

Bei all den digitalen Möglichkeiten bleibt er doch das schönste "Ich habe an dich gedacht"-Zeichen: ein echter Brief. Der große Vorteil: In den Umschlag passen auch gemalte Bilder und andere kleine Kunstwerke, die Oma und Opa sich aufhängen können, bis sie die Enkel endlich wieder live sehen dürfen. Andersherum freuen sich Kinder genauso sehr über eine echte Ansichtskarte im Briefkasten.

Wir wünschen allen Großeltern und Enkelkindern gutes Durchhalten in dieser Zeit – bitte bleibt gesund!

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Unsere Autorin

Silke Schröckert

Silke Schröckert wollte Journalistin werden, seit sie im Alter von acht Jahren das erste Mal Lois Lane in "Superman" gesehen hatte. Mit 23 wurde sie Chefredakteurin eines Kinderzeitschriftenverlages.

Heute ist Silke spezialisiert auf Familienthemen und textet für Kinder- und Comic-Magazine. Das freut vor allem Sohn Tom und Tochter Mina. Auf ihrer eigenen Seite schreibt sie für die Generation Großeltern. Bei leben-und-erziehen.de nimmt sie sich aktuellen Themen aus Sicht einer Zweifach-Mama an.

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