Sorge um Influencerin

"Couple on Tour": Nach dem Schlaganfall kämpft sich die 26-Jährige ins Leben zurück

Sie hatten sich so sehr auf das gemeinsame Kind gefreut, doch dann kam alles anders: Während Vanessa ihre gemeinsame Tochter zur Welt brachte, lag Ehefrau Ina im Koma. Bei ihrer Familie kann die Influencerin noch immer nicht sein, aber sie macht Fortschritte in der Therapie ...

Update 22. September 2022: Ina macht Fortschritte, mit zahlreichen Therapien kämpft sie sich nach und nach ins Leben zurück. Als die 26-Jährige aus dem Koma erwachte, wurde deutlich, wie schwerwiegend die Folgen ihres Schlaganfalls sind: Sie ist links halbseitig gelähmt. Mittlerweile kann sie wieder sprechen, ihre linke Hand und das Bein wieder ein wenig bewegen. Meilensteine, wie das Drehen der Hand, die sich Ina in der Therapie schwer erarbeitet hat. Auf Instagram teilt Eherau Vanessa regelmäßig Storysequenzen mit denen sie die Follower auf dem Laufenden hält. Auch Töchterchen Olivia hat Ina schon Besuche abgestattet, sicherlich wunderschöne gemeinsame Momente für die drei, auch wenn Ina und Vanessa sich ihren Start ins Leben als kleine Familie ganz anders vorgestellt hatten. Vanessa ist nach der Geburt der kleinen Liv (Spitzname) aus der gemeinsamen Wohnung des Paares aus- und bei ihren Eltern eingezogen. Zwischen Baby, Alltag, Social Media und Krankenhaus- und Rehabesuchen für die junge Mutter die beste Option. 

Wir wünschen Ina weiterhin viel Kampfgeist und gute Besserung!

Sendepause bei Insta

Juli 2022: Auf Instagram folgen Vanessa und Ina rund 2,5 Millionen Menschen. Als @coupleontour gewährt das Paar seinen Followern offen Einblicke in sein Privatleben, die beiden erzählen von ihrem Alltag, teilen Bilder ihrer Hochzeit und enthüllen im Dezember 2021 Vanessas Schwangerschaft. Mitte Juli ist auf einmal Sendepause, die zwei jungen Frauen, deren Kind in diesen Tagen zur Welt kommen müsste, melden sich weder mit einem Post noch in ihrer Story. Der Grund für die Social Media-Abstinenz ist allerdings nicht, wie vielleicht zu erwarten wäre, die Geburt ...

Ina erlitt einen schweren Schlaganfall

Eineinhalb Wochen später erzählt Vanessa in einem emotionalen Video, was die Familie in den letzten Tagen durchlebt hat: Sie sei bei Ina gewesen, der Tag sei verlaufen, wie immer, als sie plötzlich eine Lähmung im Gesicht ihrer Lebensgefährtin wahrnahm: "Auf einmal guckt sie mich an und ich sehe, dass etwas nicht stimmt. Ihr halbes Gesicht hatte sich nicht mehr richtig bewegt." Minuten später traf bereits der Krankenwagen ein und brachte Ina in eine Klinik. Nach einigen Untersuchungen stand die Diagnose im Raum, die für Vanessa nach wie vor unbegreiflich ist: schwerer Schlaganfall. "Ich weiß nicht warum, ich versteh nicht, warum das Schicksal mit uns so ist, ich finde, wir waren immer gute Menschen und hatten so ein perfektes Leben. Und warum es Ina getroffen hat oder uns getroffen hat verstehe ich immer noch nicht. Sie ist einfach 26." Ina wurde ins Koma versetzt. Vanessa, zu diesem Zeitpunkt hochschwanger, begriff, dass ihre Partnerin bei der Entbindung nicht dabei sein würde, und erinnert sich: "Ich weiß nicht mal, ob sie ihr Baby jemals sehen wird."

Wenige Stunden nach der Diagnose setzten die Wehen ein

In der nächsten Nacht bekam Vanessa Wehen. Im Kreissaal stand ihr spontan ihre Mutter bei. Über die Geburt ihrer Tochter hat die junge Mutter noch nicht viel erzählt. Das Ereignis, auf dass sich beide Frauen so sehr gefreut haben, wurde überschattet von dem unvorhersehbaren Schicksalsschlag. 

Inzwischen hat Vanessa nicht nur den Namen ihrer Kleinen verraten – sie heißt Olivia Rose – auch Ina konnte ihre Tochter bereits einige Male sehen: Nach einer Operation am Gehirn ist sie aus dem Koma erwacht, reagiert, kann sogar sprechen und sich teilweise bewegen. "Ich weiß, dass es nie wieder so sein wird, wie es einmal war", schreibt Vanessa in einem Post aus dem Krankenhaus. Denn ob Ina zum Beispiel jemals wieder laufen lernen wird, ist unklar. Das werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

Mittlerweile wurde von den Ärzten die Ursache für Insa Schlafanfall gefunden, wie Vanessa in einer Instagram-Story berichtet: "Das liegt daran, dass sie ein Loch im Herzen hat“. Vorher davon gewusst, haben die beiden nicht. Zeitnah soll das Loch jetzt in einer OP verschlossen werden. Auch, um das Risiko eines weiteren Schlaganfalls so klein wie möglich zu halten. 

Wir hoffen für die Familie nur das Beste und wünschen Ina auf ihrem Weg der Genesung alles Gute!

Petition für eine Reform des Abstammungsrechts

Übrigens: Vanessa und Ina setzen sich für eine Reform des Abstammungsrechts für Regenbogenfamilien ein, damit in lesbischen Beziehungen die Ehefrau der biologischen Mutter direkt als Mutter anerkannt wird. Bisher muss sie dafür das Verfahren einer Stiefkindadoption durchlaufen. Ein aufwändiger und kostenintensiver Prozess. Während heterosexuelle Paaren einfach einen Antrag auf Vaterschaftsanerkennung einreichen, müssen zum Beispiel Vanessa und Ina zum Jugendamt, wo beide geprüft werden und zahlreiche Nachweise erbringen müssen, u. a. folgende Dokumente:

  • Vertrag mit der Samenbank
  • einen Lebensbericht
  • Fragebogen für den leiblichen Elternteil
  • eine Meldebescheinigung
  • ein Führungszeugnis 
  • notarielle Einwilligungserklärung
  • ärztliches Attest, ob eine Eignung vorliegt (!!)
  • Gehaltsnachweise etc.

Wenn ihr die Petition für die Reform des Abstimmungsrechts unterschreiben und unterstützen wollt, könnt ihr das hier.

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