Ein Blick in die Zukunft

Das erste Wochenende nach Corona

Eis essen in der Sonne, Freunde auf der Straße treffen: Unser Autor stellt sich vor, wie das erste Wochenende nach dem Corona-Shutdown aussehen könnte.

Heute ist Freitag. Der erste Freitag nach Corona. Gestern war die Pressekonferenz. Angela Merkel und Jens Spahn – dicht nebeneinander – verbreiten Zuversicht. "Endlich geschafft. Das Virus im Griff. Wir dürfen raus."

Also alles wieder wie vorher. Volle Restaurants, Bars, Kinos. Und ab Montag sind dann auch die Kitas und Schulen wieder offen. Amazon macht den schlechtesten Umsatz seit Jahren. Wie fein. Auch Besuche und Umarmungen von Freunden, vielleicht sogar Eltern und Großeltern, sind wieder möglich.

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Also los. Womit fange ich an? Wer ist mir am wichtigsten, wen oder was habe ich am meisten vermisst? Zuerst zum Sport? Lieber die besten Freunde sehen? Vielleicht shoppen? Ich kann mich nicht entscheiden. Das große Angebot, das bis vor einigen Wochen einfach normal war, überfordert mich jetzt.

Also beginne ich den Freitagabend mit Pizza und Tiramisu beim Italiener um die Ecke – zusammen mit meiner Familie. Der Samstag ist ein Sonnentag. Wir gehen raus. Spazieren einfach im Viertel herum, ein Schokoladen-Eis mit Sahne für Mami und mich, für die Kinder ein großes Spaghetti-Eis. Unterhaltungen mit bekannten Gesichtern, die uns begegnen, immer noch auf Abstand, aber trotzdem näher als zuvor. Am Abend dann noch einmal raus. Vielleicht zwei Gläser Rotwein bei Nissim im Liebling.

Und am Sonntag? Vielleicht an die Ostsee, an den Strand, wenn die Sonne wieder scheint. Alles zusammen mit den Menschen, mit denen ich schon die letzten Wochen verbracht habe. Meiner Familie.

Das Leben nimmt nur langsam wieder Fahrt auf. Was für eine schöne Vorstellung – das Leben nach dem Corona-Shutdown.

#waszaehltistfamilie
#jetzterstrecht

Unser Autor

Jan Wickmann ist eigentlich Kaufmann und der Verleger von Leben&Erziehen. Er liebt Zeitschriften. Und als Vater von drei Kindern ist er in Familienangelegenheiten so versiert, dass er manchmal auch selbst in die Tasten haut.

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