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Irrationale Gefühle in der Babyzeit

Emotionale Achterbahnfahrt

Schon als Schwangere lebt man emotional gesehen auf der Achterbahn. Dass das Auf und Ab aber noch steigerungsfähig ist, merkt man erst, wenn das Baby da ist.

"Ich hoffe, ich lebe lange genug, damit mein Kleiner sich an mich erinnern kann!" Meine Freundin schaut mich ernst an, ganz unvermittelt sagt sie diesen Satz, der so gar nicht zu unserem Kaffee-Date in der Herbstsonne passt. Trotzdem weiß ich sofort, was sie meint. Als Mutter hat man solche Gedanken, vor allem in den ersten Lebensjahren der Kinder.

Als ich noch gestillt habe, konnte schon eine Fahrt zur Tankstelle Gedanken auslösen wie "Wenn ich jetzt einen Unfall habe und sterbe, muss mein Baby verhungern!" Logisch betrachtet natürlich völliger Unsinn, aber wie soll man emtional stabil bleiben, wenn einem schon beim Geschrei vollkommen fremder Säuglinge die Milch einschießt? Was sich die Natur wohl dabei gedacht hat?

Die Urängste kommen hoch

Alleinerziehende oder Frauen, deren Partner viel beruflich unterwegs sind, kennen auch die Angst davor, nachts zu sterben. Schlimm ist dabei interessanterweise nicht die Vorstellung vom eigenen Tod, sondern die Angst, dass dem Baby dadurch etwas passieren könnte. Anscheinend konfrontiert uns das Elternsein mit diesen ganz elementaren Dingen.
Ich jedenfalls war so froh, als meine Kinder verständlich sprechen konnten. Damit waren sie in meiner Vorstellung in der Lage, sich selbst zu helfen.

Babys sind auf uns angewiesen

Fängt man als Schwangere an zu weinen, weil im Fernsehen gerade ein Wal-Baby zur Welt kommt, ist das noch irgendwie süß und steht quasi als Zeichen der Vorfreude. Aber mich haben diese Ängste oft belastet, als die Kinder noch klein waren. Und auch meine Freundin fand ihren düsteren Gedanken nicht wirklich "romantisch". 
Dass man als Baby so vollkommen abhängig ist von der Fürsorge anderer Menschen, ist einfach heftig, finde ich. Für das Kind, weil es Glückssache ist, ob es diese Fürsorge und Liebe erhält. Aber eben auch für die Eltern, die ja wissen, wie wichtig sie für dieses kleine Wesen sind. Und unweigerlich denkt man als Erwachsener dann eben auch an all die Kinder, denen es nicht gut geht und die nicht voller Urvertrauen an Mama oder Papa gekuschelt einschlafen können...

Autorin: Martina Dankof

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