"Das könnte ich nicht"

Warum euer Familienleben nur eurer Familie gefallen muss

"So wie ihr das macht, könnte ich das nicht!" Hört ihr das öfter in Bezug auf euren Familienalltag? Dann kommt hier der richtige Konter von der Autorin Silke Schröckert, die in ihrem Buch "101 Dinge, die in keinem Elternratgeber stehen!" noch viele solcher lebensnahen Geschichten erzählt. Immer mit der richtigen Dosis Humor natürlich.

Eure Familie. Eure Entscheidungen!
© Foto: Getty Images/Oliver Rossi
Eure Familie. Eure Entscheidungen!

Mein Mann bringt morgens die Kinder in die Kita beziehungsweise zur Schule. Ich hole sie nachmittags ab. Er liest abends unserem Sohn "Harry Potter" vor, ich unserer Tochter Bilderbücher. Ich stehe morgens als Erste auf, er geht als Letzter ins Bett. Ich gehe mit den Kindern zum Arzt, er nimmt sie mit zum Friseur.

Ich könnte noch lange so weiterschreiben ...

... aber ich will dich nicht langweilen. Worauf ich hinaus möchte, ist Folgendes: Ich bin jetzt seit siebeneinhalb Jahren Mutter, und in dieser Zeit habe ich noch keine andere Familie kennengelernt, die die täglichen To-dos exakt so aufteilt wie wir. Dafür aber jede Menge Eltern, die finden (und mir sagen), dass unsere Art, den Alltag zu gestalten, nicht die richtige sei. Weil mein Mann zu wenig macht oder weil ich im Gegenteil zu viele Dinge an ihn "abgebe". Weil wir beide jeweils zu viel arbeiten oder aber insgesamt nicht genug. Weil wir zu wenig Zeit zu zweit haben, die Kinder aber gleichzeitig zu oft weggeben. Wie auch immer die Kritik an unserer Art, "es zu machen", ist, der immer wieder gern verwendete Satz dazu lautet: "Das könnte ich nicht."

Dabei liegt es doch auf der Hand: Kein Mensch auf der Welt ist verpflichtet, sein Familienleben so zu gestalten, wie andere es tun. Und noch wichtiger: Kein Mensch auf der Welt muss es gut finden, wie andere es tun.

Der beste Konter auf "Das könnte ich nicht." ...

Die einzig wirklich wichtige Sache ist, dass man selbst und die eigene Familie glücklich damit ist, wie man die Dinge meistert. Nur wenn das nicht der Fall ist, gibt es einen Grund, irgendetwas zu ändern. In allen anderen Fällen lautet die sinnvollste Erwiderung auf das nächste "Das könnte ich nicht": Wie gut, dass du das ja auch nicht musst.

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