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Spagat zwischen Familie und Job

Kind und Karriere – von wegen geht nicht ...

Viele haben das Gefühl, sich zerreißen zu müssen. Mutter sein und der Wiedereinstieg ins Berufsleben ist meist sehr kompliziert. Bloggerin Camilla hat es versucht. Und darauf andere Frauen befragt, wie und ob sie es schaffen.

 

Der Spagat zwischen Familie und Arbeit ist enorm –  doch immer mehr Mütter schaffen ihn. Doch wie genau bewerkstelligen diese Frauen den Balanceakt? Mit welcher Unterstützung? Und welche Kompromisse müssen sie dafür eingehen? Was muss sich überhaupt in Deutschland ändern, damit Frauen zukünftig nicht mehr das Gefühl haben, sich zerreißen zu müssen? 

 

Der schwere Weg zurück in den Job 

Nach einem Jahr Elternzeit wieder zurück in den Job zu gehen, gleicht einem Ruck. Einem Ruck, den sich viele geben oder auch aushalten müssen, wenn vor Ort ein anderer Wind weht. Sich mit Kollegen zusammentun, weil man die Mittagspause verkürzt, um rechtzeitig zur Kita aufbrechen zu können. Und dann noch schief angeschaut wird, weil man früher geht …

Ich selbst musste es auf die harte Tour lernen. Das gesamte Jahr hatte ich mich nach einem geregelten Arbeitsleben zurück gesehnt. Vor Ende der Elternzeit bekam ich dann noch ein Jobangebot, dass ich nicht ausschlagen konnte: Redaktionsleiterin bei einem Mama-Magazin. Ein Traum! Ein Job, den ich mir in den buntesten Farben ausgemalt hatte: Eine gute Bezahlung, eine 30-Stunden-Woche und dann noch bei einem Verlag, der doch einfach Verständnis für den Alltag einer Muter haben muss. 

Doch was dann kam, war eine tagtägliche Zerreißprobe, einhergehend mit völliger Erschöpfung. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das Grundgefühl war, dass ich keinem wirklich gerecht werde: Ich musste mich in einen neuen Job reinfuchsen, während die Kitaeingewöhnung meiner Tochter, sagen wir mal, mäßiglief. Jeden Tag, nachdem ich sie bitterlich weinend in der Kita abgegeben hatte, war ich zu spät dran und hetzte mit furchtbar schlechtem Gewissen und zerschlissener Frisur ins Büro. Dort wurde ich von meiner kinderlosen Chefetage mit dummen Sprüchen oder einem mahnenden Blick empfangen. 

Nein, es gab kein Verständnis dafür, dass ich bereits viele Stunden wach war, die Übergabe in der Kita 15 Minuten länger gedauert hat, weil sich mein schluchzendes Kind an mir festgekrallt hatte. Es ist natürlich nicht verwunderlich, dass Menschen ohne eigene Kinder dies nicht nachempfinden können. Und sie werden auch den Abschiedsschmerz nicht nachfühlen können, der einem tagtäglich das Herz bricht. 

Zu dem morgendlichen Dramen gesellte sich in meinem Fall auch noch das Unverständnis der Vorgesetzten, dass ich keine Überstunden machen konnte.  „Du kannst Dein Kind doch mal etwas später abholen!”, das war so ein Spruch, der gar nicht ging. Und ich selbst war ständig unzufrieden mit meiner Arbeit, die ich selbst mit einer 50-Stunden-Woche nicht geschafft hätte.

Mir ging es also schlecht. Ich hatte das Gefühl, nichts richtig machen zu können, und wenn nur ging es auf Kosten meines Kindes. So zog ich nach fünf Monaten die Reißleine – und kündigte meinen Job. Die wundervolle Festanstellung mit all den Leistungen, die einem so viel Sicherheit geben. Doch ich entschied mich, dass mein Leben anders aussehen sollte und ich die Regeln dafür bestimmen möchte. 

Ob ich heute weniger arbeite? Nicht im Geringsten. Es nimmt sogar noch viel mehr Zeit im Tag ein – aber ich entscheide, wann ich arbeite und wann ich Zeit mit meinem Kind verbringe. Ich habe zwar Sicherheit aufgegeben, aber dafür unglaublich viel Freiheit und Flexibilität gewonnen. Natürlich ist das nicht der richtige Weg für andere, aber es war die richtige Entscheidung für mich.

 

Das Muttersein verändert dich

Das Muttersein verändert dich in deinen Grundfesten. Es stellt deine bisherigen Werte in Frage und dein Leben auf den Kopf. Manchen Frauen fällt es leichter, anderen schwerer sich in der neuen Rolle zurecht zu finden. Wenn ich mit anderen Müttern spreche, höre ich zwischen den Zeilen immer wieder raus: Ich bin zwar erschöpfter, aber glücklicher und fokussierter als vorher. 

„Die ersten zwölf Wochen waren wahnsinnig intensiv. In so kurzer Zeit ist so viel passiert wie sonst vielleicht in einem Jahr. Es fühlt sich ganz selbstverständlich an, Mutter zu sein und doch lernt man jeden Tag immer noch dazu. Die Wochen vergingen wie im Flug und es kommt mir manchmal immer noch vor wie ein kleiner Traum. Ich habe mich selbst, meinen Mann und natürlich unsere kleine Tochter ganz neu kennengelernt,” beschreibt Anne-Kathrin Strauss, freie Redakteurin und Bloggerin auf www.les-attitudes.com die erste Zeit als Mutter. 

Es relativiert viel und man bekommt eine völlig neuen Blickwinkel – auch auf die Arbeitswelt. Mein Erfahrung ist: Mütter sollten die Elternzeit nutzen, um herauszufinden, was sie beruflich danach wirklich tun möchten. Frauen sollten dies als Chance sehen, ihre bisherige Arbeitssituation, sofern sie nicht wirklich zufrieden damit sind, zu überdenken.

 

Die Sehnsucht nach der Arbeit

Teresa Bücker, die Redaktionsleiterin von Edition F, einem Online-Magazin rund um Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aus weiblicher Perspektive, ist vor fast einem Jahr Mutter geworden. Sie schrieb in einem Artikel, dass sie bereits nach drei Wochen Muttersein Sehnsucht nach dem Großraumbüro hatte. 

Sie erwartete unzählige negative Kommentare dazu, doch sie bekam stattdessen eine überwältigende – positive – Resonanz. Dutzende Kommentare und Zuschriften von jungen Müttern, den es ähnlich ging. „Ich glaube, mir hat vor allem sehr schnell gefehlt, unter Menschen zu sein und mit dem Kopf arbeiten zu dürfen. Ich habe ja nicht aufgehört, Nachrichten und Debatten zu verfolgen und als Journalistin möchte man dort einfach mitmischen – und das ging nicht,” erinnert sich Teresa Bücker.  

Franziska von Hardenberg, Chefin eines Online-Blumenversands, geht es zur Zeit ganz ähnlich. Sie ist selbstständige Unternehmerin mit einem fast 20-köpfigem Team. Ihre Tochter ist erst wenige Wochen alt, doch bereits jetzt arbeitet sie etwa zehn bis zwanzig Stunden in der Woche. Allerdings arbeitet sie größenteils von zu Hause aus oder nimmt das Baby einfach mit ins Büro. „Ich habe zum Glück ein super Team, auf das ich mich voll verlassen kann. Natürlich werde ich trotzdem zu vielem gefragt. Für mich ist das aber keinerlei Last, sondern ich finde es schön, dass es mir schon so schnell wieder so gut geht, dass ich mit anpacken kann,” sagt sie. 

 

Der richtige Weg zwischen Familie und Beruf

Als ich Tanya Neufeldt aka Lucie Marshall, Bloggerin, Buchautorin und Moderatorin befragte, bekam ich eine wunderbare Antwort: „Ich suche nicht mehr danach. Mich hat das so unter Druck gesetzt, einen – den RICHTIGEN – Weg zu finden, bis ich irgendwann gemerkt habe: Vielleicht gibt es gar keinen? Seitdem atme ich viel ein und aus. Und wieder ein und aus. Ich habe vor allem aufgehört, mein Familienleben vom Arbeitsleben zu trennen. Ich war sehr lange darauf bedacht, im Arbeitsleben so perfekt zu funktionieren, wie früher ohne Kind. Und das ist Quatsch. Wenn mein Sohn jetzt krank ist, dann sitzt er eben mit beim Meeting und wer doof guckt, hat selber schuld. Es ist wie es ist, und je flexibler ich bin und meinen Perfektionismus hinten anstelle desto besser.”

Tanya war Schauspielerin, bis sie Mutter wurde – und ihren Job hinterfragte. Ihr wurde bewusst, dass es sie nicht mehr glücklich macht, am Set zu stehen. Diese Erkenntnis erzeugte erst einmal Angst, schließlich war die Schauspielerei 15 Jahre lang ihre berufliche Basis. Doch nach einer emotionalen Berg- und Talfahrt hatte sie das Schreiben für sich entdeckt. Sie gründete ihren Blog „Lucie Marshall”. Und der Erfolg gab ihr recht, heute schreibt sie sogar an ihrem zweiten Buch. Die größte Herausforderung für Tanya war es, ihren eigenen Perfektionismus auf die Couch zu setzen und zu sagen: „Ich nehme mir jetzt die Zeit für beides: Lese eine Illustrierte und  kratze währenddessen Nutella von den Pailetten-Kissen". Auch Maite Kelly, Sängerin, Moderatorin und Dreifach-Mama hat solche Erfahrungen gemacht. Sie ist eine Vollblut-Mama und hat sich bei jedem ihrer drei Kinder eine Auszeit genommen. Auch wenn sie hin und wieder viel arbeitet, steht die Familie für sie immer an erster Stelle. 

„Man muss in der Zeit auch lernen Nein zu sagen, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Mit der wachsenden Erfahrung, kann ich heute schneller feststellen wann mir, uns oder der ganzen Familie zu viel zugemutet wird”, erzählt sie. Aber Maite weiß auch: „Ich habe das Glück, dass ich als Künstlerin vieles von zu Hause entwickeln und bewegen kann. Und ich nehme keine an Jobs, bei denen ich nicht als Mutter verstanden werde. Wer mich als Schauspielerin oder Sängerin, Moderatorin, engagiert mich auch als Mutter.” 

 

Wir brauchen ein anderes Frauen- und Mutterbild

In den meisten Fällen belastet nicht der Druck von Arbeitgebern oder des Umfelds die Mütter in ihrem Rollenverständnis. Viel mehr sind es die eigenen Erwartungen, die wir Frauen an uns haben und die uns so enorm unter Druck setzen. Wir wollen dem Bild der perfekten Frau entsprechen, Beruf und Familie mit einem Lächeln und einer Leichtigkeit unter einen Hut bringen, wie es Super-Mama Heidi Klum zu schaffen scheint. Doch der eigene Perfektionismus ist leider oft nicht zu vereinbaren mit der Realität. Wir können daran nur scheitern. Also sollten wir Mütter lieber Klischees von der „perfekten Mutter” oder der einer „Rabenmutter” aus unserem Wortschatz streichen und uns darauf besinnen, was wir wirklich sind: Wir sind einfach Frauen, die einen Job und eine Familie haben. Und das klappt mal etwas besser und mal weniger gut. 

Was wir also unbedingt brauchen ist ein neues Frauen- und Mutterbild, fordert auch Teresa Bücker. Ein Großteil der Probleme, die das Leben von berufstätigen Müttern so schwierig machen, findet in unseren Köpfen statt. Es gibt kein Falsch und kein Richtig, weil auch die Kinder und Mütter so verschieden sind. Wir brauchen keine Idealvorstellung, wie wir zu sein haben, sondern wir sollten versuchen, weniger zu vergleichen und mehr in uns hinein zu horchen, was wir eigentlich für uns wollen. 

 

Auf die richtige Hilfe kommt es an

Wenn wir nicht am Sandwich-Mutter-Dasein scheitern wollen, müssen wir uns die passende Unterstützung holen – und diese nicht als etwas Negatives sehen. Hilfe bedeutet, die Dinge besser zu organisieren. Ob Partner, Familie oder Tagesmutter, Babysitterin, auch der Kindergarten mit entsprechender Betreuung – wichtig ist, dass wir die für uns gerade wichtige Hilfe bekommen. Ich würde ohne meine Eltern, die nicht weit entfernt wohnen, regelrecht untergehen. Dazu gehören nicht nur die regelmäßigen Nachmittage, an denen ich länger arbeiten muss, sondern auch die Auszeiten, die sie mir regelmäßig erlaubt zu nehmen. 

Einfach mal einen halben Tag im Bett verbringen und nicht aufstehen müssen; in Ruhe ein Buch oder im Café einen Soja-Latte-Macchiato trinken – sich halt einfach mal etwas zu gönnen, ohne gehetzt zu sein, weil man irgendwas noch nicht erledigt hat. Das sind die Momente, die es einem erlauben Kraft und Energie für die Herausforderungen im Alltag zu tanken. Denn wir vergessen gerne bei all dem „Spagat” zwischen Beruf und Familie, dass es noch mehr gibt im Leben. Erholungsräume sind enorm wichtig und sollten für jede Mutter möglich sein. 

  

Der Begriff „Working Mom” scheint überholt

Als ich die Bloggerin Tanya Neufeldt fragte, was sie zu dem Begriff „Working Mom” denkt, feuerte sie mir ihre Antwort regelrecht um die Ohren: „Ich kann das alles nicht mehr hören. Ich bin eine Frau, die arbeitet und eine Familie hat. Schluss aus. Wir stilisieren das alles so irre hoch. Dabei ist es das ganz normale Leben. Man pflanzt sich fort, man arbeitet”.  Schließlich impliziere der Begriff „Working Mom”, dass Mütter die ganztags zu Hause sind, um sich um die Kinder zu kümmern, nicht wirklich arbeiten würden. 

Wir Mütter haben gelernt, dass das Muttersein schon an sich einer der härteste Jobs ist. Außerdem legt der Begriff irgendwie nahe, dass es nicht normal sei, wenn Mütter arbeiten gehen. „Working Mom” ist kein Begriff, der zu vielen Müttern passt. Das Bild, das damit einhergeht, ist die erfolgreiche Managerin, die Vollzeit arbeitet und ganz nebenbei noch eine Familie wuppt. Maite Kelly sieht das so: „An dem Tag, an dem ich Mutter wurde, wurde ich auch eine Geschäftsfrau.” Und sie teilt meine Erfahrung: Es sind oftmals Mütter, die am effektivsten und produktivsten arbeiten. Kein Wunder, schließlich bleibt ihnen nur eine feste Zeitspanne, um alle Aufgaben zu erledigen. 

Wir Mütter haben in den ersten Wochen mit Baby gelernt, dass wir die kleinsten Zeitfenster unbedingt für uns nutzen müssen. Auch Anne-Kathrin Strauss sieht das so: Sie findet, dass im Grunde in jeder Mutter eine „Working Mom” steckt. Auch die „Fulltime-Mamis” hätten einen anstrengenden Job. Was alle Mütter verbindet, ist der Zwiespalt, in dem sie sich rund um die Uhr befinden. Es ist keine Selbstverständlichkeit von arbeitenden Müttern  zu sprechen. Aber wir sind auf einem guten Weg, das gerade zu ändern! Und wie sagt man doch so schön? Yes, we can!

 

„Wir brauchen flexiblere Arbeitszeiten”

Camilla Rando, www.mummy-mag.de

„Ich wünsche mir, dass das starre neun bis 17-Uhr-Denken in Deutschland endlich aufgebrochen wird. Flexiblere Arbeitszeiten für Arbeitnehmer müssen her, so kann man es auch Müttern erlauben, eine Vollzeit-Stelle zu haben und den Nachmittag mit dem Kind zu verbringen. Für mich hat sich diese Freiheit erst mit der Selbstständigkeit erfüllt.”

 

„Keine sechs Wochen Ferien in der Kita”

Franziska von Hardenberg, Kauffrau, CEO Bloomydays:

„Ich glaube wir brauchen bessere und vor allem mehr flexible Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Wenn Kitas im Sommer sechs Wochen Ferien machen, ist das für Berufstätige kaum aufzufangen. Zudem muss es eine Gleichstellung angestellter und selbstständiger Mütter geben. Und wir sollten das Wort "Rabenmutter" zum Unwort des Jahres küren und es danach abschaffen. Was heute als Rabenmutter bezeichnet wird, ist teilweise wirklich eine Unverschämtheit. Lasst und doch alle etwas liberaler mit dem Thema umgehen und uns gegenseitig unterstützen, statt uns klein zu machen.”

 

„Es hat selbstverständlich zu sein, dass Frauen arbeiten”  

Anne-Kathrin Strauss, Bloggerin, www.les-attitudes.com:

„Ich denke, dass in unserer Gesellschaft selbstverständlicher werden muss, dass Mütter auch wieder arbeiten. Es muss einfach dazugehören. Ich habe auch das Gefühl, es gibt noch nicht die nötige Wertschätzung für in Teilzeit arbeitende Mütter. Es ist eine Leistung Kinder, groß zu ziehen und es ist eine Leistung, zu arbeiten. Wenn das grundsätzlich anerkannt wird, dann muss man sich als Mutter auch nicht mehr ständig rechtfertigen, dass man sich für den einen oder anderen Weg entscheidet.”

 

„Durch die Elternzeit verliert die Frau nicht den Anschluss”

Teresa Bücker, Redaktionsleiterin Edition F:

„Ich wünsche jeder Mutter, dass sie herausfinden kann, was für sie das Richtige ist, und das umsetzen kann und nicht etwas macht, weil sie denkt, es wird von ihr erwartet. Gleichzeitig soll sie aber aussprechen, was sie erwartet oder braucht: Ich finde, man kann vom anderen Elternteil erwarten, 50 Prozent zu übernehmen – dafür bekommt man doch gemeinsam ein Kind. Mir hat auch geholfen, dass mein Baby sich in der Kita so wohlgefühlt hat. Die Eingewöhnung hat nur eine Woche gedauert. Hätte ich jeden Tag ein weinendes Baby gehabt, wäre mir das Arbeiten schwer gefallen, klar. Wenn man weiß, dass es dem Baby gut geht, kann man sich sehr leicht wieder in den Job einfinden und konzentrieren. Niemand ist nach sechs Monaten oder auch zwölf raus aus dem Job. Ein Jahr geht so schnell vorbei, und so schnell dreht sich die Welt nun auch nicht. Keine Mutter sollte denken, dass sie in der Elternzeit beruflich den Anschluss verloren hat. Es dauert ein paar Tage, und dann läuft der Job so wie vorher auch.”

 

„Gehaltsstrukturen müssen sich ändern”

Tanya Neufeldt, Bloggerin, www.luciemarshall.com:

„Bessere Betreuungsmöglichkeiten, Väter, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, 50 % zu übernehmen, eine Gesellschaft, die diese Väter nicht als Weicheier diffamiert, sondern eben als “selbstverständlich“. Gehaltsstrukturen müssen sich ändern. So lange Männer immer noch wesentlich mehr verdienen, ist es oftmals eine finanzielle Entscheidung, wer zu Hause bleibt.”

 

„Mein Muttersein strahlt Stärke aus”

Maite Kelly, Sängerin, Modedesignerin:

„Ich bin zuerst Mutter und durch das Muttersein strahle ich eine persönliche Stärke, eine natürliche Autorität aus. Ich bin eine Mutter, die arbeitet. Davor haben vor allem die Männer einen großen Respekt.”

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