Kinderfreizeitbonus

Erneut 100 Euro Kinderbonus – aber nicht für alle

Fast 1,5 Jahre waren Bildungs- und Freizeitangebote für Kinder stark eingeschränkt. Um daraus resultierende Langzeitfolgen zu verringern, hat der Bund ein "Corona-Aufholprogramm" beschlossen. Unter anderem soll es erneut eine Sonderzahlung für Eltern geben.

Ab August 2021: Kinderfreizeitbonus in Höhe von 100 Euro

12. Juni 2021: Ob für Ferienangebote, Sportkurse oder Freizeitaktivitäten – wofür Familien die 100 Euro Kinderfreizeitbonus ausgeben, bleibt ihnen überlassen. Wie auch in den letzten Runden des Kinderbonus' erfolgt die Auszahlung automatisch, ein Antrag muss dafür nicht gestellt werden. Laut Beschluss soll die Finanzspritze ab August 2021 auf den Konten eingehen.

Im Gegensatz zum bisherigen Kinderbonus soll der Kinderfreizeitbonus jedoch ausschließlich Familien mit geringem Einkommen zugute kommen. Anspruch haben soll, wer

  • Hartz IV bezieht
  • Anspruch auf Kinderzuschlag oder Wohngeld hat
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezieht.

Ziel dieser Sonderzahlung ist es, langfristige Folgen des in der Pandemie ausgefallenen Sport- und Freizeitangebotes für Kinder zu mindern und Familien den Weg zurück in die Normalität zu ebnen.

Kinderbonus 2021 – erneute Bonuszahlung beschlossen

04. Februar 2021: Seit gestern Abend ist es beschlossene Sache: Familien werden in den kommenden Monaten erneut pro Kind einen einmaligen Kindergeld-Bonus in Höhe von 150 Euro erhalten. Wann genau die Auszahlung stattfinden wird, ist noch unklar – SPD-Chefin Saskia Esken sprach gegenüber RTL und N-TV von einem Startschuss im März oder April.

Die Bedingungen und Voraussetzungen zum Erhalt des Kinderbonus' sind dieselben wie in 2020 – ihr findet sie weiter unten in diesem Artikel!

Der von der Regierung beschlossene Kinderbonus in Höhe von 300 Euro pro Kind wurde schon im letzten Jahr rege diskutiert (auch unter unserem Facebook-Post). Super – fanden die einen und freuten sich über eine kleine Finanzspritze. Lächerlich – sagten die anderen und ärgerten sich, dass die über Monate hinweg geleistete Mehrarbeit mit diesem Mini-Obolus abgespeist wurde. 

Aber ganz gleich, ob man nun pro oder contra Kindergeldbonus ist, die Extrazahlung wirft viele Fragen auf. Wir klären, was Familien jetzt wissen müssen. 

Wann kommt der Kinderbonus?

Der Kinderbonus wird im Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz vom Bundesfinanzministerium geregelt:  Der Kinderbonus wird für alle Kinder, für die im September 2020 ein Anspruch auf Kindergeld besteht, in zwei Raten in Höhe von 150 Euro im September und im Oktober 2020 ausgezahlt. In allen anderen Fällen, das heißt für Kinder, für die in einem anderen Monat im Jahr 2020 ein Kindergeldanspruch besteht, wird der Kinderbonus ebenfalls zeitnah, aber nicht zwingend im September und Oktober und nicht zwingend in zwei Raten gezahlt. Die weiteren Einzelheiten werden im Verwaltungswege entschieden. 

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Wer bekommt den Kinderbonus?

Alle Eltern, die im Zeitraum der Coronakrise während der vergangenen Monate Kindergeld bezogen haben, haben Anspruch auf den Kinderbonus. Er wird einmalig gezahlt und beträgt pro Kind je 300 Euro.

Ist der Kinderbonus abhängig vom Einkommen?

Der Kinderbonus wird an alle Familien gezahlt, die kindergeldberechtigte Kinder haben. Dennoch gibt es einen Haken: Denn die Koalition will den Bonus mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnen, den in der Regel besserverdienende Familien nutzen. Verheiratete Eltern mit einem Kind erhalten bei einem Jahreseinkommen bis zu 67.800 Euro die komplette Summe. Bei nicht verheirateten Eltern mit einem Kind liegt die Einkommensgrenze bei 33.900 Euro, um den Kinderbonus in voller Höhe zu erhalten. Ab etwa 85.900 Euro Einkommen haben Eltern vom Kinderbonus gar nichts mehr. Ab dieser Einkommenshöhe ist der Kinderfreibetrag günstiger als das um den 300-Euro-Bonus erhöhte Kindergeld. Besserverdiener gehen beim Kinderbonus also letztlich leer aus. 

"Nach Schätzung der Bundesregierung werden bei der Günstigerprüfung im Rahmen der nachfolgenden Veranlagung rund 3,1 Millionen Kinder nicht von der Bonuszahlung profitieren, weil der Kinderfreibetrag weiterhin günstiger ist", bestätigte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums. Die 300 Euro extra pro Kind sollen nach Regierungsangaben gezielt Familien mit kleinen und mittleren Einkommen unterstützen. Famiilienministerin Franziska Giffey bezeichnete den Kinderbonus daher auch als "sozial", da er Familien mit hohem Einkommen nicht überbevorteile.

Muss man einen Antrag stellen, um den Kinderbonus zu erhalten?

Nein, Familien müssen den Kinderbonus nicht extra beantragen. Sie werden sobald wie möglich von ihrer Familienkasse über die Auszahlung informiert. 

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Unsere Autorin

Jana Kalla

Jana Kalla ist Chefredakteurin bei Leben & erziehen. Vorher war sie viele Jahre lang hauptsächlich im Beauty-Kosmos unterwegs.

Seit sie einen eigenen kleinen Sohn hat, ist ihr Leben nicht nur um einiges turbulenter geworden, es hat auch dazu geführt, dass sie ihr Themenspektrum erweitert hat. Und was könnte es Schöneres geben, als über Windeln und Wimperntusche zu schreiben?

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