Bye Bye, Lockdown-Chaos

Mama managed die Corona-Krise

Sonja Baum ist Mama von drei Kindern – und hat (wie so viele von uns!) ein ganzes Jahr Ausnahmezustand hinter sich. In ihrem neuen Buch erklärt die Autorin ihr (Bonus-)System, mit dem sie Ordnung in den Pandemie-Alltag zu Hause brachte.

"Mamaaaaa, Hunger!", "Mamaaaaa, spielen!", "Mamaaaaa, hilf mir mal!" – rund um die Uhr. Seit Monaten. Pausen, weil die Kinder in der Kita oder Schule sind, gibt es nicht. "Letztes Jahr hatte ich noch das Gefühl, wir schaffen das. Aber Anfang dieses Jahres war die Luft raus", erzählt Sonja Baum. In einem Eltern- WhatsApp-Chat sei sie eskaliert, als die Elternvertreterin ein Heile-Welt-Foto ihres Kindes postete. "Ich beschrieb ehrlich, wie desaströs die Situation bei uns zu Hause ist. Und bekam darauf hin so viele Nachrichten und Anrufe von Müttern, denen es genauso geht. Viele fingen im Gespräch an zu weinen. Für Eltern gibt es einfach keine Hilfe. Noch nicht mal einen Ratgeber, wie ich dann feststellte." Also setzte sich die Autorin hin und schrieb kurzerhand selbst einen. "Ich habe alles da reingepackt, was mir geholfen hat: Humor, ein ausgeklügeltes Belohnungssystem für die Kinder und Entspannungstricks für Mamas. Ich richte mich ganz bewusst nur an die Mütter, denn sind wir mal ehrlich: Die Leidtragenden in dieser Krise sind WIR!"

Das Belohnungssystem beruht auf zwei einfachen Prinzipien: Kinder lieben Belohnungen – und Kinder lieben es, Aufkleber aufzukleben. Belohnt werden in Sonja Baums Bonuspunkteplan alltägliche Aufgaben, von denen alle Familienmitglieder profitieren, wie Tisch abräumen, Post reinholen, Müll rausbringen. "Vieles ist für die Kinder wie Zauberei. Der Tisch ist gedeckt – Zauberei. Der Schrank ist voller sauberer Klamotten – Zauberei. Durch das Bonuspunktesystem lernen sie, dass Arbeit dahinter steckt. Und dass die Eltern entspannter sind, wenn die Kids mit anpacken."

Die Autorin hat bei ihren Kindern auch Sport mit auf die Liste gesetzt. Die beiden Großen machen Liegestütze, die Kleine macht den "Hampelmann". Bewegung kommt schließlich derzeit auch viel zu kurz. Durch den Plan muss Mama nicht mehr den Überblick behalten und daran erinnern, was alles gemacht werden muss. Und die Tage haben zum ersten Mal etwas Neues, Aufregendes zu bieten. "Unser Nesthäkchen sammelte in den zwei Stunden nach Aufhängen des Plans schon sechs Punkte, es war unglaublich", berichtet die Autorin.

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Bei 30 Punkten gibt's buntes Popcorn

Die gesammelten Punkte können schließlich für Gemeinschaftsaktionen eingelöst werden. Für 30 Punkte etwa gibt es einen Gesellschaftsspiele-Abend mit der ganzen Familie, mit buntem Popcorn – natürlich selbst gemacht. Die Belohnungsideen sind alle lockdown-tauglich. Mama wird zwar durch das Belohnungssystem entlastet, aber aus Sicht der Autorin macht es auch Sinn, zusätzlich für Entspannung zu sorgen. Denn: "Kinder sind wie tickende Zeitbomben. Man weiß nie, WANN es passiert. Und schon gar nicht, WAS passiert. Mein Gehirn registriert diese Gefahr. Zeitbombe. Gefahr. Mein Gehirn ist sehr fürsorglich. Es will mich vor der Bombe schützen und stellt meinen Körper auf Flucht oder Kampf ein. Das macht es, indem es Stresshormone ausschüttet“, schreibt Sonja Baum in ihrem Buch. "Da ich aber weder kämpfe noch weglaufe, fehlt meinem Körper das nötige Ventil." Deshalb verrät die Autorin in ihrem neuen Werk auch ihre 20 liebsten Entspannungstricks für zwischendurch. Und zwar solche, die nur drei Minuten dauern, denn "für Yoga oder langes Meditieren fehlt uns Müttern ja bekanntlich die Zeit". Drei davon haben wir als kleinen Vorgeschmack herausgepickt ...

Drei Entspannungstipps für zwischendurch

  1. Schütteln
    Schüttelt euren ganzen Körper, nur der Kopf bleibt ruhig. Kommt nach drei Minuten zur Ruhe und spürt in euch hinein. Kann man auch prima mit den Kindern gemeinsam machen.
  2. Bewusste Wahrnehmung
    Konzentriert euch voll und ganz auf das, was ihr gerade tut. Zum Beispiel beim Kochen: Lauscht dem Rauschen des Wassers, spürt den Kochlöffel in der Handfläche und den Widerstand des Wassers beim Umrühren, verfolgt den Wasserdampf mit den Augen und spürt ihn, wenn er eure Haut berührt. Versucht, keine anderen Gedanken zuzulassen. Bleibt fokussiert, dann entspannen auch Geist und Seele.
  3. Ausseufzen
    Tief einatmen, Schultern mit hochziehen. Dann die ganze Luft stoßartig laut "rausseufzen" und Schultern fallen lassen. Mehrmals wiederholen. Entspannt Schultern, Kopf und Geist.

Unser Buchtipp: "Mama managed die Corona- Krise – Punkt für Punkt aus der Stressfalle"

Falls ihr jetzt denkt, dass ihr gerade ohnehin nicht zum Lesen kommt: "Mama managed die Corona- Krise – Punkt für Punkt aus der Stressfalle" macht es euch leicht, es kommt mit 68 Seiten aus. Und bringt euch nicht nur Inspiration für ein bisschen mehr Struktur in dem gerade so verrückten Alltag, sondern garantiert auch mehrfach zum Lachen. 

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