Es ist okay. Du bist okay.

"Vergiss nicht die wichtigste Person: dich selbst!"

Homeoffice, Homeschooling, Home-Kinderbetreuung: Bei all dem Stress, den wir gerade in den eigenen vier Wänden aushalten, dürfen wir das Wichtigste nicht vergessen: uns selbst. Tipps dazu geben die Macherinnen des Mamsterrad-Podcasts.

Wir Mütter leisten unter normalen Umständen schon so viel. Doch nun kommt zu unserem täglichen Pensum noch eine zusätzliche Ladung, von der wir selbst nie geglaubt hätten, sie schaffen zu können. Wir sind Erzieherinnen und Lehrerinnen, Köchinnen und Putzfrauen, Streitschlichterinnen und ewige "Duuu, Mamaaa"-Frage-Beantworterinnen. Wir spielen Lego und bügeln Bügelperlen, basteln Osterküken und malen Regenbogen, wir lesen vor und turnen mit, wenn das Youtube-Sportprogramm über den Bildschirm flimmert. Ach so, und natürlich arbeiten wir "nebenher" ganz normal weiter – der Homeoffice-Arbeitsplatz ist stets nur eine Armlänge entfernt ...

Unsere Expertinnen

Imke und Judith sind selbst Mütter von insgesamt vier Kindern im Alter von drei bis acht Jahren. Imke ist Mama-Coach und Gründerin von Mutterhelden. Judith schreibt bereits seit zehn Jahren ihren Blog judetta.de. Gemeinsam veröffentlichen sie wöchentlich "In 15 Minuten aus dem Mamsterrad – Der Podcast Quickie für Mamas". Neue Folgen und andere Mama-Aktionen der beiden verkünden sie über ihren (natürlich kostenlosen) Newsletter. 

Eigene Bedürfnisse haben keinen Platz mehr

"Durch die 'Corontäne' sind wir in unseren vier Wände gefangen und haben wenig Raum für eigene Bedürfnisse, Freiheiten oder so dringend gebrauchte Me-Zeiten", weiß Mama-Coach Imke Dohmen. Die zweifache Mutter veröffentlicht zusammen mit Bloggerin Judith Möhlenhof alias Judetta regelmäßig den "Mamsterrad-Podcast": 15-minütige Episoden, die Mütter aus dem „Mama-Hamsterrad“ helfen sollen. Um den Eltern und speziell den Müttern in dieser herausfordernden Zeit noch ein wenig mehr unter die Arme zu greifen, haben die beiden einen Plan gebastelt, an dem sich gestresste Eltern entlanghangeln können. Einen Masterplan für Mamas. Kurz gesagt: einen "Mamsterplan".

Zuallererst: die Situation annehmen, wie sie ist

Die wichtigste Botschaft der beiden in diesem Notfallplan: Es ist okay. Du bist okay. "Es ist wichtig, dass wir annehmen, was ist. Es gibt nicht die einzig wahre Lösung, es ist eine Situation, die für alle fordernd und anstrengend ist", erklärt Judith Möhlenhof, "und wir dürfen dabei die wichtigste Person in diesem ganzen Konstrukt nicht vergessen: uns selbst!".

Dazu gehören laut den beiden Eltern-Expertinnen die Nachsicht und das Verständnis nicht nur für die Kinder und den Partner, sondern vor allem für einen selbst: "Sei nicht so streng mit dir und deiner Familie", empfiehlt Imke Dohmen. "Lass starre Regeln los: Mittagsruhe mit Fernsehen für die Kinder, Süßigkeiten am Morgen, abends mal länger aufbleiben – all das ist in einer Ausnahmesituation wie dieser erlaubt."

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Die eigenen Grenzen nicht missachten

Denn diese kleinen und großen Ausnahmen helfen dabei, unsere eigenen Energiereserven aufzuladen – und nicht den Moment zu verpassen, in dem wir plötzlich einfach nicht mehr können. "Achte auf dich und deine Gefühle", rät Mama-Coach Imke Dohmen. Wenn es dir nicht gutgeht, notiere kurz, was dich beschäftigt. Alles, was aus deinem Kopf raus ist, musst du nicht mehr mit dir herumtragen." Und wenn alles nichts mehr hilft und man doch zum brüllenden Mama-Monster wird, das man nie sein wollte? "Missachte nicht deine eigenen Grenzen", betont Imke Dohmen. Und auch Judith Möhlenhof rät: "Wenn du merkst, dass du zu laut und unfair zu deinen Kindern wirst, drücke kurz die Pausetaste." Wie das geht? Dazu geben die beiden ganz konkrete Ideen: Ein großes Glas Wasser trinken, ein paar Sprünge hüpfen, die Tür öffnen und drei Mal frische Luft einatmen – möglich ist alles, was einem im wahrsten Sinne kurz aus der Situation "herausholt".

Halte durch! Wir helfen dir.

Als abschließenden Tipp geben Judith und Imke die beiden so wichtigen Worte mit: "Halte durch!" Wer mehr Tipps und Strategien für die Corona-Quarantäne-Zeit lesen möchte – hier geht es zum gesamten "Mamsterplan".

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Unsere Autorin

Silke Schröckert

Silke Schröckert wollte Journalistin werden, seit sie im Alter von acht Jahren das erste Mal Lois Lane in "Superman" gesehen hatte. Mit 23 wurde sie Chefredakteurin eines Kinderzeitschriftenverlages.

Heute ist Silke spezialisiert auf Familienthemen und textet für Kinder- und Comic-Magazine. Das freut vor allem Sohn Tom und Tochter Mina. Auf ihrer eigenen Seite schreibt sie für die Generation Großeltern. Bei leben-und-erziehen.de nimmt sie sich aktuellen Themen aus Sicht einer Zweifach-Mama an.

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