Kolumne @elbfamilienglück

Wie ihr richtig mit Kindern über den Tod sprecht

Mit Kindern über den Tod zu sprechen fällt Erwachsenen oft schwer. Zu groß ist die eigene Trauer oder die Angst vor Nachfragen der Kleinen. Marei gibt Tipps, wie ihr dieses schwere Gespräch gut meistert:

Mit Kindern über den Tod sprechen? Das fühlt sich erstmal extrem beklemmend an, oder? Welche Worte soll ich wählen? Welche Beschreibung nutzen? Und was mache ich, wenn mein Kind dann auch noch nachfragt?

Bevor wir mit Kindern über Sterben und den Tod sprechen, sollten wir zuerst unsere eigenen Haltung hinterfragen:

  • Wie fühlt es sich für mich an, über den Tod zu sprechen?
  • Was denke ich, was nach dem Tod passiert?
  • Im Sterbefall: Wie geht's mir im Moment? Habe ich die Kraft, mein Kind gerade zu begleiten?
  • Welche Gefühle bringt das Thema mit?

Erst wenn wir uns darüber im Klaren sind, können wir offen und hilfreich mit unseren Kindern darüber sprechen. Denn sie wissen noch nichts darüber, dass der Tod für viele Erwachsene ein schwieriges (Tabu-) Thema ist.

Und was hilft dann, wenn wir bereit sind?

  • Nutzt altersgerechte Sprache mit kurzen und klaren Sätzen.
  • Bitte keine Metaphern oder Sprichworte a la "Opa ist eingeschlafen", "Tante xy macht einen langen Spaziergang". Der Tod ist (leider) endgültig und es ist okay, dass Kinder das erfahren.
  • Ihr dürft darüber sprechen, was ihr denkt oder vermutet, wie es nach dem Tod weitergeht, bietet ruhig Alternativen an. Fragt vielleicht auch euer Kind, was es denkt.
  • Gebt eurem Kind die Möglichkeit nachzufragen.
  • Ihr dürft über eure Gefühle sprechen.

Es ist immer besser etwas zum Thema Tod zu sagen als zu schweigen, auch wenn es nur ist: "Es ist schrecklich, ich weiß gerade nicht, was ich sagen soll."

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Unsere Gastautorin

Marei Theunert ist Diplom-Pädagogin und begleitet mit ihrer Onlineberatung "Elbfamilienglück" Familien durch ihre Herausforderungen. Als Mama von drei Kindern, Pädagogin und Familientherapeutin ist sie Expertin die Themen Babyschlaf, Schreibabys, Regulationsstörungen, highneed und gefühlsstarke Kinder.

Mehr von Marei auf Instagram: instagram.com/elbfamilienglueck/

Zur "Elbfamilienglück"-Website: elbfamilienglueck.de

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