Grenzüberschreitung

11 Sätze, die sich NUR MÜTTER anhören müssen

Kennt ihr das auch? Es ist völlig selbstverständlich, dass der Papa immer mal wieder etwas alleine unternimmt, aber sobald ihr als Mama von (kleinen) Kindern mal solo unterwegs seid, müsst ihr euch die unmöglichsten Sprüche anhören. Wir haben die "besten" davon dokumentiert.

Manchmal kann man nur fassungslos den Kopf schütteln über bestimmte Bemerkungen, die einige Leute so ganz lapidar fallen lassen. Als wären wir gleich Rabenmütter, weil wir uns mal ohne Kind vor die Tür wagen. Sind wir als Gesellschaft wirklich noch immer so rückständig? Die unglaublichsten Sätze, die wir uns selbst oder unsere Freundinnen sich schon anhören mussten, haben wir hier für euch zusammengestellt.

1. "Oh, hast du Freigang?"

Ich bin doch nicht im Gefängnis! Das Muttersein habe ich mir schließlich selbst ausgesucht. Aber das bedeutet nicht, dass ich den ganzen Tag lang angekettet zu Hause sitze und nicht auch mal ohne Kind rausgehen darf, oder?

2. "Wer passt denn jetzt auf das arme Kind auf?"

Was heißt hier "armes Kind"?! Es hat doch schließlich auch einen Vater, Großeltern und, und, und ... Damit geht es dem Kind sicher nicht schlecht und es ist auch kein Drama, wenn Mama mal eben etwas frische Luft schnappt.

3. "Ist das Baby denn auch gut versorgt?"

Was geht es die anderen an, ob ich noch stille, oder ob das Kind die Flasche bekommt! Eine gute Versorgung ist sicher nicht gefährdet, wenn Mama sich auch mal ohne Baby auf einen kleinen Spaziergang wagt. Schließlich kann auch Papa die Flasche geben oder das Baby hat gerade erst getrunken.

4. "Musst du nicht dein Baby stillen?"

Siehe oben. Es geht niemanden etwas an, ob ich überhaupt stillen kann oder will, oder ob ich abpumpe oder das Baby eben gerade erst gestillt habe und jetzt mal ein paar Minuten nur für mich genieße. Und wenn ich jemandem von meinen Stillgewohnheiten erzählen will, dann entscheide ICH das.

5. "Ist der Papa jetzt ganz alleine mit dem Baby zu Hause?"

Ja, schließlich ist er der Papa! Und kann sich (außer beim Brustgeben) genauso gut um das Kind kümmern.

6. "Wo ist der Rest der Familie?"

Ist es wirklich so, dass man, sobald man Kinder hat, als Mutter nicht mehr alleine irgendwo auftauchen kann? Streift man plötzlich seine eigene Identität ab und kann nur noch im Familienpack auftreten? Und interessiert man sich plötzlich nicht mehr für mich, dass man immer gleich nach den anderen fragen muss?

7. "Ist dein Handy etwa stumm geschaltet??? Du musst doch erreichbar sein!"

Ganz ehrlich: Natürlich schalte ich mein Handy NICHT stumm, wenn ich ohne Kind unterwegs bin. Schließlich will ich erreichbar sein, wenn etwas sein sollte. Das heißt aber nicht, dass ich das muss, denn jede von uns darf auch mal ein paar Minuten ganz für sich sein, ohne gestört zu werden. Und darf selbst entscheiden, wenn so ein Moment dran ist.

8. "Hast du auch alles aufgeschrieben, damit zu Hause nichts schiefläuft?"

Wie bitte? Bin ich etwa die Sekretärin meines Mannes? Er kennt die Abläufe mit Baby genauso gut wie ich. Und weiß sich tatsächlich auch selbst zu helfen, wenn spontan mal eine neue Situation aufkommt.

9. "Wie kannst du das – fühlst du dich nicht schlecht dabei?"

Salz in die Wunde. Tatsächlich muss ich schon genug mit meinem (unnötigen!) schlechten Gewissen kämpfen, wenn ich mir eine Auszeit vom Baby-Alltag nehme. Besten Dank, wenn mich dann noch mal jemand darauf stößt. Können die sich nicht um ihre eigenen Probleme kümmern?

10. "Ich könnte das ja nicht genießen: einfach ein Wochenende mit meinen Freundinnen wegzufahren."

Das ist schade. Und klingt da nicht vielleicht auch ein wenig Neid mit? Denn ganz ehrlich: Wer sehnt sich nicht zwischendurch mal nach einer kleinen Auszeit von der ganzen Verantwortung, dem 24/7-abrufbar-Sein. Und profitieren am Ende nicht alle davon, wenn Mama von ihrem Mädels-Wochenende (oder dem Mädelsabend) gut gelaunt und voller neuer Energie wieder zurückkommt?!

11. "Vielleicht war ein Kind doch nicht das Richtige für dich?"

Ernsthaft?! Wie anmaßend ist bitte ein solcher Satz? Mit dem Urteilen und Bewerten anderer Menschen und ihrer Lebensumstände lehnen sich manche ganz schön (besser gesagt: zu) weit aus dem Fenster.

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