Die besten Tipps

(Selbst)verständlich sparen beim Autokauf

Mit diesen Tipps wählt ihr nicht nur das für euch und eure Familie richtige Auto, sondern könnt gleichzeitig auch noch gutes Geld sparen.

Wer sich heutzutage ein neues Auto zulegen möchte, der wird in jeglicher Hinsicht mit Angeboten überhäuft. Sucht man im Internet nach Tipps zum Autokauf, so fliegen einem bedeutungsschwangere Begriffe wie Null-Prozent-Finanzierung, Ratenkredit und Leasing um die Ohren. Der gebrauchte VW soll auch in der fünften Hand noch im perfekten Zustand sein, während der auf Hochglanz polierte neue SUV von Audi laut Händlerangabe das beste Angebot Ihres Lebens ist. Ihr fühlt euch von all den Infos erschlagen? Um eure Suche ein wenig leichter zu gestalten, haben wir das Wirrwarr ein wenig entzerrt und möglichst verständlich jene Punkte zusammengestellt, auf die es beim Autokauf wirklich ankommt.

Thema Autokauf: "Was will ich eigentlich?"

Bevor ihr euch sich auf die Suche nach Ihrem neuen Traumauto macht, solltet ihr euch zunächst vor Augen halten, wonach genau ihr eigentlich sucht – sprich, euch folgende Fragen stellen: "Was will ich eigentlich? Was muss mein Auto können?" Mit deren Beantwortung ist ein sehr wichtiger Teil der Autosuche bereits abgedeckt. Stellt am besten eine Liste mit Eigenschaften auf, die euer neuer Wagen aufweisen muss und grenzt so die Suche bereits im Vorfeld ein. Entscheidende Punkte dabei sind neben der Finanzierung – klare Sache, er soll möglichst günstig sein – auch Komfort, Sicherheit, Langlebigkeit, Verbrauch, Optik und mögliche Folgekosten.

Habt ihr ein Charakter-Paket geschnürt, dessen Inhalt euer Neuer erfüllen sollte, könnt ihr euch anhand dieser Liste in die Flut an den ach so vielversprechenden Offerten stürzen. Tipp: Vergleicht verschiedene Angebote auf mehreren Portalen. Ihr werdet schnell merken, dass diese, je nach Modell und Anbieter, stark variieren können.

Wichtig dabei: Macht euch zunächst eurer finanziellen Situation bewusst, in welchem Rahmen bewegt ihr euch, was könnt ihr euch leisten und wieviel möchtet ihr überhaupt ausgeben? Haltet euch gleichzeitig auf jeden Fall an eure Liste. Abstriche in den Bereichen Sicherheit (diese betrifft nicht nur euch direkt, sondern auch Ihre Liebsten), Zuverlässigkeit und Folgekosten solltet ihr auf keinen Fall machen – auch nicht, um beim Kauf Geld zu sparen. Am ehesten in puncto Optik könnt ihr über Einschränkungen nachdenken. So könnt ihr eine erste Auswahl treffen und dieser im Anschluss in Ihrer Recherche weiter nachgehen.

Glückwunsch – es wird ein Neuwagen! ...oder lieber nicht?

Hoher Preis, hoher Wertverlust

Wusstet ihr, dass ein Neuwagen bereits mit der ersten Berührung einer öffentlichen Straße extrem an Wert verliert? Egal, ob BMW, Opel oder Skoda: Innerhalb der ersten vier bis fünf Jahre nach Kauf ist ein Pkw im Schnitt gar nur noch etwa 50 Prozent seines ursprünglichen Preises wert. Laut Statistik ist übrigens mehr als ein Drittel der Neuwagen-Käufer älter als 60 Jahre. Anbieter locken zwar mit zum Teil wirklich hohen Rabatten und Top-Konditionen, dennoch verzichten immer mehr – vorrangig junge – Menschen auf den Kauf eines eigenen Autos...vor allem aber eines neuen! Der finanzielle Aufwand lohnt sich schlichtweg in vielen Fällen einfach nicht...

So wird ein neues Auto stückweise wieder zum absoluten Statussymbol und zeitgleich durch günstigere Transportmöglichkeiten ersetzt. Car-Sharing wird als Beispiel nicht ohne Grund immer beliebter. Der teure Neuwagen in der Garage gleicht vermehrt einem sich in späterem Alter erfüllten Traum. Wer es sich jedoch leisten kann, der profitiert beim Neuwagen-Kauf von händlerbezogenen Garantien, der Einhaltung aktuell geltender Normen und Werte (Beispiel: Abgas), teilweise wirkungsvollen Vorteilen bei der Autofinanzierung und – je nach Jahreszeit und Anbieter – ordentlichen Rabatten und Sonderprämien. Hier gilt es abzuwägen, inwiefern die Vorteile eines Neuwagens den doch meist sehr großen finanziellen Aufwand ausgleichen.

Also, ein gebrauchter?

Der Kauf eines Gebrauchtwagens hat vor allem einen großen Vorteil: den (meist) günstigen Ankaufspreis. Der ist natürlich immer im Verhältnis zu betrachten. Modell, Ausstattung, Alter, Kilometerleistung und, und, und...All diese Punkte spielen bei der Preisgebung natürlich eine Rolle. Ein weiterer Vorteil, den der Kauf eines gebrauchten Autos mit sich bringt, ist seine Historie. Ihr könnt anhand verschiedener Zahlen (Kilometerstand, Produktionsjahr, Checkheftpflege,...) den Gebrauch des Wagens oft gut nachvollziehen und so das vorliegende Preis-Leistungsverhältnis passend einschätzen. Hier findet ihr eine Checkliste, anhand derer ihr alle dafür wichtigen Punkte prüfen könnt.

Tipp: Lest euch Bewertungen zu vergleichbaren Käufen durch und informiert euch im Vorfeld über den Anbieter. Auf diese Weise könnt ihr bereits früh sehr viel Notwendiges in Erfahrung bringen und den Grundstein für spätere Verhandlungen legen. Wissen ist Macht. Dieser Grundsatz gilt auch beim Autokauf. Je mehr Informationen ihr über zuvor über Auto und Händler sammeln könnt, desto größer sind eure Möglichkeiten, beim angestrebten Kauf gutes Geld zu sparen.

"Der soll es sein, aber..."

Habt ihr euch nach zahlreichen Vergleichen, dem Studium diverser Testberichte und dem Durchforsten unzähliger Portale für einen Wagen entschieden, so geht es nun in die Kontaktaufnahme und die Verhandlung. Tipp: Bekundet Interesse an dem Wagen, seid aber zu keinem Zeitpunkt überschwänglich. Natürlich, Ihr möchtet dieses Auto kaufen, denn es entspricht genau euren Erwartungen und Anforderungen. Doch ihr seid ausreichend informiert, um den Preis auf jeden Fall noch ein wenig nach unten zu korrigieren.

Glänzt mit eurem neu erlangten Wissen um das Modell und seine Nachteile ("...der bekommt ab 150.000 gelaufenen Kilometern aber grundsätzlich ein Problem mit dem Motor. Das kostet mich in einem Jahr viel Geld..."). Der Händler wird versuchen, euch à la "...ich habe noch viele andere Interessenten für diesen Wagen..." entgegenzuwirken – das ist schließlich sein Job. Doch ihr lasst euch nicht einschüchtern. Ihr wisst Bescheid!

Die Bezahlung – unsere Tipps

Es hat geklappt! Wir gratulieren zur Wahl eures neuen Fahrzeuges. Nun geht es ans Eingemachte: ans Geld. Wie finanziert ihr euren Traumwagen am besten? Grundsätzlich gilt, sich frühzeitig genauestens über die Möglichkeiten zu informieren. Denn gerade im finanziellen Bereich ist mit Vergleichen sehr viel rauszuholen. Ist es euch nicht möglich, die geforderte Summe auf einen Schlag (beispielsweise aus Ersparnissen oder privaten Leihen) aufzubringen, so bietet sich die Aufnahme eines günstigen Kredites an. Zahlreiche Kreditinstitute locken mit niedrigen Zinsen und kleinstmöglichen monatlichen Raten. Tipp: Vertraut am besten be- und anerkannten zertifizierten Vergleichsportalen, um einen ersten Eindruck des vielfältigen Angebotes zu gewinnen. Außerdem haltet ihr mögliche Risiken auf diese Weise gering. Stellt euch einen Finanzplan auf und erwägt so, wieviel ihr monatlich aufbringen könnt, um den geplanten Kredit zurückzuzahlen.

Anhand der Höhe der geliehenen Summe und euren Möglichkeiten richten sich Zinshöhe und auch meist die entsprechende Laufzeit. Manche Anbieter ermöglichen eine flexible Ratenzahlung, bei der ihr euch in einem gesteckten Rahmen die Höhe der monatlichen anteiligen Rückzahlungen selbst einteilen könnt. Ist am Ende des Monats einmal mehr übrig als eingeplant, so könnt ihr die Rate in diesem Fall einmalig erhöhen und so Ihrem Ziel, der vollständigen Rückzahlung, ein gutes Stück näher kommen. Vor diesem Hintergrund dürft ihr dem großen Schritt Autokauf guten Mutes entgegenblicken.

Ein kleiner Zusatztipp: Auch das Thema Leasing spielt bei der Anschaffung eines Autos mittlerweile eine große Rolle. Sowohl Neu-, als auch Gebrauchtwagen sind häufig für ein derartiges "Leih"-Verfahren qualifiziert. Ihr zahlt anteilig für Gebrauch und Verschleiß und mietet das Fahrzeug für eine festgelegte Zeit. Wichtig: Am Ende der Laufzeit geht das Fahrzeug allerdings nicht in euren Besitz über, sondern bleibt Eigentum des Anbieters. Diese Form der Finanzierung erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da sowohl Mieter, als auch Leasinggeber von diesem Verfahren finanziell profitieren können.

Profilbild

Unser Autor

Martin Piecha

Content Manager bei Junior Medien

Martin stammt als studierter Sportjournalist und -manager sowie ehemaliger Redakteur für Fitness- und Gesundheitsthemen aus einem eher anderen Fachbereich. Er liebt jedoch die redaktionelle Herausforderung und stellt sich voller Freude und Enthusiasmus dem weiten Feld rund um das Elternwerden und Elternsein.

Teile diesen Artikel: