3 Dinge, die fast alle Eltern beim Anschnallen ihres Kindes falsch machen

Nach der Auswahl des richtigen und passenden Kindersitzes machen viele Eltern häufig fatale Fehler, wenn sie ihr Kind im Auto anschnallen. Hier die wichtigsten Tipps.

Schon bei geringen Geschwindigkeiten kann ein Unfall schlimme Folgen haben, wenn Kinder im Auto nicht richtig gesichert sind. Grundsätzlich müssen daher alle Kinder bis zwölf Jahre oder bis sie eine Körpergröße von 1,50 Meter erreicht haben, im Auto mit einem geeigneten Kindersitz gesichert sein.

Beim Anschnallen gibt es keine Diskussion und sei die Fahrt auch noch so kurz. Da sollten wir als Eltern unbedingt mit gutem Beispiel vorangehen, um die ganze Familie zu schützen. Übrigens: Es ist immer der Fahrer dafür verantwortlich, dass alle richtig angeschnallt sind. Wenn nicht, drohen ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Im Falle eines Unfalls riskiert der Fahrer außerdem eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung, wenn die Mitfahrer (auch Kinder) nicht richtig angeschnallt sind.

Fehler, die die meisten Eltern beim Anschnallen der Kinder machen:

1. Sitz nicht richtig einbauen

Unbedingt die Anleitung des Herstellers beachten. Viele Kindersitzhersteller bieten auch Youtube-Videos an, in denen die Installation Schritt für Schritt erklärt und gezeigt wird. Ist der Sitz bzw. das Kind nicht richtig gesichert, nützt der beste Kindersitz nichts. Sitzt das Kind vorwärtsgerichtet, muss genügend Platz zum Vordersitz gegeben sein, da bei einem Unfall der Kopf des Kindes nach vorne geschleudert wird. Daher den Vordersitz möglichst weit nach vorne stellen, wenn das Kind hinten sitzt.

2. Sitz an der falschen Stelle im Auto montieren

Der beste Platz für Kind und Kindersitz ist hinten – darüber hat Rolf Zuckowski schon vor rund 30 Jahren ein Lied gesungen, das noch immer aktuell ist. Und zwar sitzen Kinder am besten hinter dem Beifahrersitz auf der rechten Seite des Autos. Es ist nämlich am sichersten, wenn Kinder über die Gehwegseite ein- und aussteigen bzw. wenn ihr euer Baby vom Gehweg aus in den Sitz hinein- und wieder heraushebt.

Nur ausnahmsweise darf man das Kind im Kindersitz auch mal auf dem Beifahrersitz mitnehmen. Es kann immer mal eine Situation geben, in der es einfach nicht anders geht. Dann müsst ihr aber auf jeden Fall den Airbag abschalten. Wenn das in alten Autos nicht möglich ist, MUSS das Kind nach hinten!

3. Kind nicht fest genug anschnallen

Der Gurt muss immer an den vorgegebenen Stellen des Sitzes entlangführen. Ein Fehler, den sicher die meisten Eltern schon mal gemacht haben, ist, dass sie den Gurt nicht nachziehen. Der Gurt muss straff sitzen und darf nicht verdreht sein. Wenn er nicht eng genug am Körper bzw. am Sitz anliegt, kann er im Falle eines Unfalls nicht richtig schützen. Also unbedingt, nachdem er eingerastet ist, noch einmal nachziehen und straffen. Das gilt sowohl für den im Auto installierten Gurt, als auch die integrierten Gurte von Kindersitz oder Babyschale.

Damit es im Bauch nicht zu inneren Verletzungen kommt, muss der Hüftgurt wirklich auf den Hüftknochen sitzen. Immer daran denken: Einen Schultergurt müsst ihr der Größe des Babys oder Kindes anpassen. Die Gurte sind höhenverstellbar, der Gurt muss nah an der Schulter sitzen. Bei Verwendung des Dreipunktgurtes sollte dieser über dem Schlüsselbein verlaufen, nicht auf der Schulter und nicht zu nah am Hals.

Achtung in der kalten Jahreszeit: Dicke Teile wie Winterjacken, Schneenanzüge etc. vor dem Einsteigen unbedingt ausziehen. Ein Baby könnt ihr beispielsweise mit einer Decke in der Babyschale zum Auto tragen und es nach dem Anschnallen wieder damit zudecken.

Wenn ihr diese Punkte richtig macht, heißt es: gute Fahrt!

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Unsere Autorin

Irlana Nörtemann

Irlana Nörtemann ist seit vielen Jahren mit Herzblut Redakteurin bei Junior Medien. Zu ihren Aufgaben zählt auch Content Management.

Als Mutter eines Jungen lässt sie ihre Alltagserfahrungen in ihre Artikel mit einfließen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Reise und Gesundheit.

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