Papa etwas zutrauen

"Mach du mal eine Geburt durch" und andere Klugscheißer-Sätze, die Mütter besser nicht sagen sollten

Sätze wie "Ich mach das schon" sollten sich frischgebackene Mamas ihrem Mann gegenüber besser verkneifen. Das weiß unsere Autorin aus eigener Erfahrung.

Wir Mamas sollten nicht immer Besserwisser sein, sondern auch mal den Papa machen lassen ...
© Foto: iStock/laflor
Wir Mamas sollten nicht immer Besserwisser sein, sondern auch mal den Papa machen lassen ...

Ich fürchte, das kennen die meisten von uns Mamas. Mit den Hormonen durch Schwangerschaft und Geburt scheinen wir die Einstellung zu erwerben, dass sich niemand so gut um unser Kind kümmern kann wie wir selbst. Auch der Papa nicht. Dabei stehen wir uns mit dieser Einstellung nur allzu oft selbst im Weg. Könnte es doch auch für uns viel einfacher sein, wenn wir uns abwechselten. Denn dann hätten wir auch mal ein paar Momente für uns selbst ... Doch so einfach ist es oft nicht, sich entsprechende Kommentare zu verkneifen. Wir haben in der Redaktion ein paar Klugscheißer-Sätze gesammelt, bei denen wir uns immer wieder ertappt haben, die wir aber lieber nicht zu unserem Partner sagen sollten – in unserem eigenen Interesse ...

Klugscheißer-Sätze, die wir Mamis uns lieber verkneifen sollten

  • "Lass mal, ich mach schon." Auch wenn unser Partner nicht alles gleich schnell und in unseren Augen womöglich auch nicht gleich gut macht wie wir, sollten wir nicht alles selbst übernehmen. Sondern es ruhig mal ihm überlassen, seinen eigenen Weg zu finden. Und wer weiß – vielleicht inspiriert er uns sogar noch damit. Und selbst wenn nicht: Unser Nachwuchs kann nur davon profitieren, verschiedene Herangehensweisen kennenzulernen.
  • "Das ist doch nicht warm genug!" Papa will noch kurz etwas mit dem Kleinen erledigen? Keine Angst, der Sprössling wird schon nicht erfrieren, auch wenn es mal die Sommerjacke im Herbst ist, oder im Winter die Handschuhe fehlen. Lasst sie machen.
  • "Das ist doch jetzt wirklich nicht schlimm!" Eltern sollten sich auf jeden Fall merken, sich vor der Kindern nicht gegenseitig in den Rücken zu fallen. Wenn ihr die Standpauke eures Partners nicht für angemessen haltet, sprecht lieber hinterher zu zweit darüber.
  • "Das mag er/sie doch gar nicht!" Auch eine Erfahrung, die jeder selbst machen kann. Und wer weiß, vielleicht schmeckt dem Nachwuchs auf einmal der bislang verschmähte Spinat, weil Papa ihn anders zubereitet ...
  • "So kann sie/er das doch gar nicht verstehen." Zugegeben, auch mein Partner tendiert manchmal dazu, Dinge recht ausschweifend zu erklären. Aber lasst ihn doch. Euer Kind wird schon signalisieren, wenn es ihm zu viel wird.
  • "Mach du mal eine Geburt durch!" Naja, würde er vielleicht, wenn er könnte. Aber das kann er nun mal nicht, daher ist dieser Satz auch hinfällig.
  • "Wollt ihr nicht lieber rausgehen und euch bewegen?" Wenn Papa sich um die Kinder kümmert, kann das schon mal anders aussehen, als wenn wir es tun. Aber genau das ist ja auch gut so. Wer weiß, vielleicht ist dem Kind gerade genau wie dem Papa einfach danach, nichts zu tun. Ich weiß, das können wir uns schwer vorstellen. Aber lasst es doch mal drauf ankommen.

Maternal Gatekeeping

Es gibt tatsächlich das Phänomen, bei dem die Mutter den Vater nicht an das Kind ranlassen will. Das nennt man "Maternal Gatekeeping". Mehr dazu lest ihr im folgenden Artikel:

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