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Bunt, bunter, Barcelona

Die katalanische Metropole fasziniert kleine und große Besucher

Parks wie aus dem Märchen, Museen zum Mitmachen – und das Meer zum Reinspringen nah: Barcelona präsentiert sich Kindern als Ort, an dem es jede Menge zum Entdecken und Staunen gibt.

Hat die sich gerade bewegt?“, will das kleine Mädchen mit dem Sonnenhut wissen. Es deutet auf eine goldfarbene Prinzessinnenstatue am Straßenrand. „Da, die blinzelt doch! Ich glaube die ist echt!“, ruft das Mädchen. Und tatsächlich: Als ihr Papa zwei Münzen in eine ebenfalls goldene Schatzkiste wirft, steigt die Prinzessin von ihrem Podest herab, verneigt sich höflich und dreht ihren Schirm, sodass er in der Sonne glitzert.

Das Mädchen mit dem Hut staunt. Was die Kleine für eine Statue gehalten hat, entpuppt sich als einer der vielen Straßenkünstler, die Barcelonas Flaniermeile, die Ramblas, bevölkern. Die belebte Straße mit ihren fliegenden Händlern, Künstlern und Kiosken ist das Herz der Metropole – und zugleich ein guter Startpunkt für einen Städtetrip mit der Familie.

Farbenspiele
Weiter geht’s am besten im „Mercat de la Boqueria“, dem größten Hallenmarkt der Stadt. Sein Haupteingang liegt etwa auf halber Höhe der Ramblas, versteckt in einer Seitenstraße. Wer ihn von hier aus betritt, steuert direkt auf die schönsten Stände zu: Rote Äpfel, gelbe Bananen und saftig-grüne Trauben leuchten mit exotischen Früchten um die Wette. Leckeres lockt auch ein paar Schritte weiter: Fruchtgummis, Nüsse und Schokolade in allen Farben und Formen.

Doch nicht nur Naschereien, auch frischer Käse, Serrano-Schinken oder Pilze aus dem katalanischen Hinterland türmen sich in der Halle – hübsch von den Händlern drapiert. Bereits seit dem 13. Jahrhundert decken sich Barcelonas Köche auf dem „Mercat de la Boqueria“ mit frischen Lebensmitteln ein. Wer schlau ist, tut es den Küchenchefs gleich und füllt den Picknickkorb mit den spanischen Krapfen „Churros“, reifen Mangos oder geräuchertem Schinken.

Eine Brise Meer

Nur wenige Schritte von den quirligen Ramblas und der Süßigkeitenpracht der Markthallen entfernt, zeigt sich Barcelona von seiner Schokoladenseite: Das Mittelmeer glitzert in der Sonne. Hier an der Promenade und am Yachthafen finden Familien immer ein Plätzchen für eine kleine Pause – und können dabei den kleinen und größeren Booten beim Schippern zusehen.

Wer genug vom Beobachten hat und selbst ins kühle Nass will, hat es nicht weit: Gute zwanzig Minuten Fußweg entfernt beginnt schon der Strand. Wem es hier zu voll ist, flaniert am schicken „Port Olympic“ vorbei bis zu den weiter außerhalb liegenden Stränden „Icaria“ oder „Mar Bella“. Dort tummeln sich nicht ganz so viele Sonnenanbeter. Stattdessen sorgen Palmen und Strandbars für Urlaubsfeeling – in direkter Nachbarschaft zur Millionenmetropole.

Am Ende eines perfekten Badetages fehlt dann nur noch eines: Ein Besuch in Barcelonas vermutlich bester Eisdiele, dem „Gelaaati di Marco“. Bei den unzähligen traditionell hergestellten Köstlichkeiten, vom Puffreis-Eis bis zu Crêpesröllchen mit Schokofüllung, schlagen nicht nur Kinderherzen höher.

Märchenwelten
Im Nordwesten der Stadt wartet eine verborgene Schönheit: der „Parc del Laberint“. Im 18. Jahrhundert inmitten einer idyllischen Gartenanlage entstanden, verirren sich auch heute noch Besucher zwischen den meterhohen Hecken des Labyrinths. Wer es bis zur Mitte schafft, den erwartet eine kleine Lichtung mit Bänken. Mama und Papa können hier eine Verschnaufpause einlegen, während sich der Nachwuchs im Heckenwirrwarr austobt.

Ganz und gar kein Geheimtipp dagegen: Antoni Gaudis berühmter „Parc Güell“. Verschlungene Pfade führen kreuz und quer durch die Anlage – vorbei an knorrigen Bäumen, in Stein gehauenen Tropfsteinhöhlen und mit Mosaik besetzten Drachen. Zwar zieht das 17 Hektar große Gartenviertel Besucher magisch an. Doch dank des ausgeklügelten Wegesystems verteilen sich die Massen selbst an vollen Tagen.

Spaßfahrten

Wer so viel unterwegs ist, hat sich eine Auszeit verdient. Zum Glück wartet im selben Viertel eine Belohnung: der 500 Meter hohe Berg „Tibidabo“ mit seinem kleinen Vergnügungspark. Die Seilbahn „Funicular“ chauffiert im 20-Minuten-Takt Besucher hinauf zu den Attraktionen.

Oben warten auf die Kinder einige Fahrgeschäfte – und auf die Eltern wartet ein atemberaubender Ausblick. Verbinden lässt sich beides im Riesenrad, denn wer hier mitfährt, dem liegt Barcelona zu Füßen.

Apropos Füße: Wenn kleinen und großen Stadttouristen die Treter rauchen, steigen sie am besten in die „Tramvia Blau“. Diese historische Bimmelbahn startet nur wenige Schritte von der Talstation der Funicular, tuckert gemächlich durch ein hübsches Villenviertel bis zur U-Bahn-Haltestelle „Plaça Kennedy“. Perfekt für müde Stadtkrieger, die sich am Ende eines spannenden Städtetrips nur noch in die Sitzkissen fallen lassen müssen.



Surftipps
Welche Cafés sind mit einer Spielecke ausgestattet? Welches Museum bietet besondere Mitmachaktionen für den Nachwuchs? Und wo ist der nächste Abenteuerspielplatz? Tipps für Kids abseits der Touristenpfade: www.kidsinbarcelona.com

Ferienwohnungen für Familien, Besichtigungstouren, die sowohl Eltern als auch Kinder glücklich machen und Infos satt über alle Sehenswürdigkeiten von A bis Z: www.barcelona.de


Lesetipps
Für unterwegs:  Der übersichtliche Reiseführer mit praktischer Spiralbindung liefert viele Insiderinformationen. Zudem besondere Tipps für Kinder in jedem Stadtviertel. „National Geographic Spirallo Reiseführer Barcelona“ von Andrew Benson, Mairdumont 2008, 9,95 Euro.

Für Leseratten
Die Häuser sehen aus wie zu Stein erstarrte Wellen, die große Kirche wie aus Sand gebaut  und überall gibt es Eidechsen. Barcelona zu entdecken macht nicht nur der Hauptfigur Max Spaß – sondern auch dem Leser dieses Kinderromans. Zur Einstimmung oder begleitend zum Trip in die katalanische Hauptstadt. „Weltreise Barcelona: Mister Pock und die blaue Echse“ von Dana Haralambie, Dix-Verlag 2010, 11,90 Euro.

Museumstipps
Für Nachwuchsforscher: Das Wissenschaftsmuseum „CosmoCaixa“ lädt zum Mitmachen  ein. So erleben Kinder optische Täuschungen am eigenen Körper, simulieren einen Mini-Sandsturm oder spazieren durch einen echten Urwald, in dem es auch mal heftig regnen kann. U-Bahn-Haltestelle „Av del Tibidabo“, www.barcelona.de

Für Tierfreunde: Das „Aquàrium de Barcelona“ am Port Vell. Im gläsernen Unterwassertunnel können Besucher nähere Bekanntschaft mit Haifischen und anderen Flossentieren machen. Im oberen Stockwerk erwartet kleine Entdecker ein interaktiver Bereich. U-Bahn-Haltestelle „Drassanes“ oder „Barceloneta“, www.aquariumbcn.com

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