Gut gemeint ...

Bitte hört auf, Enten mit Brot zu füttern!

Warum ihr Enten am besten nicht füttern solltet und schon gar nicht mit Brot, erklären wir euch in diesem Artikel.

Mit Oma und Opa am Ententeich. Die Tüte mit den Brotkrümeln raschelt so schön. Die ersten Enten kommen schon unter lautem Gequake angewatschelt. Hach, Enten füttern hat doch eine gewisse Alltagsromantik. Und haben wir das nicht immer schon gemacht? Also warum nicht? Warum will man uns jetzt diesen Spaß auch noch verderben ...?

Deshalb ist das Füttern von Enten so schlimm...

Fakt ist: Wildtiere finden genug Nahrung in der Natur. Viele wollen etwas Gutes tun, wenn sie Enten, Gänse und Schwäne mit trockenem Brot zu sich locken und es ist für Kinder ein großes Spektakel, wenn die Wasservögel ganz nah kommen. Nur nehmen diese das Futter an, weil es für sie bequemer ist, als sich selbst Nahrung zu suchen. Normalerweise ernähren sich Enten von Pflanzen in und rund um das Gewässer, von darin vorkommenden Schnecken, Larven und Kaulquappen. Brot verhält sich für Wildvögel wie Fast Food. Null nahrhaft. Füttern mit Lebensmittelresten kann für Enten sogar tödlich enden. Etwa, wenn sie verschimmelt sind, zu viel Salz und Zucker enthalten oder trockenes Brot den Magen aufquillt. Plus: Wenn sie die Scheu vor dem Menschen verlieren, könnten sie von Hunden angefallen oder beim Überqueren von Straßen überfahren werden, da sie sich nicht mehr nur in denen für sie typischen Lebensräumen aufhalten. 

Ein weiterer Grund, warum Enten nicht mit Brot gefüttert werden dürfen, ist die Überdüngung des Sees. Entenkot und übersehene Brotbrocken locken nicht nur Ratten an, sie reichern zudem das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an, wodurch mehr Algen wachsen. Durch den immer dichter werdenden Algenteppich, fehlt den anderen Wasserpflanzen Sonnenlicht für Photosynthese. Wird kaum Sauerstoff produziert, kippt das Gewässer, sodass Fische im Wasser ersticken und Pflanzen absterben.

Klingt alles nicht gerade umwelt- und tierfreundlich! Genau deshalb ist das Entenfüttern auch in vielen Städten und Kommunen verboten. Mancherorts erhält man dafür sogar saftige Bußgeldstrafen. 

Wenn füttern, dann mit diesen Lebensmitteln

Wer es trotzdem nicht sein lassen möchte, die Enten am heimischen Teichen mit Snacks zu versorgen, sollte immerhin auf die richtigen Snacks achten. Diese Lebensmittel könnt ihr mit euren Kindern zusammen an die Enten verfüttern: 

  • gekochte Kartoffeln (ungewürzt!)
  • Haferflocken 
  • mundgerecht geschnittenes Obst (zum Beispiel Trauben oder Bananen)
  • spezielles Entenfutter, das auf Getreidebasis hergestellt wird (zum Beispiel auf Amazon* erhältlich)

Aber auch bei diesem Futter gilt, weniger ist mehr. Denn am besten suchen sich die Wildvögel ihr Futter selbst. Ja, das schaffen Enten sogar bei zugefrorener Eisdecke.  

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